Trainingslager - Tag 5 und 6: Mountainbike-Tour und Rafting zum Abschluss!

Bild: Oliver Vogler (Leica Akademie)

DKB Handball-Bundesliga

Trainer und Geschäftsführung mit Trainingslager in Kappl vollends zufrieden - Mannschaftsabend auf über 2.100 Metern Höhe

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben ihr sechstägiges Trainingslager im österreichischen Kappl erfolgreich abgeschlossen. Am Sonntag um 14.00 Uhr fuhr der Mannschaftsbus in Haiming im Ötztal ab, um den 24-köpfigen Tross in rund sechseinhalb Stunden sicher zurück nach Mittelhessen zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt lag ein abwechslungsreiches Wochenende hinter dem Team.

Der Samstag startete zunächst mit dem obligatorischen Wecken durch die Youngster Till Klimpke und Torben Waldgenbach sowie das anschließende, gemeinsame Frühstück im Auhof. Um 10 Uhr bat dann Trainer Kai Wandschneider zur letzen gemeinsamen Halleneinheit, die mit einem Fußballspiel „Alt gegen Jung“ startete. Aufgrund zahlreicher, zum Teil heftiger Niederlagen seit dem Vorbereitungsstart hatte sich das „Team Jung“ um den selbsternannten Kapitän Anton Lindskog am Abend zuvor einen Schlachtplan zurecht gelegt, wie es endlich zu einem Erfolg gegen die „Alten“ reichen sollte. Mit Betreuer Stefan „Migge“ Rühl als Trainer, der lautstarke Anweisungen gab, entwickelte sich ein engagiertes Fußballspiel, das ursprünglich nur 30 Minuten dauern sollte. Beim Stand von 6:5 für die Routiniers verlängerte Trainer Kai Wandschneider um eine weitere halbe Stunde, zur Freude seiner Spieler. Lange hatte es 6:6 gestanden, doch am Ende war es zwei Mal Neuzugang Tibor Ivanisevic, der dem „Team Jung“ den Zahn zog und zum 8:6-Sieg der „Alten“ einschoss.

Nach dem Training ging es aufgrund des regnerischen Wetters für die Spieler mit dem Bus zurück ins Hotel, während die Trainer und Geschäftsführer Björn Seipp den Rückweg zu Fuß antraten. Nur kurz war die Pause bis zum Mittagessen und zur Abfahrt ins benachbarte Ischgl. Dort stand eine Mountainbike-Tour für die gesamte Gruppe, also auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Ruth Klimpke, Alexander Finke und Laurenz Müller an, die seit Freitagmittag bei der Mannschaft weilten.

Geführt von den erfahrenden Guides Heinz und Renate ging es mit E-Bikes zunächst das Tal am Fluß entlang, ehe es trotz Aku-Unterstützung richtig anstrengend wurde. Für die bis dahin gut gelaunte Truppe galt es im Berg steile Serpentinen mit 16 Kehren zu bewältigen. So mussten über 900 Höhenmeter überwunden werden, mit dem Ziel, bei leichtem Nieselregen die warme Friedrichshafener Hütte auf 2.151 Metern zu erreichen. Nach etwas mehr als zwei Stunden hatte die erste Gruppe um Kristian Björnsen und Ruth Klimpke (!) das Ziel erreicht. Zur Belohnung gab es neben kalten Getränken einen tolle Ausblick über den Wolken - und die Gewissheit, dass es nunmehr rasant bergab gehen würde. Gegen 17 Uhr kehrte die Radgruppe dann wohlbehalten, aber mit einigen Hinterteil-Problemen nach Ischgl zurück. „Es hat riesig Spaß gemacht und war eine der besten Teammaßnahmen, die ich je in einem Trainingslager mitgemacht habe“, so Trainer Kai Wandschneider nach der rund 30 Kilometer langen Tour.

Zurück im Hotel liefen auf den Zimmern die Duschen heiß. Es galt sich fertig zu machen, für den wohlverdienten Mannschaftabend. Die Teamkleidung blieb im Schrank, stattdessen galt es sich in Jeans und T-Shirt zu werfen. Der Vorfreude war groß. Einzig den Neuzugängen merkte man etwas die Nervosität an, hatten Sie doch bereits Aufgaben von ihren Mannschaftskameraden erhalten, die es an diesem Abend zum Einstand zu bewältigen galt. Mit vier Taxi-Bussen ging es einmal mehr in den Berg und nach einem kurzen Fußmarsch zum Ende erneut auf über 2.100 Meter, in die wohl urigste Hütte Kappls - ohne Strom und fließend Wasser. Der Rest ist Schweigen! Nur eines kann verraten werden: es wurde viel gelacht!

Kurz war jedenfalls die Nacht für manchen Spieler gewesen, als am Sonntagfrüh um 8 Uhr der Mannschaftsbus mit laufenden Motor vor dem Hotel stand. Fertig, um beladen zu werden. Müde schlich der Wetzlarer Tross mit den großen Taschen zum Bus und danach zum letzten Frühstück im Auhof. Um 8.50 Uhr hieß es Abschied nehmen und Abfahrt ins Ötztal. Die letzten Teambuildingmaßnahme stand an: Rafting im eiskalten Imst. 

Angekommen in Haiming wurden die Spieler mit Neoprenanzügen und -schuhen sowie Helmen versorgt. Anschließend ging es mit Guides im Bus den Fluss hinauf, um diesen kurz später in drei Schlauchbooten hinunter zu raften. „Das Wasser war aber mal so richtig kalt“, verriet nachher Torhüter Till Klimpke. „Gut, dass wir die Anzüge anhatten. Trotzdem hat es riesig Spaß gemacht und war genau das richtige nach gestern Abend.“

Wer bislang noch nicht vollends müde war, war es spätestens jetzt. Nach der Rückkehr ins Camp und einer warmen Dusche, hieß es gemeinsam Mittag zu essen. Das Grillbuffet war schnell geputzt, die Truppe abfahrbereit.

Die Rückfahrt nach Wetzlar war erst wenige Minuten alt, der Fernpass noch nicht erreicht, da war im Bus kein Mucks mehr zu hören. Alles schlief, bis auf die ersten zwei Reihen, in denen neben dem Busfahrer Fotograf Oliver Vogler sowie Betreuer „Migge“ Rühl und Geschäftsführer Björn Seipp saßen.  

Am Montag und Dienstag haben die Wetzlarer Jungs nunmehr trainingsfrei, um die müden Knochen zu pflegen oder die kleinen Wehwehchen behandeln zu lassen. Zudem steht am Dienstagmittag ein Sehtest beim Partner Heinemann Optik an. Am Mittwochmorgen heißt es dann wieder Mannschaftstraining, ehe bereits am Donnerstag die Abfahrt zum ersten Vorbereitungsturnier in Altensteig ansteht.