HSG Wetzlar will Aufwärtstrend in Nürnberg fortsetzen!

Ein wichtiger Baustein des Wetzlarer Spiels: Olle Forsell Schefvert (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen reisen selbstbewusst zum „Vier-Punkte-Spiel“ beim punktgleichen HC Erlangen – Filip Mirkulovski: „Müssen bis Jahresende Vollgas geben!“

Erfolgreiche Wochen liegen hinter den Handballern des HC Erlangen und der HSG Wetzlar, die sich derzeit mit jeweils 12:20 Punkten im Tabellenmittelfeld der DKB Handball-Bundesliga befinden. Wenn beide Teams am Samstagabend um 20.30 Uhr in der Arena Nürnberger Versicherung aufeinandertreffen, dann treten die Gastgeber, nach drei aufeinanderfolgenden Siegen in der Liga, mental gestärkt an. Aber auch die Gäste aus Mittelhessen reisen mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Nürnberg. Die beiden Heimspiele gegen Ludwigshafen und Hannover wurden zuletzt verdient gewonnen und beim Spitzenreiter in Flensburg legte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider einen bemerkenswerten Auftritt hin.

„Wir freuen uns auf die Partie und sind heiß darauf erneut zu zeigen, über welches Potential wir verfügen. Es sind noch drei Spiele in diesem Jahr in kurzer Zeit. Da heißt es bis zum Ende Vollgas geben“, so Kapitän Filip Mirkulovski vor der Partie, die für seinen Coach ein „Vier-Punkte-Spiel“ ist. Kai Wandschneider weiß, dass der Sieger einen weiteren wichtigen Schritt in Sachen vorzeitigem Klassenerhalt machen kann. „Deshalb müssen wir voll fokussiert und vom Anpfiff weg da sein!“

Seit 2014 haben die Grün-Weißen nicht mehr bei den Franken verloren und rechnen sich auch am Samstagabend einiges aus. „Erlangen wird natürlich heiß sein, aber wir haben uns akribisch auf sie vorbereitet“, erklärt der Wetzlarer Trainer, der sich mit seinem Team am Samstagmittag auf den Weg nach Nürnberg machen wird.   

8:6 Punkte haben die Erlangener in dieser Saison zu Hause geholt und damit ihre Heimstärke unter Beweis gestellt. Dabei gewann das Team von Trainer Adalsteinn Eyolfsson gegen die direkte Konkurrenz aus Gummersbach, Leipzig, Lemgo und Stuttgart. „Sie haben andere Möglichkeiten als wir und jede Menge Qualität im Kader“, so Wandschneider. „Vor allem auf den torgefährlichen Rückraum des HC wird zu achten sein. Und wir müssen das Torhüterduell für uns entscheiden.“

Gerade auf den Rückraum-Positionen haben aber auch die Wetzlarer am vergangenen Wochenende überzeugt. „Gegen Hannover haben wir vor allem in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss gespielt. Der Ball lief deutlich schneller und präziser“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Das zeigt, dass die Zahnräder nach und nach besser ineinander greifen. Auf unsere Abwehr ist dagegen bereits die komplette Saison Verlass. Sie ist unser Prunkstück und muss dies auch am Samstag sein. Eine Startphase wie vor einigen Wochen in Minden dürfen wir uns in Erlangen und generell in der Liga nicht erlauben. Das hat die Mannschaft aber verinnerlicht, denke ich.“

Im linken Rückraum der Mittelhessen hat sich, nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Alexander Hermann (Sehnenentzündung Fuß) und Stefan Kneer (Rückenprobleme), der Schwede Olle Forsell Schefvert in den Mittelpunkt gespielt. „Olle ist derzeit richtig gut drauf. Da er aber auch eine wichtige Rolle in unserer Abwehr spielt, müssen wir ihm Pausen geben können. Da ist es wichtig, dass die Spieler, die von der Bank kommen, wie Lenny Rubin, gleich voll da sind und zünden“, fordert Wandschneider, der neben Hermann und Kneer auch weiterhin auf die Langzeitverletzten Tibor Ivanisevic (Reha nach Außenbandriss im Knie) und Lars Weissgerber (Knöchelbruch) verzichten muss.

„Mit der Verletzungsproblematik beschäftigen wir uns innerhalb der Mannschaft nicht. Es ist leider, wie es ist. Wir haben gezeigt, dass wir über das Kollektiv erfolgreich sein können und das zählt. Deshalb fahren wir auch nach Erlangen, um dort ein starkes Spiel zu machen und zu gewinnen“, so Kai Wandschneider, der allerdings hofft, dass die derzeitigen Ausfälle zum Vorbereitungsstart Mitte Januar wieder auf der Platte stehen. „Die Zeichen dafür stehen derzeit gut. Die medizinische Abteilung macht einen tollen Job!“