HSG Wetzlar will gegen Hannover nächsten Heimsieg nachlegen!

Steht nach auskurierter Verletzung wieder im Kader: Kapitän Filip Mirkulovski. (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen Tabellenzehnten aus Niedersachsen am Sonntag um 16 Uhr in Rittal Arena - Vorspiel bestreitet HSG Wetzlar U17 gegen „AOK Helden der Arena“

Knapper kann man fast kein Handballspiel verlieren als es die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am vergangenen Sonntag getan haben. Bei der SG Flensburg-Handewitt schlug der letzte Wurf von Linkshänder Stefan Cavor den Bruchteil einer Sekunde zu spät im Flensburger Tor ein. Kurz zuvor war die Schlusssirene ertönt. 

„Das war bitter, wirft uns aber nicht um“, blickt Wetzlars Coach Kai Wandschneider auf Nachfrage noch einmal zurück. „Jeder wusste, dass die Niederlage unverdient war, denn wir waren absolut gleichwertig. Die Jungs haben das gut weggesteckt, auch mit einem guten Humor. Wir wollten uns in der Flens-Arena achtbar aus der Affäre ziehen und wir haben dort viel, viel mehr erreicht und jede Menge Selbstbewusstsein getankt. Dass uns das Flensburger Publikum nach der Schlusssirene fast mehr Applause als dem Heimteam gegeben hat, zeigt auch, dass wir genau die richtige Richtung vor dem Jahreswechsel eingeschlagen haben.“

Und in die soll im Heimspiel am Sonntag erfolgreich weitermarschiert werden, denn dann ist der TSV Hannover-Burgdorf in der Rittal Arena zu Gast. Anwurf der Partie, die vom DHB-Elitekader-Gespann Peter Behrens und Marc Fasthoff geleitet wird, ist um 16.00 Uhr. „Wir haben gegen Hannover zu Hause eigentlich immer gut ausgesehen, deshalb kommen sie hier sicherlich mit Respekt an“, ist sich Wandschneider sicher, der im Duell mit dem Tabellenzehnten weiterhin auf die Langzeitverletzten Tibor Ivanisevic und Lars Weissgeber verzichten muss. Auch Stefan Kneer (Rückenprobleme) und Alexander Hermann (Sehnenentzündung im Fuß) fehlen weiterhin. „Filip Mirkulovski ist nach seiner Zerrung aber wieder an Bord. Das ist wichtig“, freut sich der Coach. „Till Klimpke war unter der Woche krank, aber ich hoffe, dass er spielen kann.“

Die Partie am Sonntag ist das vorletzte Heimspiel der HSG Wetzlar in diesem Kalenderjahr. Dementsprechend wichtig ist sie für die Grün-Weißen. „Wir brauchen diese Punkte zu Hause. Gegen Friesenheim hat die Mannschaft gezeigt, zu welchen Leistungen sie gemeinsam mit unseren fantastischen Fans in der Lage ist. Wir brauchen die bedingungslose Unterstützung unseres Publikums von der ersten bis zur letzten Sekunde. Sie müssen wissen, in welcher Situation wir stecken und uns komplett den Rücken stärken. Die Mannschaft gibt immer alles. Unsere Fans sind der 8. Mann. Sie geben uns Kraft und Energie, um auch unmögliche Sachen zu schaffen“, weiß Kai Wandschneider, der sich auf die Partie gegen „Die Recken“ freut, dem Team von Trainerkollege Carlos Ortega aber auch Respekt zollt. „Hannover hat eine starke, routinierte Truppe, die sicherlich eingespielter ist als wir. Sie sind taktisch immer sehr gut vorbereitet und individuell sehr gut besetzt. Die Recken ziehen in Angriff und Abwehr alle Register.“    

Doch bange ist dem 59-jährigen deshalb nicht. „Wir sind gut drauf, haben gut gespielt gegen Friesenheim und in Flensburg. Ich bin mir sicher, dass wir Hannover einen heißen Kampf liefern werden. Unser Ziel ist es dieses Spiel zu gewinnen und es wäre schön, wenn wir, nach soviel Pech wie zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen oder Flensburg, das Glück des Tüchtigen mal auf unserer Seite hätten. Doch das muss man sich hart erarbeiten!“

Die Rittal Arena öffnet am Sonntag bereits um 12.45 Uhr die Türen, da vor dem mit Spannung erwarteten Bundesliga-Duell ein Vorspiel stattfindet. Gemeinsam mit dem Gesundheitspartner AOK Hessen hatten die Grün-Weißen zuletzt die „AOK Helden der Arena“ gesucht. Etliche B-Jugendteams aus Hessen hatten sich beworben, um in der Rittal Arena gegen die HSG Wetzlar U17 anzutreten. Aus Gewinner wurde die B-Jugend der HSG Hochheim/Wicker ermittelt.