Kai Wandschneider: „Müssen im Abschluss konsequenter sein!“

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DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Donnerstagabend VfL Gummersbach zum Traditionsduell – Nur noch Stehplatzkarten im Vorverkauf erhältlich – Fußball-Liveübertragung nach dem Spiel im Arena-Foyer

 

Nur fünf Teams der DKB Handball-Bundesliga spielen länger ununterbrochen im deutschen Handball-Oberhaus als die HSG Wetzlar. Eines davon ist der Tabellensechszehnte VfL Gummersbach (dazu THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt, TBV Lemgo und SC Magdeburg), der am Donnerstagabend zum Traditionsduell in der Rittal Arena Wetzlar antritt. Anwurf der Partie, die von den international erfahrenen Schiedsrichter Lars Geipel und Marcus Helbig geleitet wird, ist um 19.00 Uhr. Es gibt nur noch wenige Stehplatzkarten im Vorverkauf und an der Abendkasse. Diese öffnet um 17.30 Uhr.

„Gummersbach hat sich seit dem Amtsantritt von Trainer Torge Greve stabilisiert“, weiß Wetzlars Coach Kai Wandschneider zu berichten. „Sie stellen eine stabilere Abwehr und versuchen immer übers Tempo zu kommen. Darauf müssen wir eingestellt sein.“ Mit dem Team der Hinrunde seien die Oberbergischen aktuell nicht mehr zu vergleichen, so der 59-jährige, der für seine Mannschaft eine klare Marschrichtung ausgibt. „Nach den knappen Heimniederlagen gegen Erlangen und Lemgo müssen wir dieses Spiel unbedingt für uns und unsere Fans gewinnen!“

Wandschneider weiß auch genau, wo sich seine Spieler im Hinblick auf die vergangenen Spiele verbessern müssen. „Unser Abschluss muss konsequenter sein. Wir haben zuletzt zu viele freie Bälle liegen gelassen. Alleine in Bietigheim waren es acht Großchancen, drei davon in der Schlussphase. Das kannst Du Dir in der Bundesliga nicht erlauben, wenn Du erfolgreich sein willst. Wir spielen viele Angriffe auf den Punkt und kommen so in sehr gute Wurfsituationen, dann müssen wir uns dafür auch belohnen“, fordert der Sport-Diplomlehrer. „Natürlich sprechen wir darüber auch im Training, aber auch nicht zu viel.“

Während Wandschneider bei der Heimniederlage gegen Lemgo auch mit dem Abwehrverhalten seines Teams haderte, war der Coach mit der Deckungsleistung in Bietigheim zuletzt grundsätzlich zufrieden. „Das war taktisch diszipliniert und entsprechend aggressiv. Nichts anderes brauchen wir auch am Donnerstag gegen Gummersbach“, weiß Wandschneider, der nach aktuellem Stand erneut auf seinen kompletten Kader zählen kann.

Gute Erinnerungen haben die Grün-Weißen an das Hinspiel in der Schwalbe Arena. Anfang November gelang den Filip Mirkulovski & Co. dort ein souveräner 24:19-Erfolg. „Diese Partie war ein ganz wichtiger Fingerzeig für die Saison“, erinnert sich der Wetzlar Coach gerne zurück. Die letzten fünf Ligaspiele haben die Mittelhessen allesamt gegen Gummersbach gewonnen. „Am Donnerstag wollen wir diese Serie mit Hilfe unserer fantastischen Fans ausbauen, die es einfach verdient haben mit uns wieder einen Heimsieg zu bejubeln.“ Außerdem wollen sich die Wetzlarer im Abstiegskampf der Liga „nichts vorwerfen lassen“. „Wir haben bislang gegen keines der drei Teams am Tabellenende verloren und nur in Bietigheim einen Punkt liegen gelassen“, erklärt Wandschneider.

Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Björn Seipp erwarten am Donnerstagabend weit über 4.000 Zuschauer in der Rittal Arena. Die Sitzplatzkarten sind bereits seit längerer Zeit vergriffen. „Das Spiel hat einen enormen Stellenwert für uns“, weiß Seipp. „Die beiden Heimniederlagen zuletzt haben echt wehgetan. Auch weil das Team nicht geschlossen das Leistungsoptimum abrufen konnte. Am Donnerstagabend muss die Luft brennen und der Funke von der Mannschaft auf die Tribünen überschlagen. Das fängt mit einem guten Rückzug und einer griffigen Abwehr an, geht über eine starke Torwartleistung bis hin zu konsequenten Abschlüssen mit Überzeugung. Jeder Spieler muss zu einhundert Prozent präsent und aggressiv sein“, so die klare Forderung des Geschäftsführers.

Für die Fans haben die Grün-Weißen nach dem Spiel noch ein weiteres Highlight. In Abstimmung mit dem Hallenbetreiber Gegenbauer findet ab 21 Uhr die Fußball-Liveübertragung des Euroleague-Halbfinales Eintracht Frankfurt gegen den FC Chelsea im Foyer statt. „So verpassen unsere Fans kein hessisches Sporthighlight an diesem Abend“, verrät Seipp. Zutritt haben allerdings nur Inhaber einer Eintrittskarte für das Handballspiel.