HSG Wetzlar will im DHB-Pokal Favoritenrolle annehmen!

Neuzugang Lenny Rubin bestreitet am Samstag sein erstes Pflichtspiel für seinen neuen Club. (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessischer Handball-Erstligist reist nach Aue – Samstag um 17.30 Uhr Erstrunden-Partie gegen „Altmeister“ und Zweitliga-Aufsteiger TV Großwallstadt

Nach knapp fünf Wochen Sommervorbereitung starten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am Wochenende in den DHB-Pokal. Am Samstag steht für das neuformierte Team der Grün-Weißen in Aue somit das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Um 17.30 Uhr treffen die Mittelhessen in der 1. Pokalrunde auf den Zweitliga-Aufsteiger TV Großwallstadt. 

"Unser Ziel ist es, weiter im Pokal dabei zu sein. Wer einmal beim REWE Final Four in Hamburg war, der weiß, dass es sich lohnt, sich dafür zu qualifizieren", so HSG-Trainer Kai Wandschneider, der mit seinem Team die Favoritenrolle im Viererturnier in Aue annehmen will. Im zweiten Duell treffen am Samstag der Drittligist HSG Rodgau/Nieder-Roden und das Gastgeberteam des Zweitligisten EHV Aue aufeinander. Sein Unverständnis über den Turnier-Pokalmodus des DHB bringt Kai Wandschneider vor der Fahrt ins rund 370 Kilometer entfernte Erzgebirge offen zum Ausdruck. "Da müssen mit Großwallstadt, Rodgau Nieder-Roden und Wetzlar drei Vereine aus dem heimischen Umfeld nach Aue reisen, um sich dort für die nächste Pokalrunde zu qualifizieren. Das ist der größte Unsinn", macht der Wetzlarer Handball-Lehrer aus seiner Meinung kein Geheimnis.

Ambitionierte Töne kommen vor der Partie unterdessen vom Gegner aus Großwallstadt. Nachdem Wetzlar viele neue Spieler einbauen muss, sei so früh in der Saison durchaus eine Chance für das TVG-Team gegeben, ist auf der Homepage der Unterfranken zu lesen. Selbstverständlich dürfen die Kristian Björnsen & Co. den „Altmeister“ aus Großwallstadt, der mit einer Mischung von Routiniers (Michael Spatz, Florian Eisenträger, Antonio Schnellbacher) und Talenten (den Zwillingen Tom und Lars Spieß oder Kreisläufer Dino Corak) den Aufstieg in die zweite Liga geschafft hat, nicht unterschätzen. „Jeder Spieler muss am Wochenende sein Leistungsoptimum abrufen, damit es ein erfolgreicher Pflichtspiel-Auftakt werden kann“, so Wandschneider, für den die beiden Spiele in Aue auch große Wichtigkeit für den Bundesligastart am Sonntag, den 26. August hat. Dann treffen die Grün-Weißen in der Rittal Arena auf den Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim. „Es wird Zeit, dass wir die Wettkampffähigkeit herstellen. Das Pokalturnier gehört insoweit zum Lernprozess, was passt bei uns schon oder auch noch nicht zusammen. Wir haben unter der Woche gut trainiert und müssen das jetzt auch im Spiel abrufen. Ich erwarte, dass wir diszipliniert spielen und auf dem Spielfeld viel mit einander kommunizieren, vor allem in der Abwehr.“

Dass die Grün-Weißen die Erstrunden-Spiele im DHB-Pokal sehr ernst nehmen, zeigt auch die Tatsache, dass die Wetzlarer Tross bereits am heutigen Nachmittag nach Aue reist und das erstmals komplett. Der über Wochen verletzte Joao Ferraz (Fußverletzung) ist am Montag ins Training eingestiegen und auch Junioren-Nationalspieler Hendrik Schreiber, der ab sofort fest zum Erstligakader gehört, ist mit dabei. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir erstmals seit Vorbereitungsbeginn  in einem Spiel wieder alle Mann an Bord haben“, so Kai Wandschneider.