Bedeutsames Heimspiel in ausverkaufter Buderus Arena
Ausverkauftes Haus, direkte Konkurrenz im Tabellenkeller und enorme Bedeutung: Wenn die HSG Wetzlar am Sonntag (15 Uhr) den Bergischen HC empfängt, steht für die Grün-Weißen eines der wichtigsten Heimspiele der laufenden Saison in der Handball-Bundesliga an. 4.421 Zuschauer werden die Mittelhessen in der Buderus Arena unterstützen.
Die aktuelle Lage der HSG Wetzlar
Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Heimsieg könnte die HSG nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln, sondern zugleich den Bergischen HC wieder stärker in den Abstiegskampf hineinziehen. Der Rückstand auf die Gäste würde in diesem Fall auf zwei Punkte schrumpfen.
„Ich muss keinem erklären, wie wichtig diese Partie ist“, sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson. Der Isländer traut seiner Mannschaft zu, die Partie gegen den zuletzt so formstarken Kontrahenten ausgeglichen zu gestalten, macht aber auch deutlich, worauf es ankommt: „Dafür brauchen wir einen deutlich besseren Auftritt als zuletzt in Gummersbach.“
Die Leistungen der HSG sind die dieser Runde einfach zu schwankend. Beim 31:31 im Heimspiel gegen den TVB Stuttgart überzeugte vor allem die Offensive, eine Woche später fehlte es bei der 24:32-Niederlage in Gummersbach hingegen sowohl im Angriff als auch in der Defensive über weite Strecken an der nötigen Intensität.
„Wir wissen alle, worum es am Sonntag geht“, betont Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. „Der BHC hat am Wochenende gezeigt, was er kann. Wenn wir sie spielen lassen, nutzen sie das aktuell konsequent. Entscheidend wird sein, dass wir von Beginn an dagegenhalten.“
Der Gegner: Bergischer HC
Der Tabellen-15. reist mit viel Selbstvertrauen nach Mittelhessen. Beim Final Four des DHB-Pokals sorgten die „Bergischen Löwen“ für Aufsehen, als sie im Halbfinale den SC Magdeburg im Siebenmeterwerfen ausschalteten und auch im Endspiel gegen die Füchse Berlin lange auf Augenhöhe agierten. Am Ende stand die Silbermedaille. Ein verdienter Lohn für ein starkes Turnier.
Auffällig ist vor allem die kompakte und leidenschaftliche Defensive des Aufsteigers. Gleichzeitig verfügt der BHC über etliche gefährliche Optionen im Angriff. Rückraumspieler Sören Steinhaus zählt zu den treffsichersten Akteuren, Kreisläufer Aron Seesing sorgt für enorme Stabilität im Zentrum. Zudem haben Winterneuzugang Fynn Hangstein und Eloy Morante Maldonado zuletzt wichtige Impulse gesetzt.
Auch im Hinspiel stellte der BHC seine Qualität unter Beweis: Beim 32:25-Erfolg überzeugte insbesondere Linkshänder Johannes Wasielewski mit einer makellosen Wurfquote.
Das sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Wir wollen gut in die Partie starten und nicht – wie zuletzt häufiger – früh schon deutlich in Rückstand geraten. Wichtig wird sein, die Halle mitzunehmen. Das hat uns gegen Stuttgart enorm geholfen. Entscheidend ist die Intensität – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wenn die nicht stimmt, brauchen wir über taktischen Maßnahmen gar nicht erst sprechen.“
So kann man die Partie sehen
Wer kein Ticket mehr ergattern konnte, kann die Partie am Sonntag auf zwei Wegen verfolgen: Der Streamingdienst Dyn überträgt die Begegnung live und auf Abruf ab 14.45 Uhr aus der Buderus Arena. Kommentator ist Florian Naß, als Moderatorin ist Annett Sattler im Einsatz. Hier kann man die Übertragung buchen.
Zudem wird das Spiel ab 15 Uhr im frei empfangbaren Livestream von WELT TV auf welt.de gezeigt.










