Jannik Kohlbacher erkämpft mit Deutschland Unentschieden gegen Slowenien

Bildquelle: Nele Hüpper

DKB Handball-Bundesliga

DHB-Auswahl feiert nach emotionalen Schlussminuten 25:25-Remis im zweiten Gruppenspiel

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft um Jannik Kohlbacher hat sich bei der EM in Kroatien nach einer schwachen ersten Hälfte und einer Energieleistung in Durchgang zwei ein 25:25 (10:15)-Remis gegen Slowenien erkämpft. Dabei sahen die Deutschen eigentlich schon wie der sichere Verlierer aus. Ein Protest der DHB-Auswahl bescherte den "Bad Boys" aber nach Schlusspfiff einen Siebenmeter, den der Ex-Wetzlarer Tobias Reichmann verwandelte. Durch die Niederlage Montenegros am Abend gegen Mazedonien steht die Mannschaft von Christian Prokop vorzeitig in der Hauptrunde.

Die deutsche Mannschaft begann nervös, bekam kaum Zugriff auf das Spiel und lag dementsprechend schnell zurück. Vor allem den Spielmacher der Slowenen, Miha Zarabec, bekam die Prokop-Sieben nicht in den Griff. Gleich drei verschiedene Mitteblock-Formationen probierte der Bundestrainer gegen den wieselflinken Rückraumspieler, doch keines der drei Duos konnte die Abwehr stabilisieren. So stand es nach 23 Minuten 12:7 für die Slowenen. Zur Halbzeit lagen die "Bad Boys" mit 10:15 im Hintertreffen.

Nach dem Wechsel präsentierte sich die DBH-Auswahl etwas wacher und konnte den Rückstand in der 39. Minute auf 15:17 verkürzen. Dabei profititierten die Jannik Kohlbacher und Co. vor allem von einigen Zeitstrafen, die gegen die Slowenen verhängt wurden. Eine doppelte Überzahl nutzte die deutsche Mannschaft, um auf 18:19 zu verkürzen (46.). Kapitän Uwe Gensheimer sorgte kurz darauf für den 19:19-Ausgleich.

Die erste Führung konnte Hendrik Pekeler vom Kreis besorgen, nachdem ihn Philipp Weber in der 51. Minute freigespielt hatte. Die Slowenen jedoch glichen postwendend aus. In den letzten Minuten entwickelte sich ein reines Nervenspiel, bei dem scheinbar die Slowenen das bessere Ende für sich hatten, ehe Reichmann den Punkte sicherte.