Zweiter Anlauf für die HSG Wetzlar an der dänischen Grenze

Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar muss am Donnerstag erneut zur SG Flensburg-Handewitt – 2480 Kilometer Busreise binnen einer Woche

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier. Für die HSG Wetzlar steht am Donnerstag um 19 Uhr das Auswärtsspiel in der DKB Handball-Bundesliga gegen die SG Flensburg-Handewitt an. Schon wieder. Nachdem die Partie aufgrund starken Schneefalls am letzten Donnerstag abgesagt worden war, müssen die Grün-Weißen in dieser Woche erneut die lange Reise in den hohen Norden antreten.

Zum zweiten Mal binnen einer Woche heißt es für die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider, die gut achtstündige Busfahrt auf sich zu nehmen. 620 Kilometer hin, 620 Kilometer zurück. Die Voraussetzungen könnten trotz des Einzugs in das REWE Final Four besser sein. Coach Wandschneider gibt sich dennoch fokussiert: „Wenn wir ins Flensburg mehr erreichen wollen, als nur Statisten zu sein, dann müssen wir im Angriff mehr Durchschlagskraft als gegen Lübbecke entwickeln.“

Dabei muss der Trainer weiterhin auf Alexander Hermann verzichten. Der österreichische Nationalspieler hat nach seinem Knochenödem noch Trainingsrückstand. Immerhin: Die Grippe, die den Rechtshänder zuletzt außer Gefecht setzte, ist überwunden. Ausfallen werden auch Benjamin Buric (Muskelverhärtung in der Wade) und Philipp Pöter (Verletzung am großen Zeh).

Ebenso wie Wetzlar ist auch die SG hervorragend ins Jahr 2018 gestartet. In der Liga haben die von Maik Machulla trainierten Nordlichter drei Siege aus drei Spielen feiern können, unter anderem schlug man Melsungen mit 33:29. In der Champions League trennte man sich von Kielce und Veszprem jeweils unentschieden und besiegte auswärts Aalborg. Lediglich gegen Paris gab es eine Niederlage.

„Flensburg hat eine Weltklasse-Abwehr mit dem Dauerbrenner Mattias Andersson dahinter. Er ist einer der größten Handballer in der Geschichte der Bundesliga“, lobt Wandschneider den Gegner. Auch der Angriff der SG lässt keinen Trainer-Wunsch offen. Mit Thomas Mogensen, Jim Gottfridsson, Kentin Mahé, Holger Glandorf, Lasse Svan, Rasmus Lauge und vielen anderen ist enorme Qualität vorhanden. „Es bringt nichts, sich nur auf einen Spieler speziell vorzubereiten, weil dann ein anderer in die Bresche springt“, sagt Wandschneider.