Ungefährdeter Sieg in 1. DHB-Pokal-Runde gegen TV Großwallstadt!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar bezwingt ersatzgeschwächten Zweitliga-Aufsteiger mit 30:24 (16:11) - Chancenverwertung der Grün-Weißen mangelhaft

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar sind souverän, aber mit einem Schönheitsmakel, in die 2. Runde des DHB-Pokals eingezogen. Die Grün-Weißen bezwangen in Aue den Zweiliga-Aufsteiger TV Großwallstadt mit 30:24 (16:11). Zu kritisieren ist jedoch die mangelhafte Chancenverwertung. Zahlreiche vergebene freie Würfe, die ein sehr starker TVG-Schlussmann Jan-Steffen Redwitz zunichte machte, verhinderten einen noch deutlicheren Sieg.

Zu Beginn der Partie, die vor einer enttäuschenden Zuschauerkulisse stattfand, konnte Großwallstadt die Partie noch ausgeglichen gestalten. Mit Unterhandwürfen kam der Altmeister gegen die Wetzlarer Abwehr immer wieder zum Erfolg. Durch Treffer von Stefan Cavor, Lenny Rubin und Maximilian Holst (per Siebenmeter) zog der Erstligist dann in der 11. Spielminute aber auf 6:3 davon und sollte die Führung bis zum Schluss nicht mehr abgeben.

Problem der Grün-Weißen war danach aber, dass vor allem vom Kreis und den Außenpositionen viel zu viele Würfe vergeben wurden. So blieb es bis zur 27. Minuten bei der Drei-Tore-Führung. Joao Ferraz, der nach seiner Knöchelverletzung erstmals wieder spielen konnte, traf aus dem Rückraum zum 13:10. 

Maximilian Holst war es dann, der mit einem seiner insgesamt sieben verwandelten Siebenmeter, zur 16:11-Halbzeitführung traf.

Auch nach dem Wechsel setzte sich das Fehlwurf-Festival der Grün-Weißen fort. Torhüter Tibor Ivanisevic zeigte eine starke Leistung, doch die aus seinen Paraden resultierenden Gegenstöße wurden reihenweise vergeben.

In der 36. Minute netzte Lenny Rubin zum 19:13 ein. Doch Großwallstadt kämpfte sich, gestützt auf Torhüter Jan-Steffen Redwitz, zurück in die Partie. TVG-Kreisläufer Mario Stark erzielte acht Minuten später das 18:22.

Trainer Kai Wandschneider sortierte seine Mannschaft in einer Auszeit neu, was Wirkung zeigte. Bis zur 52. Minute zog Wetzlar auf 27:20 davon. Doch einige Wechsel im Rückraum sorgten danach erneut für Unsicherheiten und Ballverluste, sodass der kampfstarke Zweitligist in der 58. Minute auf 24:28 heran kam.

Letztlich markierten die starken Lars Weissgerber, der nach seiner Einwechslung für ordentlich Betrieb auf der Rechtsaußen-Position sorgte, und Stefan Cavor für den 30:24-Endstand.

Am morgigen Sonntag treffen die Grün-Weißen nunmehr auf das Gastgeber-Team des EVH Aue, dass sich im ersten Spiel des Tages knapp gegen den Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden durchsetze. Anwurf der Partie in der Erzgebirgshalle ist um 17.00 Uhr.

Stenogramm:

TV Großwallstadt: Redwitz, Klein; Spatz (5/3), Eisenträger (5), Blank, Schnellbacher, Corak (1), Stark (8), Keck (1), Winkler (3), Geopfert (1).

HSG Wetzlar: Ivanisevic (1.-60.), Klimpke (n.e.); Hermann, Kneer (2), Björnsen, Ferraz (4), Mirkulovski (1), Schreiber, Torbrügge (1), Weissgerber (3), Frend Öfors (1), Holst (7/7), Forsell Schefvert (1), Rubin (3), Lindskog (2), Cavor (5).   

Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski - Zuschauer: 100.