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HSG Wetzlar fährt mit neuem Selbstbewusstsein zu Rhein-Neckar Löwen!

Mit einem Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen kann die HSG Wetzlar nach Punkten aufschließen

Bild: Oliver Vogler

Nach dem wohltuenden Heimsieg gegen den VfL Gummersbach am Montag, geht es für die HSG Wetzlar bereits morgen in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga weiter. Um 16:30 Uhr (auch live bei Dyn) ist die Mannschaft von Trainer Frank Carstens bei den Rhein-Neckar Löwen in der SAP Arena in Mannheim gefordert.

Wie gut tat dieser Montagabend allen, die es mit der HSG Wetzlar halten. Endlich wieder die Humba mit den Fans, endlich wieder die fantastische Stimmung in der Arena erleben und allerorts freudige Gesichter. Auch Frank Carstens war beeindruckt. „Viele sagten Dinge wie: Sowas haben wir lange nicht erlebt, oder: Das haben wir mal gebraucht.“ Das Spiel und der Sieg lösten Emotionen aus, die an vergangene Tage in der Arena erinnerten. Die Stimmung explodierte mit der Hoffnung verbunden, dass die Durststrecke in der eigenen Halle beendet ist. „Ich hatte die Gelegenheit, diese Humba-Nummer mitzuerleben und muss sagen, das habe ich von meiner eigenen Mannschaft selten gesehen“, strahlte Carstens. „Ich bin sonst zu diesem Zeitpunkt immer in der Kabine. Ich habe das wirklich genossen.“

Mannschaft und Fans wollen diese positive Stimmung mit nach Mannheim nehmen, obgleich die Aufgabe in der SAP Arena ungleich schwerer scheint. Die Löwen hinken mit Platz 7 und ausgeglichenem Punkteverhältnis ihren Ansprüchen hinterher. Fünf Punkte fehlen bis zu den Tabellenplätzen, die die Teilnahme an internationalen Wettbewerben garantieren. Das liegt sicherlich auch an den Verletzungssorgen, die sich wie ein roter Faden durch die Saison der Löwen ziehen und die Formschwankungen einzelner Spieler.

Dafür läuft es in der EHF European League umso besser. Dort führt die Mannschaft von Coach Sebastian Hinze die Vorrundengruppe umgeschlagen an und hat sich am Dienstag bereits den Einzug in die Hauptrunde gesichert. In der Bundesliga haben die Löwen zehn ihrer 13 Punkte in der eigenen Halle eingesammelt. Lediglich dem THW Kiel ist es gelungen, die Festung SAP Arena zu knacken.

Grundstein des Löwen-Spiels ist die kompakte 6:0-Deckung, die hinter sich drei der besten Torhüter der Liga hinter sich weiß. „Da haben Sie wirklich Extraklasse anzubieten. Die Abwehr ist sehr variabel und in der Lage, sich auf den jeweiligen Gegner anzupassen. In der Regel versuchen sie das Zentrum sehr defensiv und kompakt zu stellen, haben aber auch immer die Option in ein 3:3 zu wechseln“, erklärte Carstens. Die Wetzlarer Jungs brauchen ein geduldiges Spiel, hohe Passgenauigkeit, ein gutes Zweikampfverhalten und präzise Abschlüsse aus dem Rückraum, um gegen die Löwen bestehen zu können.

Aus dieser Deckung bevorzugen die Löwen das schnelle Spiel nach vorn, um mit einfachen Toren Kraft zu sparen. Hier gilt es für die Wetzlarer Jungs, möglichst wenige technische Fehler zu machen und im Zweifel ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag zu legen. „Wir haben hier gegen Gummersbach viele gute Momente im Rückzug gehabt, doch in der Summe noch sehr viele Aktionen, wo ich nicht zufrieden war und wo wir das gegen die Rhein-Neckar Löwen einfach deutlich besser machen müssen, weil die in einer ähnlichen Qualität das Feld überqueren. Das geht sehr schnell, sie nehmen extrem hohes Risiko und sind eben auch gut im Entscheidungsverhalten und handlungsschnell“, sagte Carstens.

Sind die Löwen im Positionsangriff, kommt es darauf an, die Kreise von Mittelmann Juri Knorr einzuschränken. Er ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Mannschaft. „Wenn er keine hohen Zahlen hat, haben wir die Chance etwas mitzunehmen.“

Die Löwen sind zurzeit zu Hause in der Liga deutlich stärker als auswärts. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie eine Spitzenmannschaft auf die Platte stellen, die jede andere schlagen kann. „Sie haben aus meiner Sicht das Potential am Ende der Saison ganz oben mitzuspielen“, so Carstens. „Jede Mannschaft hat mal eine Delle drin, egal ob das jetzt am Anfang, in der Mitte oder am Schluss ist. Sie haben durch den Europapokal mehr Anforderungen als letztes Jahr, das muss man einfach klar sehen.“

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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