Jannik Kohlbacher: "Ich hatte drei unglaublich schöne Jahre in Wetzlar!"

Bild: Rhein-Neckar Löwen/AS Sportfoto/Soerli Binder

DKB Handball-Bundesliga

Kreisläufer kehrt am Sonntag mit den Rhein-Neckar Löwen in der Rittal Arena Wetzlar zurück

Sein Aufstieg bei der HSG Wetzlar war kometenhaft! Vom Zweitligaspieler zum Europameister in nur wenigen Monaten. Die Rede ist von Jannik Kohlbacher. Im Juli 2015 wechselte der damals 19-jährige nach Mittelhessen und beeindruckte schnell durch seine Masse, seine Lernwilligkeit und vor allem seine Fähigkeiten am Kreis. Schnell wurde der „Angler aus Leidenschaft“ zum Publikumsliebling und bereits im November 2015 zum Nationalspieler.

Heute ist er eine feste Größe im DHB-Team und mit gerade einmal 23 Jahren ein gestandener Bundesliga-Spieler, der seit Juli dieses Jahres beim amtierenden DHB-Pokalsieger und zweifachen Deutschen Meister, den Rhein-Neckar Löwen spielt. Wir haben uns mit dem gebürtigen Bensheimer kurz unterhalten.

Hallo Jannik, seit Mitte Juli bist Du jetzt ein Rhein-Neckar Löwe. Wie hast Du Dich in Deinem neuen Umfeld, im Club und Deinem Zuhause, eingelebt?

Jannik Kohlbacher: „ Ich habe mich sehr gut eingelebt, was mir aber auch nicht schwer gefallen ist. Ich komme aus der Rhein-Neckar Region, kenne viele Spieler schon aus der Nationalmannschaft, deshalb hatte ich keine Anpassungsprobleme.“

Sportlich läuft es sehr gut für Dich/Euch! Die Eingewöhnung auf dem Spielfeld scheint Dir leicht gefallen zu sein!

Kohlbacher: „Ja, auch hier bin ich sehr zufrieden wie es bisher gelaufen ist. Dennoch will ich mich weiter verbessern und damit meinen Teil für eine erfolgreiche Saison der Rhein-Neckar Löwen beitragen.“

Welche Unterschiede abseits des Spielfelds nimmst Du wahr, zwischen einem Top-Club wie den Rhein-Neckar Löwen und der HSG Wetzlar?

Kohlbacher: „Mein Terminkalender ist deutlich voller, was nicht zuletzt an den Spielen der Champions League mit den vielen Reisen zusammenhängt. Auch das Medieninteresse ist hier noch einmal deutlich größer als in Wetzlar."

Jetzt steht erstmals Deine Rückkehr in die Rittal Arena an! Mit welchen Gefühlen kommst Du nach Wetzlar?

Kohlbacher: „Ich komme mit sehr viel Vorfreude nach Wetzlar. Ich freue mich auf meine ehemaligen Mitspieler, die Fans, die Halle. Ich hatte drei unglaublich schöne Jahre in Wetzlar, wir haben regelmäßig die Hütte abgebrannt."

Demnächst findet hier in Wetzlar das Länderspiel gegen Israel und der Auftakt in die EM-Qualifikation 2020 statt! Dieses dient auch als Vorbereitung auf die Heim-WM im Winter. Was denkst Du ist ein realistisches Ziel für Deutschland bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land? 

Kohlbacher: „Wo wir am Ende landen kann und will ich gar nicht sagen. Wir haben eine schwere Gruppe und müssen uns dort erst mal eine gute Ausgangssituation erarbeiten. Aber mit der Unterstützung der Fans im Rücken kann man sich schon in einen Rausch spielen, und ab der KO-Phase ist dann hoffentlich alles möglich. Wetzlar als Spielort für die Partie gegen Israel ist ideal, die Rittal Arena ist in der Bundesliga für die einmalige Stimmung bekannt, ich erinnere mich noch an das Länderspiel gegen Portugal in Wetzlar. Das war sensationell. Handball hat eine große Bedeutung in Mittelhessen, das merkt man bei jeder Partie in der Rittal Arena.“