Rhein-Neckar Löwen mit Arbeitssieg über HSG Wetzlar

Foto: AS Sportfoto/ Binder

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Die Rhein-Neckar Löwen mussten sich mächtig strecken, um sich am Ende gegen die HSG Wetzlar mit 29:26 (15:9) durchzusetzen. Die Mittelhessen waren vor allem über ihre verschiedenen Deckungskonzepte und Schlussmann Till Klimpke immer wieder in Schlagdistanz geblieben. Die Hausherren aber hatten auch einen starken Andreas Palicka zwischen den Pfosten, zeigten das bessere Tempospiel und hatten auch im Positionsangriff die besseren Lösungen.

Die Rhein-Neckar Löwen hatten sich unter der Woche im Pokal nur hauchdünn und nach Verlängerung gegen Frisch Auf Göppingen durchgesetzt, die HSG wetzlar ganz knapp die Pokalüberraschung gegen den THW Kiel verpasst. Im direkten Duell konnten die badischen Hausherren jedoch gleich gut loslegen. Alexander Petersson nutzte gleich die erste Wurfchance und Uwe Gensheimer konnte dann im Gegenstoß erhöhen, ehe dann Wetzlars formstarker Stefan Cavor zum 2:1 (3.) verkürzte. Wetzlars Abwehr hatte ihren Rhythmus noch nicht gefunden, ganz anders die Löwen, die nach einem Zweikampf zwischen Abutovic und Torbrügge dann nur noch das 3:2 von Max Holst per Siebenmeter hinnehmen mussten und sich dann zum 5:2 (6.) lösten. Dabei blieb es zunächst, auch wenn Andreas Palicka beim Stand von 6:3 einen Siebenmeter von Holst entschärfte.

Wetzlars Defensive stand nun etwas besser, die Mittelhessen erarbeiten sich die ersten Gegenstoßchancen. Dahinter konnte Till Klimpke auch die ersten Paraden verbuchen. Zudem ließen die Hausherren nun auch gute Chancen wie bei einem Groetzki-Konter zum 7:4 liegen. Wetzlar kam bis auf einen Treffer heran, hatte sogar die Chance zum Ausgleich und patzte dann aber. Als Uwe Gensheimer und Alexander Petersson die nächsten Gegenstoßchancen der Löwen zum 9:6 (17.) nutzten, nahm Kai Wandschneider seine erste Auszeit. Mit Alexander Feld im zentralen Rückraum und den Einsatz von Anton Lindskog als zweiten Kreisläufer neben Torbrügge sollte der Deckungsverband der Hausherren auf eine harte Prüfung gestellt werden.

Vor allem Lenny Rubin schaffte man immer wieder in Stellung zu bringen und hielt so den Anschluss (10:8). Zudem kam Till Klimpke auf eine Weltklassequote gegen die Hausherren. Die hatten aber mit Andreas Palicka auch einen guten Rückhalt zwischen ihren Pfosten, der Schwede nahm auch gegen Kristian Bjørnsen einen Siebenmeter weg und auch Holst brachte den Ball vom Strich nicht zum möglichen Anschlusstreffer an Palicka vorbei. Löwen-Coach Kristjan Andresson nahm eine Auszeit, setzte mit der Einwechslung von Niclas Kirkeløkke einen weiteren Impuls. Die Partie beherrschte aber das Duell Klimpke gegen Palicka, die alleine für die fünfminütige Torflaute in der SAP-Arena sorgten.

Diese endete erst, als Mads Mensah Larsen mit einer Finte gegen Joao Ferraz eine Zeitstrafe herausholte und Uwe Gensheimer dann den fälligen Siebenmeter zum 11:8 (26.) nutzte. Wetzlar sollte bis auf Felds 12:9 nichts mehr gelingen, die Löwen hingegne konnten noch dreimal in Folge Jannik Kohlbacher in Stellung bringen und mit einem 15:9 in die Pause gehen.Wie schon in Halbzeit eins sollten die Rhein-Neckar Löwen früh den ersten Kontertreffer durch Gensheimer abschließen können und als dann der Kapitän des DHB-Teams zum 18:10 (34.) stellte, musste Kai Wandschneider die nächste Auszeit nehmen.

Wetzlar kam nun auch wieder über eine bessere Abwehrarbeit ein wenig zurück in die Partie, mit einer 4+2-Formation sollten vor allem die Kreise von Schmid und Mensah Larsen gestört werden. Emil Frend Öfors konnte zum 19:13 kontern, Kristian Bjørnsen legte zwei weitere Gegenstöße zum 19:15 (40.) nach und konnte so Kristjan Andresson zu seiner nächsten Auszeit zwingen.

Wetzlar sollte sogar wenig später noch auf drei Tore verkürzen, doch die Löwen konnten sich ein wenig befreien. Vor allem Kohlbacher verschaffte sich immer wieder mit starkem Körpereinsatz den nötigen Raum und netzte auch selbst zum 22:17 (45.) ein.

Kai Wandschneider musste zehn Minuten vor dem Ende seine letzte Auszeit nehmen, nachdem Uwe Gensheimer mit seinem elften Treffer auf 25:19 gestellt hatte. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr und einer leicht veränderten Spielanlage im Angriff gelangen den Mittelhessen drei Tore in Serie, ehe dann Andy Schmid mit einem Hüftwurf zum 26:22 die Flaute beendete.

Als Uwe Gensheimer mit Kontern dann wieder auf sechs Tore erhöhen konnte, war die Partie rund fünf Minuten vor Schluss entschieden. Wetzlar hatte zwar mit Lars Weissgerber nun seinen Siebenmeterschützen gefunden, doch auch der Linkshänder ließ Chancen aus dem Spiel heraus liegen. Den Schlusspunkt setzte Joao Ferraz mit einem Konter zum 29:26.

Quelle: www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-118946.html