Stark verbesserte DHB-Auswahl verpasst knapp die Überraschung

Wetzlars Kreisläufer Jannik Kohlbacher kommt gegen Dänemark nicht zum Einsatz. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Olympiasieger Dänemark gewinnt mit 26:25 - Kämpferische Leistung der Deutschen bleibt unbelohnt

Eine stark verbesserte deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM in Kroatien die Überraschung knapp verpasst und das zweite Hauptrunden-Spiel gegen Dänemark mit 25:26 (9:8) verloren. In einer fairen Partie, die vor allem in der ersten Hälfte von zwei starken Abwehrreihen geprägt war, hatte der Olympiasieger von 2016 in der Crunchtime die klareren Aktionen für sich. Für Wetzlars Kreisläufer Jannik Kohlbacher und Co. muss nun im abschließenden Spiel gegen Spanien ein Sieg her, um noch Chancen auf das Halbfinale zu haben.


Die ersten 30 Minuten waren geprägt von starken Defensivreihen. Sowohl Deutschland als auch Dänemark standen sicher und ließen den Gegner kaum zu guten Abschlüssen kommen. Gleich drei Fehlwürfe leisteten sich die „Bad Boys“ bis zur vierten Minute. Die ersten beiden Treffer gingen auf das dänische Konto (Hans Lindberg). Die DHB-Auswahl brauchte neun Minuten, um den Ball das erste Mal ins gegnerische Tor zu befördern. Nur wenige Sekunden später glich Julius Kühn dann zum 2:2 aus (10.).


Bis zum 6:6 durch Rückkehrer Rune Dahmke (24.) egalisierte Deutschland immer wieder die Führung der Dänen. Mit dem 8:7 durch Steffen Weinhold gingen die Mannen von Christian Prokop das erste Mal in Front. Kai Häfner erhöhte in der Folge auf 9:7 (29.). Kurz vor der Pause bot sich sogar die Gelegenheit, auf drei Tore davonzuziehen. Doch Niklas Landin parierte, ehe Dänemark noch auf 8:9 verkürzen konnte.


Auch die zweite Hälfte gestaltete sich ausgeglichen. Mal führte die deutsche Sieben, dann ging Dänemark in Front. Erst nach 51 Minuten gab es die erste Zwei-Tore-Führung: Rasmus Lauge sorgte für das 20:18 für seine Farben. Steffen Fäth, der unglücklich gestartet war, verkürzte auf 19:20, ehe Morten Olsen wieder auf 21:19 für den Olympiasieger erhöhte.


Nach einem Fehler im Angriff, Prokop hatte den siebten Feldspieler gebracht, warf Dänemarks Linksaußen Casper Mortensen ins leere Tor und erhöhte auf 23:20 (55.) Steffen Fäth verkürzte auf 22:24 (56.), und Andreas Wolff stellte mit einem Empty-Net-Goal den 23:24-Anschluss her. Doch Dänemark brachte angeführt von Mikkel Hansen und Hans Lindberg den Vorsprung über die Zeit.