Trainingslager - Tag 2: Der Schweiß rinnt in Strömen!

Bild: Oliver Vogler/Leica Akademie

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar trainiert vormittags in zwei Gruppen - Viele positive Eindrücke - Eisbäder nach dem Training in Tonnen oder dem Bergfluss vor dem Hotel

Am gestrigen Morgen um 7.30 Uhr hieß es aufstehen für die Spieler und Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. Ein strahlender blauer Himmel und grüne Berge waren das Erste, was das Team noch vor dem Frühstück zu sehen bekam. Somit kamen alle Beteiligten gut gelaunt zum ausgiebigen Frühstück, ehe es danach zu Fuß am Fluß entlang zur ersten Trainingseinheit in die nahegelegene Sporthalle in Kappl ging.

Nach dem gemeinsamen Aufwärmen wurde die Gruppe dann gesplittet. Die Rückraumspieler, Kreisläufer und Torhüter Till Klimpke blieben zunächst in der Halle. Außen und Spielmacher folgten Athletiktrainer Jonas Rath ins Fitnessstudio, um ein intensives Kraft- und Athletikprogramm zu absolvieren. Nach einer Stunde wurde dann getauscht. „So können wir in Kleingruppen arbeiten und gezielt, dass erarbeiten, was uns stark machen soll und wird“, erklärt Trainer Kai Wandschneider. „Zudem bekommen unsere Neuzugänge so schneller mit, was von ihnen erwartet wird. Alle Spieler ziehen voll mit. Das begeistert mich!“

Nachdem der Schweiß in Strömen geflossen war, hieß es Rückweg durch die Natur zum Hotel und ab in die Eistonne, um die müden Glieder zu erfrischen. Dies nahmen alle Spieler, wie Maximilian Holst und Stefan Cavor, dankend an. Wenige, wie Spielermacher Olle Forsell Schefvert, wagten sogar den Gang in den eiskalten Bergfluss vor der Hoteltür.

Nach dem reichhaltigen und sehr leckeren Mittagessen hieß es ausruhen und bei den Physiotherapeuten Malte Kraft und Maximilian Schuller vorbeizuschauen. Danach zog es einige Spieler sowie die Trainer, Betreuer Stefan Rühl und Geschäftsführer Björn Seipp auf den Berg. Mit der Gondel ging’s auf über 1.800 Meter, um die Natur, die frische Luft und die Sonne zu genießen. „Kappl hat wirklich unheimlich viel zu bieten und es ist einfach der optimale Platz für unser Trainingslager, auch um nicht nur Handball im Kopf zu haben“, so Björn Seipp.

Runter vom Berg stand schon wieder das nächste Hallentraining an. Diesmal in kompletter Formation, um Spielzüge einzustudieren und gemeinsame taktische Feinheiten zu erörtern. Eine Schrecksekunde gab es rund 10 Minuten vor Trainingsende, als Linkshänder Joao Ferraz bei einer Angriffsaktion auf dem Fuß eines Abwehrspielers landete und umknickte. Ergebnis: ein angeschwollener Knöchel und jede Menge Schmerzen. Eine MRT-Untersuchung im nahegelegenen Imst ergab am nächsten Morgen, dass kein Bruch vorliegt jedoch das Außenband etwas abbekommen hat. An Handballtraining ist somit in den kommenden Tagen nicht zu denken. Stattdessen stehen Behandlung und Eisbäder auf dem Programm.

Nach dem Abendessen hieß es dann Ruhe für die Spieler. Relaxen auf der Hotelterrasse und weitere Physiotherapie-Termine, um für den nächsten, anstrengenden Tag gewappnet zu sein. Schon gegen 23 Uhr war aus den Zimmern der „müden Krieger“ kein Mucks mehr zu hören. Ein anstrengender Tag war zu Ende.