„Ran an den Speck, Flagge hissen und alles raushauen!“

"Wir müssen Magdeburg so oft wie möglich in den Positionsangriff zwingen", sagt Stefan Kneer. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Donnerstag mit dem SC Magdeburg die Mannschaft der Saison

Wenn Kai Wandschneider über den SC Magdeburg spricht, dann schwingt eine Menge Respekt und Achtung für den Tabellenfünften der DKB Handball-Bundesliga mit. „Sie sind eine der Mannschaften der Saison und noch in allen drei Wettbewerben mit von der Partie. Das ist beeindruckend“, sagt der Trainer der HSG Wetzlar. „Sie werden seit Jahren klug geführt und sind im Vergleich zu den Vorjahren sehr stabil. Unter Bennet Wiegert, der gute Arbeit macht, spielen sie die zweite gute Saison“, so Wandschneider, der mit seinem Team am Donnerstag, 19 Uhr, Gastgeber für die Landeshauptstädter aus Sachsen-Anhalt ist, und um die Schwere der Aufgabe weiß.

„Wir werden die Herausforderung annehmen. Wir haben ja schon mehrfach bewiesen, dass wir zu Hause unvorstellbare Leistungen abrufen können“, sagt der Coach, den in Hinblick auf das Spiel vor allen Dingen eine Sache optimistisch stimmt. „Es sieht so aus, als ob wir das erste Mal in dieser Saison den kompletten Kader zusammen haben. Diesen Moment zu haben, ist schön. Donnerstag, nahezu ausverkaufte Halle, Top-Gegner. Da heißt es für uns: Ran an den Speck, Flagge hissen und alles raushauen!“

Seit November letzten Jahres ungeschlagen

Dass der SCM eine, vielleicht die Mannschaft der Saison ist, daran besteht auch bei Wandschneider kein Zweifel. Die letzte Niederlage der Anhaltiner stammt aus dem November des letzten Jahres. Damals unterlag man mit 24:29 in Flensburg. Seither legte Magdeburg einen unersättlichen Punktehunger an den Tag. Kiel, Flensburg, Berlin, Leipzig. Keine dieser Mannschaften vermochte es, die Wiegert-Sieben zu schlagen. Im DHB-Pokal machte man sogar in der Hauptstadt den Einzug ins REWE Final Four perfekt. „Das muss man erstmal schaffen“, adelt Wandschneider.

Als Dreh- und Angelpunkt hat der Wetzlarer Trainer Spielmacher Marko Bezjak ausgemacht. „Was er macht, ist weltklasse“, schwärmt Wandschneider. „Er bestimmt den Rhythmus, setzt seine Mitspieler ein und bildet eine gefährliche Achse mit Kreisläufer Musa, der im letzten Jahr auch nochmal einen Riesensprung gemacht hat.“ Weitere Garanten für den Erfolg sind die beiden Außen Robert Weber und Matthias Musche, die ihre Stärken im Tempospiel haben. Wetzlars Routinier Stefan Kneer, der einst selbst für den SCM auflief, sagt deswegen: „Wir müssen Magdeburg so oft wie möglich in den Positionsangriff zwingen. Nur dann haben wir eine Chance.“

Info: Für die Partie gegen den ersten deutschen Champions-League-Sieger gibt es nur noch Stehplatzkarten. Rund 300 Tickets sind derzeit noch verfügbar.