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Ivanisevic hält Sieg gegen BHC fest!

Foto: Andreas Fischer

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Die Grün-Weißen machen die Schlussphase spannend + Geisterspiel in Klingenhalle

Die Wetzlarer Jungs gewinnen das dritte Spiel in Folge und kämpfen sich auf den vierten Tabellenplatz vor. Gegen den Bergischen HC führten die Mittelhessen zwischenzeitlich mit fünf Toren und machten es im Endspurt nochmal richtig spannend.


Am Donnerstagabend trafen in Solingen zwei Mannschaften aufeinander, die in den bisherigen Ligaspielen für Überraschungen sorgen konnten. Die Löwen konnten am ersten Spieltag beim favorisierten SC Magdeburg gewinnen und blieben auch gegen den HC Erlangen und die HSG Nordhorn-Lingen unbesiegt. Die Wetzlarer reisten mit dem Selbstbewusstsein des Kiel-Siegs ins Bergische Land.


Der erste grün-weiße Wurf des Tages war direkt ein Treffer! Filip Mirkulovski setzte Kapitän Kristian Björnsen mit einem Bodenpass in Szene. Die Hausherren legten mit einem Treffer von Fabian Gutbrod direkt nach. In sehr flotten Anfangsminuten zeigten beide Mannschaften ihre Offensivqualitäten, es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da waren schon sechs Tore gefallen. Aufgrund des hohen Inzidenzwertes im Landkreis Solingen musste das Spiel in der Klingenhalle ohne Zuschauer stattfinden. Mit einer starken Parade verhinderte Till Klimpke in der sechsten Minute die erste Führung der Hausherren. Holst erhöhte im Gegenzug per Siebenmeter zum 4:5.Im nächsten Angriff der Wetzlarer setzte sich Forsell Schefvert durch und konnte von seinem schwedischen Landmann Darj nur mit einem Foul gestoppt werden, den fälligen Siebenmeter verwandelte Holst zum 5:6. Nach zwei technischen Fehlern im Aufbau der HSG Wetzlar glichen die Löwen zum 6:6 aus (10.Minute).


In der ersten Viertelstunde schenkten sich beide Teams nichts, die Grün-Weißen konnten immer wieder in Führung gehen. Im Gegenzug glichen die Löwen allerdings immer wieder aus, sodass die Führung nicht anwuchs. Nach 17 Minuten dann aber die erste Zwei-Tore-Führung durch Philip Henningsson, der am Kreis schön von Cavor angespielt wurde. Die Wetzlarer scheiterten in den nächsten Angriffen mehrfach am Torhüter Christopher Rudeck, wodurch die Gastgeber in der 25. Minute zum 10:11 verkürzen konnten. 15 Sekunden vor der Halbzeit gab Trainer Kai Wandschneider in einer Auszeit letzte Anweisungen, diese konnte Stefan Cavor aber erst nach der Halbzeitsirene im Tor unterbringen. So ging es mit einem 13:13-Unentschieden in die Halbzeit.


Die zweite Hälfte begann mit einem Tor von Anton Lindskog zur 13:14-Führung. Der schwedische Kreisläufer kam mit Schwung aus der Kabine, bereitete das nächste Tor vor und traf dann selbst zum 14:16. Mitte der zweiten Halbzeit war das Spiel beider Mannschaften von technischen Fehler geprägt, sodass wenige Tore fielen. Magnus Fredriksen brach den Bann zum 16:18 in der 42. Minuten. Die Wetzlarer Abwehr um Anton Lindskog und Olle Forsell Schefvert stand gut, sodass die Blau-Weißen sechs Minuten lang kein Tor erzielen konnten. Zehn Minuten vor Schluss waren die Mittelhessen zielstrebig und Emil Mellegard konnte zur 16:20 Führung erhöhen. Nach einem gehaltenen Siebenmeter von Tibor Ivanisevic, war es dann erneut Emil Mellegard zum 16:21. Nach Leichtsinnigkeit im Angriff konnte der BHC gleich dreifach treffen, wodurch Kai Wandschneider sich zu einer emotionalen Auszeit gezwungen sah. Drei Minuten vor Schluss scheiterte mit Lars Weissgerber der dritte Wetzlarer an der Siebenmeterlinie und Philip Henningsson sah in der Abwehr die Zweiminutenstrafe. Es wurde nochmal spannend! Durch eine offene Manndeckung gewannen die Hausherren den Ball zurück und konnten eine Minute vor Schluss zum 20:21 verkürzen. Dann war die Stunde von Tibor Ivanisevic gekommen, der den letzten Siebenmeter des Tages parierte und somit den Sieg festhielt. Mit dieser Sicherheit im Rücken konnte Emil Mellegard mit seinem dritten Tor in Folge zum 22:20 Sieg treffen.


Nach vier Partien in elf Tagen haben die Wetzlarer jetzt eine zehntägige Pause bis die MT Melsungen am Sonntag, den 25.10 um 13:30 Uhr zu Gast ist.


Stenogram: Klimpke, Ivanisevic - Feld (n.e), Srsen, Henningsson (1), Björnsen (4), Mirkulovski (1), Weissgerber,  Holst (3/1), Fredriksen (1) , Forsell Schefvert (1), Gempp (1), Mellegard (3), Rubin , Lindskog (2), Cavor (5)