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„Den Finger in die Wunde legen“

HSG Wetzlar am Freitagabend ab 19 Uhr bei der SG Flensburg-Handewitt zu Gast

Bild: Oliver Vogler

In der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga hat die HSG Wetzlar noch vier Spiele vor sich. Am Freitagabend wartet um 19 Uhr die SG Flensburg-Handewitt in der Campushalle auf die Mannschaft von Trainer Frank Carstens.

Die Flensburger haben sich in den letzten Wochen auf den dritten Tabellenplatz gespielt und sind in der Bundesliga seit sieben Partien ungeschlagen. In der European League hat die SG ihre Staffel mit 10:2 Punkten als Gruppenerster beendet und sich damit souverän für die Hauptrunde qualifiziert.

„Also ich persönlich fahre super gerne nach Flensburg, weil ich immer das Gefühl habe, da geht was“, schmunzelte Carstens. „Die Halle ist eine coole Bude, das muss man mal ganz klar sagen. Die Stimmung ist toll, aber natürlich auch brenzlig. Aber ich habe es auch schon erlebt, dass die Fans ganz ruhig sind, dass da tatsächlich das Schweigen im Walde ist. Das ist natürlich immer ein schöner Moment, wenn man das als Auswärtsmannschaft erlebt.“

Um solche Momente zu erleben, dürfen sich die Wetzlarer Jungs nicht verstecken. Es gilt vor allem das Tempospiel der Flensburger zu unterbinden, um sie in den Positionsangriff zu zwingen. Hier sieht Carstens mit einer stabilen Abwehr die Chance, selbst Bälle zu klauen und ins Gegenstoßspiel zu kommen.

„Der grundsätzliche Ablaufplan für dieses Spiel ist, dass wir in der Offensive unsere Möglichkeiten finden müssen“, sagte Carstens. „In der Abwehr variieren sie hin und wieder, gehen mal etwas weiter nach vorne. Aber in der Regel versuchen sie mit dem Block und mit ihrem hervorragenden Torhütergespann zu arbeiten. Da gibt es Parallelen zum Spiel gegen Berlin und die Mittel, die wir dafür ausgewählt haben, sind nicht die schlechtesten gewesen. Das wollen wir wieder anspielen und da müssen wir die Chancen nutzen. Und dann? Irgendwann im Laufe des Spiels ein bisschen über uns hinauswachsen, so wie wir das ja auch schon ein, zweimal geschafft haben dieses Jahr.“ Handball kann so einfach sein.

Flensburg hatte zu Saisonbeginn ein paar Punkte liegen lassen, die so sicherlich nicht eingeplant waren. Die Mannschaft wurde auf wichtigen Positionen komplett neu zusammengestellt. Die SG geht im Vorwärtsgang ein hohes Risiko, will mit viel Schwung und Energie zu schnellen Toren kommen. „Wir müssen den Finger in die Wunde des Rückzugs legen. Es ist immer gut, wenn sich der Gegner ein bisschen sicher fühlt. Die können gerne am Anfang führen, das ist OK. Wichtig ist, dass man sich auf jeden Fall nicht abhängen lässt. Und dann gibt es irgendwann so diese entscheidenden Situationen, manchmal erst am Schluss, wo sich dann ein solches Spiel entscheidet. Das wäre der ideale Zeitpunkt, aber ich habe auch nichts dagegen, wenn wir früher führen und das dann durchbringen“, erklärte Carstens.

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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