HSG Wetzlar vor „Spiel der Wahrheit“ gegen Ludwigshafen!

Kampf, Emotionen und Leidenschaft sind am Samstag gefragt. Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen wollen am Samstagabend Heimvorteil gegen Die Eulen nutzen – Anwurf der Partie: 20.30 Uhr Rittal Arena Wetzlar

„Das Duell am Samstagabend ist für uns ein Spiel der Wahrheit“, so sieht der Geschäftsführer Björn Seipp das Aufeinandertreffen seiner Mannschaft am Samstagabend mit den Eulen aus Ludwigshafen. „Es gibt keine Diskussion, kein Wenn und Aber: Wir müssen gewinnen! Die Mannschaft ist in der Plicht jetzt zu liefern und den Heimvorteil zu nutzen.“

 Klare Worte des 44-jährigen, der nach den letzten beiden Bundesliga-Auftritten der Grün-Weißen enttäuscht über die Körpersprache und den Emotionsstau vieler Spieler war. „Jeder muss brennen, wenn er das Spielfeld betritt und das muss man sehen. Der Funke muss vom Spielfeld auf das Publikum überspringen“, so Seipp, der hofft am Samstagabend erstmals 4.000 Zuschauer in der Rittal Arena Wetzlar begrüßen zu können.

Nach den beiden Niederlagen gegen Berlin und Minden gab es in dieser Trainingswoche einiges an Gesprächsbedarf. „Ich habe aber keine Einzelkritik geübt, da wir in diesen Spielen leider durch die Bank in wichtigen Situationen zum Teil haarsträubende Fehler gemacht haben´. Darüber haben wir intensiv geredet und vor allem trainiert, wie wir es besser machen“, so HSG-Coach Kai Wandschneider. „Wir haben in den vergangenen Tagen beispielsweise auch ganz viel zweite Welle trainiert, denn da müssen wir zielstrebiger und mutiger sein als zuletzt. Die Spieler zeigen uns im Training jeden Tag, dass sie wollen und was sie können, jetzt müssen wir auch im Spiel liefern – und zwar jeder.“

Als grundlegend wichtig für den Erfolg am Samstagabend sieht Wandschneider neben einer starken Torhüterleistung vor allem ein funktionierendes Umschaltspiel an. „Friesenheim stellt eine massive und sehr variable Deckung. Natürlich werden wir darauf gut vorbereitet sein, aber noch besser ist es, wenn wir einfache Tore über die Erste- und Zweite-Welle erzielen können. Damit belohnt man sich für eine gute Deckungsarbeit, auf die wir uns bislang eigentlich immer verlassen können.“  

Im Spiel am Sonntag in Minden hatte Wandschneider in seiner ersten Auszeit im Spiel nach 23 Minuten getobt und seiner Mannschaft zurecht vorgeworfen, mit dem Kopf nicht da zu sein. „Wir stecken im Abstiegskampf, da gibt es nichts drum herum zu reden und das muss jedem klar sein. Da erwarte ich von der ersten bis zu letzten Minute, dass jeder weiß, um was es geht und voll da ist – mit Emotionen, Kampfgeist und Disziplin. Immer!“

Verzichten muss der 59-jährige bei der „Mission Heimsieg“ weiterhin auf die langzeitverletzten Tibor Ivanisevic, Kristian Björnsen und Lars Weissgerber. Auch Routinier Stefan Kneer fällt weiterhin mit Rückenproblemen aus. „Wir hoffen, dass Kristian und Stefan dann im Spiel in Flensburg wieder mit dabei sind, aber am Samstag wäre das zu früh“, so Wandschneider.

 „Dass wir dieses Big-Point-Spiel gegen Friesenheim gewinnen müssen, da gibt es kein Vertun! Wir können uns mit einem Heimsieg am Samstag aber auch einen richtigen Kick für die nächsten Wochen holen. Deshalb muss die Hütte brennen! Jeder Fan weiß mittlerweile, wie wichtig diese Partie für den Club ist. Deshalb erwarte ich Vollgas auf der Platte, aber auch von den Rängen“, so der Coach.

Für die Partie gibt es noch Eintrittskarten im Online-Vorverkauf und ab 19 Uhr an der Abendkasse der Rittal Arena.