Und es macht „Hopp! Hopp! Hopp!“

Training von der Außen-Position: Jill Badtke und Benjamin Buric in Aktion. Bildquelle: HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

Benjamin Buric leitet Torwarttraining der 3. Frauen der SG Kleenheim - Coach Grumbach ersteigert Aktion bei "Handball Hilft"

Mittwoch, 18.30 Uhr. Trainingsbeginn für die  3. Frauen der SG Kleenheim. Coach Julian Grumbach leitet das Aufwärmen. So, wie er es immer tut. Doch an diesem Mittwoch ist es eine besondere Einheit. Grumbach hat im Rahmen der Aktion „Handball Hilft“ ein Torwarttraining für seine Schützlinge ersteigert. Mit Benjamin Buric, dem Keeper von Handball-Bundesligist HSG Wetzlar. Damit unterstützt die Mannschaft aus der Bezirksliga B die Deutsche Krebshilfe. Kurz nach Trainingsbeginn schallt es schon „Hopp! Hopp! Hopp!“ durch die Weidig-Sporthalle in Oberkleen. Und der bosnische Nationaltorhüter ist voll in seinem Element.

Mit Jill Badtke und A-Jugend-Torhüterin Ronja Dickhaut hat Buric zwei Spielerinnen unter seinen Fittichen, die er durch die Halle scheuchen darf. Das macht ihm sichtlich Spaß. Die dritte Torfrau im Bunde, Annika Müller, ist zwar dabei, kann aufgrund einer Verletzung aber nicht aktiv mit eingreifen. Trotzdem ist das besondere Training auch für sie ein Erlebnis. „Auch wenn ich nicht mitmachen konnte, war es für mich total hilfreich. Vor allem von außen konnte ich viel mitnehmen“, sagt die Schlussfrau.

Für Badtke und Dickhaut beginnt das Training mit einem lockeren, torwartspezifischen Aufwärmen. Schon dabei gibt Buric erste Tipps und korrigiert Position und Haltung. Es folgen verschiedene Übungen, die Schnelligkeit, Stellungsspiel und Reaktionsfähigkeit testen und bei regelmäßiger Anwendung verbessern sollen. „Für mich war es einfach mal ein neuer Eindruck und spannend zu sehen, wie man mit einfachen Übungen effizient trainieren kann“, sagt Jill Badtke. „Gerade bei den Bällen von außen war es hilfreich, welche Korrekturen er für die Haltung und Position der Hand gegeben hat.“

30 Minuten trainiert Buric individuell mit seinen Schützlingen, anschließend wird auch der Rest der Mannschaft einbezogen. Für die Torhüterinnen gibt es Serien von außen, von der Mitte und von beiden Positionen im Wechsel. Alle sind mit viel Spaß bei der Sache. „Die Tipps waren super, aber es braucht natürlich Zeit, die neuen Bewegungen so zu trainieren, dass du sie auch im Spiel anwenden kannst“, verrät Ronja Dickhaut nach dem Training, das für die Damen intensiv, aber nicht zu anstrengend war. „Es war gut getimed!“

Für den Bundesliga-Keeper selbst war es ebenfalls eine spannende Erfahrung. „Es hat viel Spaß gemacht! Die Mädels waren voll bei der Sache und haben richtig gut mitgezogen“, sagt Buric. „Und vor allem war es für einen guten Zweck!“ Auch Trainer Grumbach verlässt nach dem Training zufrieden die Halle: „Das war genau das, was ich mir erhofft hatte. Das war eine tolle Aktion!“