HSG Wetzlar will tolles Publikum mit Heimsieg über Lemgo belohnen!

Bild: Sportfoto Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen schielen mit einem Auge noch auf Tabellenplatz 9 – Gleich sieben Spieler werden nach Abpfiff verabschiedet

Wenn die Verantwortlichen des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar vor dem letzten Heimspiel ihrer Jubiläumssaison am Donnerstag gegen den TBV Lemgo zurück schauen, dann können Sie dies mit großer Zufriedenheit tun. Trotz einiger langfristiger Verletzungen von Stammspielern wurde das Saisonziel „Frühzeitiger Klassenerhalt“ eindrucksvoll erreicht, sogar durch den Einzug ins REWE Final Four in Hamburg getoppt. Im Duell mit den Ostwestfalen wollen sich die Grün-Weißen nunmehr mit einem weiteren Heimsieg von ihren treuen Zuschauern und Fans verabschieden. 

„Ohne unser tolles Publikum hätten niemals 20 Heimpunkte geholt. Sie geben unserer Mannschaft Rückhalt, Stabilität und Flügel. Das ist sensationell und macht jeden von uns stolz“, lobt HSG-Trainer Kai Wandschneider die Fans. „Ihnen wollen wir am Donnerstag den Saisonabschied versüßen und nach dem Spiel gemeinsam auf einen Sieg und eine erfolgreiche Saison anstoßen.“

Dass das in den 60 Minuten zuvor alles andere als einfach wird, ist laut Wandschneider kein Geheimnis. „Lemgo spielt eine wirklich tolle Saison. Sie wollen die Saison ganz sicher auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen und werden deshalb hier alles in die Waagschale werfen“, ist sich der 58-jährige sicher. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Lemgo in dieser Spielzeit überraschen wird, denn sie haben ihre Mannschaft gezielt mit erfahrenen Spielern verstärkt, die die junge Gilde besser gemacht haben.“

Viel Lob also für die Ostwestfalen und ihren Trainer Florian Kehrmann. „Wir haben Respekt vor Lemgo, wissen aber auch, dass wir zu Hause das Potential besitzen, um dieses Spiel zu gewinnen“, so Wandschneider weiter, der im letzten Heimspiel jedoch auf Jannik Kohlbacher (Ellbogen-Operation) und Philipp Pöter (OP am Sprunggelenk) verzichten muss. „Das sind natürlich wichtige Spieler, die uns fehlen, aber mir ist nicht bange, denn Anton Lindskog macht seine Sache am Kreis sehr gut und Filip Mirkulovski hat in Leipzig eine Pause bekommen, um gegen Lemgo noch einmal Gas geben zu können.“

Aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses besteht auch für die Grün-Weißen noch die Chance, die Saison auf dem 9. Tabellenplatz abschließen zu können. „Wir wollen morgen Abend die 30 Punkte-Marke knacken. Dafür müssen wir uns aber allen voran im Angriff steigern, mehr Torchancen kreieren und diese konsequenter nutzen“, so der HSG-Coach, der mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft im letzten Spiel in Leipzig unzufrieden war. „Im Gegensatz zum Heimspiel gegen Berlin zuvor waren wir dort einfach zu ungefährlich aus dem Rückraum. Uns haben die Beweglichkeit und Tore von den Halbpositionen gefehlt. Das muss gegen Lemgo besser werden, wenn wir unser Ziel erreichen wollen. Darüber haben wir in der kurzen Trainingswoche gesprochen und gezielt noch einmal trainiert.“

Nach dem letzten Heimspiel heißt es gleich für sieben Wetzlarer Spieler Abschied zu nehmen. Mit Europameister Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Benjamin Buric (SG Flensburg-Handewitt), Kasper Kvist (Ribe-Esbjerg HH/Dänemark), Philipp Pöter (HC Rhein Vikings), Miroslav Volentics (ohne Verein), Nikolai Weber (TV Hüttenberg) und Evars Klesniks (Ende Profikarriere) verlassen gleich sieben Spieler den Club. „Das wird ein schmerzhafter Moment, denn alle sind nicht nur herausragende Sportler sondern auch tolle Persönlichkeiten, die wir hier in Wetzlar vermissen werden“, weiß HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Wie immer werden alle nach dem Spiel ihre ganz persönliche Bühne bekommen, um sich gebührend von unseren Fans und Sponsoren verabschieden zu können. Ich bin mir sicher, dass Mannschaft und Zuschauer gemeinsam alles geben werden, um zuvor noch einmal einen Heimsieg mit einer standesgemäßen Humba feiern zu können.“

Geleitet wird die Partie von den Unparteiischen Colin Hartmann und Stefan Schneider. Die Spielaufsicht hat Jürgen Rieber. Nach aktuellem Stand sind noch wenige Stehplatzkarten an der Abendkasse erhältlich.