HSG Wetzlar und FC Porto trennen sich nach rasanter Partie unentschieden!

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LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Ersatzgeschwächte Mittelhessen können Führung nicht ins Ziel retten - Porto begeistert mit viel Tempo und Athletik

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar bleiben auch im fünften Vorbereitungsspiel ungeschlagen. Im Einlagespiel beim traditionsreichen Linden-Cup trafen die Grün-Weißen am Freitagabend auf den aktuellen portugiesischen Meister und Champions League-Teilnehmer FC Porto. Letztlich endete die interessante und abwechslungsreiche Partie mit einem verdienten 29:29-Unentschieden.

Die Zuschauer in der gut besuchten Stadthalle Linden sahen ein munteres Handballspiel, mit viel Dynamik und Engagement auf beiden Seiten. Nachdem Maximilian Holst den ersten Wurf an den Innenpfosten setzte, kamen die Grün-Weißen besser in die Partie, was vor allem auch an den Paraden von Tibor Ivanisevic lag, der sich einige Male auszeichnete. So legte die HSG auf 6:3 durch Stefan Cavor und 8:4 vor, ehe es Portos Coach Magnus Andersson zu bunt wurde. In seiner ersten Auszeit ordnete er die Taktik mit dem siebenten Feldspieler an, was zwar funktionierte, aber den sofortigen Gegentreffer ins leere Tor von Anton Lindskog zur Folge hatte.

Streckenweise zeigten die Wetzlarer ein von Filip Mirkulovski gelenktes, ansehnliches Spiel, bei dem auch die Chancenverwertung stimmte. Man merkte der Mannschaft an, dass mit Alexander Feld lediglich ein Neuzugang integriert werden musste. Lediglich in der Abwehr funktionierte noch nicht alles nach Wunsch. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ließ allerdings auch der Einfallsreichtum im Angriff zu wünschen übrig, die Fehlwürfe häuften sich und so rettete Wetzlar eine 16:14-Führung in die Pause.

Das Duell blieb eng, Porto hatte beim 20:20 den Ausgleich erzielt. Den Domstädtern gelang es zwar immer wieder auf ein Tor vorzulegen, profitierte aber auch von Fehlern des Gegners. So gelang den Portugiesen der Ausgleich, eine Führung wollte aber nie gelingen. Einen Höhepunkt servierte noch U 19-Keeper Lüko Fischer, der dem FC einen Siebenmeter abkaufte. Letztendlich konnte die HSG eine 29:27-Führung jedoch nicht über die Zeit bringen. Mit dem Schlusspfiff verwandelten die Gäste einen Siebenmeter zum Ausgleich, der letztlich auch verdient war. "Das war ein hervorragender Test, da beide Teams das Tempo des anderen mitgegangen sind", erklärte Feld. HSG-Trainer Kai Wandschneider ergänzte: "Mit der ersten Halbzeit bin ich hochzufrieden. Nach der Pause haben uns gegen den 20er-Kader die Wechseloptionen gefehlt. Das 29:29 gegen eine solche Mannschaft kann sich sehen lassen."

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Ivanisevic (1.-60.), Fischer (bei einem Siebenmeter); Feld (2), Kneer, Björnsen (5), Ferraz (1), Mirkulovski, Torbrügge (4), Weissgerber (2), Frend Öfors (2), Holst, Rubin (4), Lindskog (7), Cavor (2).

FC Porto: Quintana (31.-60.), Laurentino, Bauer (1.-30.); Itzurria, Balázquez (2), Martins (2), M'Bengue (1), Hernandez (4), Silva (2), Salina (1), Fernandes (1), Borges (1), Branquinho (4), Areia (5), Gomes (4), Alves, Magalhaes (1), Ribeiro.