Was geht noch bei der EM für die Wetzlarer Nationalspieler?

Alle fünf Nationalspieler der HSG Wetzlar haben noch Chancen auf die Hauptrunde. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

"Endspiele" für Kristian Björnsen, Alexander Hermann und Stefan Cavor - Slowenischer Protest abgewiesen

Zwei von drei Gruppenspielen in der Vorrunde haben die Nationalspieler der HSG Wetzlar bislang bei der Europameisterschaft in Kroatien absolviert. Dabei gab es hauchdünne Siege, hart erkämpfte Unentschieden und bittere Niederlagen für die Jannik Kohlbacher und Co. Wir beleuchten die tabellarische Situation der Wetzlarer Jungs.

Deutschland/Gruppe C: Was war das für Ende am Montagabend in Zagreb? Minutenlang herrschte Ungewissheit, ob die Slowenen beim letzten Anwurf der Deutschen einen Regelverstoß begangen hatten. Dann entschieden die litauischen Unparteiischen auf Siebenmeter für Deutschland – und Tobias Reichmann netzte zum 25:25 ein. Mit jetzt drei Punkten hat die Mannschaft um Wetzlars Kreisläufer Jannik Kohlbacher vor dem letzten Gruppenspiel gegen Mazedonien am Mittwoch (18.15 Uhr) den Einzug in die Hauptrunde geschafft. Der slowenische Protest gegen die Wertung des Spiels wurde von der EHF am Dienstag abgewiesen. Wie viele Punkte die „Bad Boys“ mit in die Hauptrunde nehmen, steht noch nicht fest. Mit einem Sieg gegen Mazedonien wären es aber mindestens zwei.

Mazedonien/Gruppe C: Die Mannschaft des Wetzlarer Spielmachers Filip Mirkulovski führt mit vier Punkten die Gruppe C an und hat mit zwei knappen Siegen bereits die Hauptrunde erreicht. Gegen Slowenien gab es ein 25:24, gegen Montenegro siegte Mazedonien mit 29:28. Damit nimmt die Mannschaft von Superstark Kiril Lazarov mindestens zwei Punkte mit in die Hauptrunde. Gegen Deutschland könnten noch weitere hinzukommen. Allerdings wird die DHB-Auswahl das mit aller Macht verhindern wollen, um sich selbst die bestmögliche Ausgansposition im Kampf um das Halbfinale zu verschaffen.

Montenegro/Gruppe C: Nach der schwachen Vorstellung beim 19:32 gegen die deutsche Mannschaft präsentierte sich der Wetzlarer Stefan Cavor mit seinem Team gegen Mazedonien deutlich verbessert. In der ersten Halbzeit führte man sogar lange gegen den Nachbarn. Am Ende musste sich der Linkshänder Cavor gegen seinen Vereinskollegen Filip Mirkulovski mit 28:29 geschlagen geben. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Slowenien am Mittwoch (20.30 Uhr) geht es für Montenegro nun um den Einzug in die Hauptrunde. Das Halbfinale wäre aber selbst bei einem Sieg und dann null Punkten in der Hauptrunde so gut wie unerreichbar.

Norwegen/Gruppe B: Nach der unglücklichen 31:32-Niederlage zum Auftakt gegen die Franzosen musste für Wetzlars Rechtsaußen Kristian Björnsen am zweiten Spieltag gegen Weißrussland schon ein Sieg her. Die Aufgabe lösten die Skandinavier am Ende souverän mit 33:28. Zwischendurch aber hatte das Team von Trainer Christian Berge mitunter Schwierigkeiten. Ein Unentschieden am letzten Spieltag gegen Vereinskollegen Alexander Hermann und Österreich am Dienstag (20.30 Uhr) würde für den Einzug in die Hauptrunde reichen. Diese wird man aller Voraussicht nach mit zwei Punkten beginnen.

Österreich/Gruppe B: Für die Mannschaft von Alexander Hermann muss im letzten Spiel gegen Norwegen ein Sieg, um doch noch in die Hauptrunde einzuziehen. Und selbst dann würde man diese mit null Punkten beginnen. Das selbsternannte „Finalspiel“ hatten die Österreicher gleich am ersten Spieltag gegen Weißrussland. Dort verlor man allerdings mit 26:27. Auch beim 26:33 gegen Frankreich gab es für die Hermann und Co. nichts zu holen. Zu allem Überfluss verletzte sich der Wetzlarer am Knie.