„Ich glaube, dass die Arbeit mit Jasmin Camdzic mich auf ein höheres Level bringen wird“

Bertritt zur kommenden Saison die Bühne der DKB Handball-Bundesliga: Torwart Tibor Ivanisevic. Bildquelle: Wieland Berkholz

DKB Handball-Bundesliga

Unser Neuzugang und serbischer Nationalkeeper Tibor Ivanisevic im Gespräch mit www.handball-world.com

Die HSG Wetzlar hat sich unter dem Trainergespann Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic zu einer Art Durchlauferhitzer für vielversprechende Talente entwickelt. Neben den Feldspielern Steffen Fäth, Jannik Kohlbacher oder Kent-Robin Tönnesen sind insbesondere die Karrieresprünge von Andreas Wolff und Benjamin Buric Beleg für die methodische Sichtung und Weiterentwicklung von Spielern mit Potenzial im mittelhessischen Bundesligaklub.

Zur kommenden Saison wird der serbische Nationaltorwart Tibor Ivanisevic die Nachfolge von Benjamin Buric antreten, den es zur SG Flensburg/Handewitt zieht. Ivanisevic spielte sich mit seinem Wechsel zum Championsleague-Teilnehmer Skjern HB vor anderthalb Jahren in den Fokus. Der 27-jährige bildet seither mit Vladimir Cupara das Duo um Nationalteam. Am Rand der Europameisterschaft gewährte Ivanisevic www.handball-world.com Einblick in die Beweggründe des Wechsels.

Mit dem Wechsel nach Skjern im Alter von 25 Jahren haben Sie die internationale Handball-Bühne betreten. In welchen Vereinen waren Sie zuvor tätig?

Ivanisevic: Meine erste Station war Roter Stern Belgrad. Die erste Auslandsstation war Orohashi in Ungarn. Dann folgte ein Engagement bei Borac Banja Luka in Bosnien sowie wiederum mit Gyöngyösi ein ungarischer Verein. Im Winter 2016 wurde ich dann von Skjern verpflichtet.

Sie wechseln von einem Champions-League-Teilnehmer zu einem Mittelfeldklub der Bundesliga. Was sind die Beweggründe?

Ivanisevic: Torwarttrainer Jasmin Camdzic stellt einen wichtigen Wechselgrund dar. Ich las vor etwa drei Jahren einen Artikel, in welcher die Trainingsarbeit mit Andreas Wolff beschrieben wurde. Dieser Artikel hatte mich sehr beeindruckt. Ein Training von derartiger Intensität schwebte mir auch vor. Wetzlar spielt nicht international aber in der Bundesliga hat jedes Spiel eine höhere Intensität als die der meisten europäischen Wettbewerbsvergleiche.

Waren Sie schon in Wetzlar? Welche Informationen haben Sie zu Stadt und Verein?

Ivanisevic: Ich war zu meiner Vertragsunterzeichnung und der medizinischen Untersuchung in Wetzlar, habe von der Stadt aber noch nicht viel gesehen. Der Verein hat unter Handballern einen exzellenten Ruf. Mit wem ich auch gesprochen habe, jeder riet mir zu dem Wechsel als nächsten Schritt in meiner Karriere.

Sie sind mit 27 Jahren im besten Torwartalter und haben einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Spekulieren Sie mit einem ähnlichen Werdegang wie Andreas Wolff und Benjamin Buric, dessen Stellen Sie einnehmen werden?

Ivanisevic: Ja, das ist kein Geheimnis. Mein Ziel ist es, irgendwann für einen der großen sechs bis acht Verein zu spielen, die regelmäßig für das Final Four der Championisleague in Frage kommen.

Sie sprechen fließend Englisch. Wie sehen Sie die sprachliche Herausforderung Deutsch zu lernen?

Ivanisevic: Damit habe ich schon ein bisschen begonnen. In meinen beiden Stationen in Ungarn habe ich Ungarisch gelernt. Dagegen erscheint mir Deutsch schnell erlernbar.