Müde Beine und zu wenig Optionen! HSG Wetzlar unterliegt Bergischen Löwen

Bild: Jenniver Röczey

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen verlieren beim Linden-Cup mit 25:27 - Samstagabend letztes Turnierspiel gegen HSC 2000 Coburg

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben ihre erste Testspielniederlage in der Vorbereitung kassiert. Nach vier Siegen unterlagen die Grün-Weißen beim Linden-Cup am Donnerstagabend dem Bergischen HC mit 25:27 (11:16). „Die Niederlage geht in Ordnung, da der BHC den frischeren Eindruck hinterlassen hat und mehr Wechseloptionen hatte“, so Kai Wandschneider nach der schweißtreibenden Partie in der Sporthalle Linden. 

Den Mittelhessen, bei denen weiterhin die verletzten Joao Ferraz, Olle Forsell Schefvert und Hendrik Schreiber fehlten, wirkten in ihrem fünften Spiel in nur sieben Tagen zunächst müde und unkonzentriert. Zwar erzielte Maximilian Holst die 1:0-Führung per Siebenmeter, doch danach nutze der Aufsteiger aus Solingen und Wuppertal ungewohnte Abwehrschwächen der Wetzlarer, um vor allen über den Kreis zu einfachen Toren zu kommen. Schnell hieß es 5:2 für den BHC, was die erste Auszeit von Kai Wandschneider zur Folge hatte. Bis zur Halbzeit blieb es trotzdem bei der deutlichen Führung der Bergischen, auch weil allen voran Alexander Hermann nach seiner Einwechslung ein ums andere Mal am starken BHC-Keeper Christopher Rudek scheiterte. „Wir haben in dieser Phase im Abschlussverhalten zu hektisch agiert. Das müssen wir besser machen“, so Wandschneider nach dem Spiel. Somit ging es mit einem 11:16-Rückstand in die Kabinen.

Bereits vor der Pause hatten die Grün-Weißen die teils sehr löchrige 6:0-Deckung auf eine 5:1-Abwehr umgestellt, mit Neuzugang Emil Frend Öfors auf der Spitze. „Das hat Emil sehr gut gemacht, auch in der zweiten Halbzeit“, zeigte sich der Coach zufrieden. Alles in allem stand die Wetzlarer Abwehr nun stabiler, was auch Torhüter Tibor Ivanisevic half, besser ins Spiel zu finden. Es dauerte allerdings bis in die Schlussphase der kampfbetonten Partie, bis sich die Mittelhessen näher an den BHC herankämpfen konnten. Der starke Emil Frend Öfors verkürzte auf 25:27, doch der Erstliga-Aufsteiger ließ sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

„Natürlich wollen wir immer jedes Spiel gewinnen, gerade hier zu Hause. Trotzdem ist die Niederlage kein Beinbruch, denn sie ist erklärbar und hat uns gezeigt, dass wir noch an vielen Dingen zu arbeiten haben. Zudem ist der BHC bei Leibe kein typischer Aufsteiger, sondern einen Mannschaft mit sehr viel Erstligaerfahrung. Die Jungs haben heute wieder alles gegeben und sich bis zum Ende als Mannschaft voll reingehängt. Das ist das, was für uns zählt“, so Kai Wandschneider abschließend, der mit seinem Team am Samstagabend im letzten Spiel des Linden-Cups gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg antritt (Anwurf: 19.30 Uhr).

HSG Wetzlar: Ivanisevic (1.-60.), Klimpke (bei zwei Siebenmetern); Hermann (1), Kneer (1), Björnsen (3/1), Mirkulovski (1), Torbrügge (1), Weissgerber, Frend Öfors (6), Holst (2/1), Waldgenbach (1), Rubin (1), Lindskog (5), Cavor (4).

Bergischer HC: Rudek (1.-30.), Rutschmann; Bettin, Darj (8), Gunnarsson (3/1), Nippes, Majdzinski, Kotrc, Baena (1), Fontaine (3), Fraatz, Babak, Scücs, Gutbrod (1), Arnesson (2), Boomhouwer (9/5), Criciotoiu (1).

Schiedsrichter: Hurst/Krag (Oberursel/Frankfurt). – Zeitstrafen: 4:2 Min. – Siebenmeter: 3/2:7/6.