HSG Wetzlar will in Ludwigshafen unschönes Auswärtsgesicht ablegen!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen treten am Samstagabend beim Schlusslicht der DKB Handball-Bundesliga, den Eulen Ludwigshafen, an – Anwurf um 20.30 Uhr in Eberthalle (live auf Sky)

Vier der vergangenen fünf Heimspiele konnten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar zuletzt für sich entscheiden. Ein Topwert! Anders sieht es aber aus, wenn man sich die Auftritte und Ergebnisse in der Fremde anschaut. Die letzten fünf Auswärtsauftritte gingen allesamt verloren, zum Teil deutlich wie in Erlangen oder beim Bergischen HC.  Der letzte Sieg gelang den Grün-Weißen Anfang November beim abstiegsbedrohten VfL Gummersbach.

„Unsere Auftritte zuletzt in der Fremde haben mir gar nicht gefallen“, hielt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp dieser Tage mit einem klaren Feedback dazu nicht hinterm Berg und spricht von einem unschönen Auswärtsgesicht, das die Mannschaft am Samstag unbedingt ablegen müsse. „Jeder Spieler muss in Sachen Körpersprache, Konzentration und Bereitschaft zulegen, zu 100 Prozent da sein. Wir wissen nicht zuletzt aus der vergangenen Saison, dass es eine intensive und emotionale Partie wird, in der viel passieren kann. Deshalb gilt es dem Gegner und der stimmungsgewaltigen Halle von Beginn an zu zeigen, dass bei uns der unbändige Wille da ist, die Punkte mit nach Wetzlar zu nehmen, egal wie! Jedes Spiel zählt und für Siege gibt es nun mal keine Alternative.“

Die Mittelhessen können und wollen mit einem Auswärtserfolg beim Tabellenschlusslicht den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen weiter ausbauen. „Unser Ziel ist es, da zu gewinnen, um uns weiter abzusetzen“, gibt auch HSG-Trainer Kai Wandschneider eine klare Marschrichtung aus. „Wir müssen im Spiel Vollgas geben, so wie bereits die ganze Woche im Training. Friesenheim wird kämpfen bis zum Umfallen und wir haben uns auf alle möglichen taktischen Varianten gefasst zu machen. Friesenheims Trainer Benjamin Matschke lässt sich immer irgendwie was einfallen, um den Gegner innerhalb des Spiels vor neue Aufgaben zu stellen. Da heißt es immer hellwach und konzentriert zu sein – auch auf der Bank.“

Der vergangene Spieltag war für beide Mannschaften richtungsweisend. Während „Die Eulen“ nach der bitteren Niederlage bei der SG BBM Bietigheim abgeschlagen die Rote Laterne der DKB Handball-Bundesliga mit sich herumtragen, konnte die HSG Wetzlar mit dem Heimsieg über GWD Minden sieben Punkte zwischen sich und den Drittletzten aus Gummersbach legen. „Diesen Erfolg müssen wir nunmehr gegen Friesenheim vergolden“, fordert Kai Wandschneider und warnt im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung: „Wir sind aus dem Abstiegskampf noch nicht raus, es kann permanent etwas passieren“.

Deshalb gilt es für die Mittelhessen an das vergangene Heimspiel anzuknüpfen, in dem die Grün-Weißen in allen Bereichen – Torhüter, Abwehr, Gegenstoß, Positionsangriff, Rückzug – über 60 Minuten einen „bärenstarken Handball gezeigt haben“, wie Wandschneider lobt. Verzichten muss der 59-jährige am Sonntag weiterhin auf Rückraumspieler Alexander Hermann, der sich nach seinem Mittelfußbruch im Januar in der Reha befindet. Auch Rechtsaußen Maximilian Lux wird aufgrund eines grippalen Infekts fehlen.