THW Kiel nach Blitzstart mit klarem Sieg über HSG Wetzlar

Olle Forsell Schefvert hat mit der Kieler Abwehr zu kämpfen. (Bild: Oliver Vogler)

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Anders als noch im DHB-Pokal, wo Deutschlands Rekordmeister beinahe in der Rittal-Arena gescheitert wäre, zeigte sich der THW Kiel diesmal von Beginn an konzentriert.

Die HSG Wetzlar sah sich früh mit einem 1:8-Rückstand konfrontiert, auch weil Niklas Landin wie schon in Skopje sein Tor zumachte. Wetzlar fand anschließend ins Spiel, konnte sich nach dem Seitenwechsel beim Stand von 10:17 etwas steigern. Gefährden konnten die Mittelhessen den Pokalsieger aber nicht, Wetzlar musste eine 26:30-Niederlage quittieren. Beste Werfer der Partie waren Nikola Bilyk mit sieben Treffern für die Zebras sowie Anton Lindskog mit sechs Toren für die gastgebenden Mittelhessen.

Anfang Oktober war der THW Kiel bereits in Wetzlar zu Gast, im DHB-Pokal konnte sich der Rekordmeister nur knapp mit 26:25 behaupten. Die Gäste waren also vorgewarnt und reisten zudem nach dem grandiosen Spiel in Skopje mit reichlich Selbstvertrauen an. Die Deckung und Torhüter Niklas Landin knüpften von Anfang an an die Gala-Vorstellung in der Champions League an - bis zum ersten Treffer der Hausherren sollte es bis in die achte Minute dauern. Nikola Bilyk und Patrick Wiencek sowie zwei von Niclas Ekberg verwandelte Siebenmeter sorgten so für ein schnelles 4:0.

Olle Forsell Schefvert erlöste Wetzlar mit dem ersten Treffer und eine Parade von Till Klimpke sorgte für weitere Hoffnung bei den heimischen Fans. Doch der THW Kiel gab weiter den Ton an: Nikola Bilyk leitete mit einem Steal den nächsten Treffer von Ekberg ein und legte dann selbst das 6:1 nach. Kai Wandschneider reagierte mit der Auszeit, doch Niklas Landin war erneut zur Stelle. Harald Reinkind und Hendrik Pekeler bauten die Führung unterdessen weiter aus, nach zwölf Minuten stand ein 8:1 auf der Anzeigetafel.

Die Weichen waren damit früh gestellt, die Kieler lockerten in der Folge etwas die Zügel. In der vierzehnten Minute gelang Kristian Björnsen der zweite Treffer für die Wetzlarer, die Antwort der Kieler folgte mit dem 9:2 durch Nikola Bilyk aber auf dem Fuße. Die Gastgeber stabilisierten sich aber, verkürzten zwischenzetilich den Abstand beim 10:5 sogar wieder auf fünf Tore. Kiel behielt das Heft aber in der Hand, zog das Tempo kurz an und stellte - auch dank einer konsequent genutzten Überzahl und eines von Niklas Landin verwandelten Distanzwurfs in das verwaiste Tor der Hausherren - auf 15:6.

Kai Wandschneider hatte es bereits mit mehreren Umstellungen probiert, zumindest ein zweistelliger Rückstand konnte so verhindert werden. Lenny Rubin setzte in dieser Phase zwei Treffer, auch Joao Ferraz war erfolgreich. Der Abstand schmolz so bis zur Halbzeit wieder auf sieben Tore, das 17:10 sorgte bei den Gästen auf dem Weg in die Kabinen dennoch für entspannte Gesichter. Die Kieler hatten früh die Weichen gestellt und konnten mit Blick auf das am Samstag in Montpellier anstehende Spiel in der Königsklasse auch die Belastungen verteilen.

Nach Wiederbeginn ließ der Favorit die Zügel etwas schleifen, auch wenn Harald Reinkind mit dem 18:10 den ersten Treffer des zweiten Abschnitts erzielte. Wetzlar kam auf sechs Tore heran, beim 22:17 in der vierzigsten Minute war der Abstand von zuvor neun Toren auf fünf geschrumpft - Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd und eine Wende kam in der Rittal Arena aber nicht wirklich auf. Wenn nötig war der THW Kiel zur Stelle, wie in diesem Moment durch das 23:17 von Lukas Nilsson.

Wetzlar konnte unterdessen auch eine Überzahl nicht für ein weiteres Verkürzen nutzen, beim 25:18 lagen wieder vier Tore zwischen den beiden Teams. Anton Lindskog und Kristian Björnsen brachten Wetzlar in Überzahl wieder auf fünf Tore heran und nur ein Block von Patrick Wiencek verhinderte einen weiteren Treffer der Gastgeber. Wiencek traf dann auch in der Offensive und hielt den THW Kiel so in ruhigem Fahrwasser. Wetzlar hielt weiter dagegen und kam beim 27:23 dann auch auf vier Treffer heran - Duvnjak hielt den THW aber mit seinem Treffer auf Kurs zum insgesamt ungefährdeten 30:26-Erfolg.

Quelle: www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-119244.htmlQuelle: www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-119244.html

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