Nach kuriosem Start: THW Kiel setzt sich im zweiten Durchgang ab und schlägt Wetzlar

Domagoj Duvnjak Quelle: Victoria Weihs

DKB Handball-Bundesliga

Der THW Kiel feierte am Donnerstagabend den fünften Sieg in Folge in der DKB Handball-Bundesliga.

 

Das Team von Alfred Gislason besiegte nach einer kuriosen Startphase die HSG Wetzlar am Ende deutlich mit 29:19 (12:12). Die Gäste aus Mittelhessen setzten sich zu Beginn mit zwei 5:0-Läufen zweimal ab, mussten jedoch bereits vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich hinnehmen. Im zweiten Durchgang übernahmen dann die Kieler die Kontrolle über die Partie und siegten am Ende deutlich.

Das Spiel in der Kieler Sparkassen-Arena begann mehr als kurios: Nach sieben Minuten lag die HSG Wetzlar mit 5:0 in Front. Der THW glich mit einem 5:0-Lauf zwar aus (5:5, 13.), doch die Gäste setzten sich innerhalb weniger Minuten mit einem eigenen 5:0-Lauf wieder auf 10:5 (16.) ab. Bei den Treffen der Mittelhessen war es oft das gleiche Schema: Die flinken Abwehrspieler fingen einen Querpass des THW ab und kamen über den Gegenstoß zum Erfolg. 

Selbst in einer Unterzahlsituation fielen so zwei Tore für die HSG. Aus dem aufgebauten Angriff tat sich das Team von Kai Wandschneider hingegen schwer gegen die 6:0-Formation des THW. Zwischen der 16. und 26. Minute erzielten die Gäste nur ein Tor, da die Zebras ihre Fehlerquote minimierten und die Defensive nach der Umstellung von der 3:2:1-Deckung auf die defensive Variante besser stand. Das gab dem THW die Chance, den Rückstand wieder zu verkürzen. Hendrik Pekeler traf zum 10:11 (26.) aus Kieler Sicht - durch einen 5:1-Lauf war der Gastgeber zurück im Spiel. 

Der Ex-Kieler Emil Frend Öfors brachte Wetzlar zwar noch einmal mit 12:10 (27.) in Front, doch wenn der THW zielstrebig und mit Tempo agierte, hatte die HSG nicht viel entgegenzusetzen. Angetrieben von Domagoj Duvnjak kämpften sich die Gastgeber langsam immer weiter in die Partie; auch Niklas Landin konnte nun einige Paraden für sich verbuchen. Kurz vor der Halbzeit war es Pekeler, der einen Ball abfing und per Gegenstoß den Ausgleich erzielte. So ging es mit 12:12 in die Kabine. 

Nach Wiederanpfiff fiel schnell die erste Führung für den THW: Miha Zarabec netzte zum 13:12 (31.) ein. Eine Parade von Niklas Landing und einen Gegenstoß von Magnus Landin später, war der Vorsprung auf zwei Tore angewachsen (14:12, 32.). Innerhalb von weniger als einer Minute hatte Wetzlar jedoch wieder den Ausgleich hergestellt: Anton Lindskog vollendete zum 14:14 (33.). 

Nun nahm das Spiel langsam den Verlauf, den die 10.285 Fans in der Arena erwartet hatten: Niclas Ekberg krönte einen 7:1-Lauf mit dem Treffer zum 21:15 (43.). Eine Viertelstunde vor dem Ende lag der THW damit deutlich in Front und Niklas Landin sorgte mit einem parierten Siebenmeter gegen für Jubel im schwarz-weißen Rund. Die Wetzlarer waren in dieser Phase chancenlos. 

Der Vorsprung der Kieler wuchs nun kontinuierlich an. In der 50. Spielminute erzielte Pekeler das 25:17 für die Gastgeber, woraufhin Wandschneider die Auszeit zog. Den Lauf des THW stoppte das jedoch nicht, der Vorsprung wuchs auf neun Treffer an (27:18, 53.). Kurz vor dem Abpfiff gelang dann auch noch die Zehn-Tore-Differenz - das 29:19 (60.) war zugleich der Endstand. 

Quelle: www.handball-world.com