„Sonniger Handball“: HSG Wetzlar gewinnt Hessenderby gegen Melsungen mit 31:28

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DKB Handball-Bundesliga

Wandschneider lobt „überragende Deckung“ – Gäste-Coach Grimm enttäuscht

Die HSG Wetzlar hat ihre Fans am Sonntag mit dem Derbysieg gegen die MT Melsungen beschenkt. Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider setzte sich gegen die Nordhessen mit 31:28 (18:12) durch und feierte die Punkte 19 und 20 zu Hause. „Wir haben gespielt wie das Wetter“, bemerkte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp mit einem Augenzwinkern. „Es war ein sonniger Handball!“ Für die MT war es die zweite Niederlage in der DKB Handball-Bundesliga gegen einen mittelhessischen Klub innerhalb einer Woche.

Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben über 55 Minuten eine überragende Deckung mit einem ganz starken Innenblock Olle Forsell-Schefvert und Anton Lindskog gesehen“, freute sich HSG-Trainer Wandschneider. „Die Frage war auch, ob wir Julius Kühn in den Griff bekommen würden. Das haben wir geschafft. Zudem haben wir sehr gut umgeschaltet und immer wieder über Gegenstöße Entlastung geschaffen.“

Die 4421 Zuschauer in der ausverkauften Rittal-Arena erlebten von Beginn weg eine konzentrierte und fokussierte HSG, die Melsungen sofort unter Druck setzte. Jannik Kohlbacher, Joao Ferraz und zweimal Kristian Björnsen sorgten schnell für eine 4:0-Führung.  Der erste Treffer gelang den Gästen erst nach gut sieben Minuten. Timm Schneider jagte den Ball per Stemmwurf ins Wetzlarer Netz. Die HSG ließ sich auch nach dem 4:5-Anschluss nicht nervös machen und blieb in Front. Das lag zum einen an der Treffsicherheit von Maximilian Holst beim Siebenmeter, zum anderen spielte der rechte Rückraum stark auf. Sowohl Ferraz als auch Stefan Cavor waren brandgefährlich. Der Lohn war die 13:7-Führung nach 21 Minuten.

Melsungen brachte Simic für den glücklosen Sjöstrand im Tor und stellte nach einer erneuten Auszeit auf eine 5:1-Deckung mit Michael Allendorf auf der Spitze um. Angeführt vom klug spielenden Filip Mirkulovski fand die HSG auch hierfür Lösungen, und Björnsen traf von außen zum 15:9, ehe Holst vom Siebenmeterpunkt auf 16:9 (28.) erhöhte. Zur Pause konnte die MT nur noch auf 12:18 verkürzen.

Auch nach dem Wechsel blieb Wetzlar das bessere Team. Wandschneider brachte Philipp Pöter und Alexander Hermann, die sich nahtlos in die gute Mannschaftsleistung einfügten. Hermann markierte in der 41. Minute das 23:16. Eine vierminütige Überzahl nutzte die HSG, um sich auf 25:18 abzusetzen. Pöter hatte getroffen.

Wetzlar ging mit einer 27:20-Führung in die letzten zehn Minuten, nachdem Holst erneut sicher vom Siebenmeterpunkt verwandelt hatte. Melsungen, das ab der Halbzeit auf den verletzten Philipp Müller verzichten musste, erarbeitete sich immer wieder Treffer. Doch die HSG konterte. Alex Hermann traf zum 29:22 (52.). Auch wenn Melsungen am Ende noch einmal rankam, geriet der Sieg für die HSG nie in Gefahr.

HSG Wetzlar: Klimpke, Weber, Buric; Hermann (2), Kneer, Björnsen (7), Pöter, Ferraz (3), Mirkulovski (2), Volentics (n.e.), Holst (8/6), Forsell-Schefvert (1), Kvist, Lindskog, Cavor (5), Kohlbacher (3).

MT Melsungen: Sjöstrand, Simic; Maric (3), Kühn (1), Golla (3), Reichmann (2/1), Mikkelsen (8/1), Danner (1), Philipp Müller (1), Boomhouwer, Schneider (3), Allendorf (2), Michael Müller (2), Haenen, Langhans (n.e.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Thiyagarajah/ Thiyagarajah. – Zuschauer: 4421