HSG Wetzlar unterliegt Kiel nach „richtig starker Leistung“!

Machte sein vielleicht bestes Heimspiel der Saison: Kreisläufer Nils Torbrügge. (Bild: Oliver Richter/Leica Akademie)

DKB Handball-Bundesliga

Großer Applause für Grün-Weißen von Fans nach dem Abpfiff - Wandschneider: "Wir haben alles gegeben, aber leider zu viele technische Fehler gemacht!"

Es war ein Handball-Fest in der mit 4421 Zuschauern ausverkauften Rittal Arena Wetzlar. "Die, die heute in der Halle waren, werden wohl alle wiederkommen - vor allem, wenn der THW Kiel da ist", schmunzelte HSG-Trainer Kai Wandschneider nach dem 23:27 (10:12) im Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenzweiten. Und Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp ergänzte: "Die Jungs haben alles rausgehauen, über 60 Minuten Vollgas gegeben und sich den großen Applaus der Zuschauer verdient. Das war eine richtig starke Leistung."

Die Partie zwischen der HSG Wetzlar und dem THW Kiel begann nervös und torarm. Sowohl die Torhüter als auch die Innenblocks konnten sich auf beiden Seiten auszeichnen. So dauerte es auch 05:51 Minuten ehe Reinkind das erste Tor der Begegnung erzielte. Dahmke und Ekberg legten per Gegenstoß nach und beim 0:3 (8.) entschied sich Kai Wandschneider für die erste Auszeit. Cavor sorgte dann auch für den ersten Treffer der Gastgeber. Dahmke erhöhte mit zwei Toren in Folge und es stand 1:5 (10.).

Rubin kam im HSG-Rückraum. Die Hausherren leisteten sich zu viele Fehler und hatten Probleme gegen die sehr defensive Abwehr der Kieler. Dahmke wurde erneut auf die Reise geschickt und war erfolgreich. Rubin traf, doch auch Reinkind zeigte sich treffsicher. Björnsen machte das 4:8, aber Wiencek hatte auf der Gegenseite die passende Antwort parat. Die HSG Wetzlar gab jedoch nicht auf. Frend Öfors wurde zwei Mal auf außen freigespielt und traf, Schefvert legte sogar das 8:10 (21.) nach und es gab das Time-Out von Alfred Gislason.

Diese fruchtete nicht. Ivanisevic war zur Stelle und Cavor sorgte für das 9:10. Gislason brachte Bilyk, der umgehend einnetzte. Der THW Kiel stellte auf eine 3:2:1-Abwehr um. Kiel eroberte sich den Ball und Bilyk markierte das 9:12 (25.). Wandschneider zog die Grüne Karte, um sein Team auf die neue Situation einzustellen. Schefvert holte einen Siebenmeter heraus, den Holst sicher verwandelte. Dank einer Parade von Landin zog Kiel beim 10:14 wieder auf vier Tore davon. Weinhold holte noch einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe gegen Schefvert heraus, Ekberg traf. Torbrügge macht das schnelle Tor auf der Gegenseite und beim 12:15 ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff waren zunächst die Kieler erfolgreich. Die Gastgeber holten einen Siebenmeter heraus, den Holst verwandelte. Auf die Zeitstrafe von Bilyk folgte eine Zeitstrafe gegen Torbrügge, sodass es auf beiden Seiten mehr Raum gab. Weinhold nutzte das. Kiel konnte jedoch nicht davonziehen - auch weil Ivanisevic einige klare Chancen vereiteln konnte. Zunächst verkürzte Wetzlar auf 17:19 (41.), Torbrügge gelang kurz darauf sogar der Anschluss zum 18:19 und Alfred Gislason rief seine Mannschaft zur Besprechung zusammen.

Nach angezeigtem Zeitspiel konnte Kiel zunächst kein Tor machen. Wetzlar fabrizierte jedoch einen technischen Fehler und Pekeler machte das 18:20, auch Wetzlar traf. Der THW Kiel bekam zwar einen Siebenmeter, doch der eingewechselte Klimpke wurde zur unüberwindbaren Hürde und auf der Gegenseite traf Cavor zum 20:20-Ausgleich. Ivanisevic war ein wichtiger Rückhalt für sein Team. Nach einem Ballgewinn gelang Duvnjak das 20:22 (52.) und Kai Wandschneider nahm seine letzte Auszeit.

Cavor setzte sich im Eins-gegen-Eins durch. Ivanisevic vereitelte den ersten Versuch der Kieler, dann sorgte Pekeler jedoch für das 21:23. Wetzlar blieb ruhig und fand immer wieder Lücken in der 3:2:1-Abwehr der Kieler. Es gab ein Stürmerfoul gegen Duvnjak. Cavor zauberte den Ball hinter dem Rücken an den Kreis und Torbrügge glich aus. Zwei schnelle Kieler Tore und es leuchtete das 23:25 (55.) auf der Anzeigetafel auf. Duvnjak zimmerte den Ball aus dem Stand ins Eck und so schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Weinhold machte das 23:27 (57.). Klimpke verhinderte erneut ein Siebenmetertor, am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Der THW Kiel gewann schließlich mit 27:23.  

Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-114946.html