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HSG Wetzlar gewinnt den 35. Linden Cup

Dritter Sieg im dritten Spiel: Die Mittelhessen bezwingen den HSC 2000 Coburg mit 38:33.

Foto: Oliver Vogler

Dass seine Mannschaft mit dem dritten Sieg im dritten Spiel den Siegerpokal des 35. Linden Cups mit nach Hause nehmen durfte, freute Rúnar Sigtryggsson natürlich. „Das ist sehr positiv und tut uns nach der schwierigen letzten Saison gut“, sagte der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. Für die Leistung seiner Mannschaft im abschließenden Turnierspiel am Samstagabend gegen den Zweitligisten HSC 2000 Coburg fand der Coach trotz des 38:33 (18:19)-Erfolgs allerdings auch kritische Worte.

„Wir hatten im ersten Durchgang in der Abwehr große Probleme. Wobei wir das nicht nur auf die Deckung schieben dürfen. Es gab anfangs keine Unterstützung durch die Torhüter und vorne haben wir stellenweise zu leicht die Bälle verloren, sodass Coburg über Tempogegenstöße zum Erfolg kam“, analysierte Sigtryggsson.

Seine Mannschaft geriet nach 17 Minuten mit 8:13 in Rückstand, fand in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs aber zunehmend besser in die Partie. Der eingewechselte Bart Ravensbergen parierte einige Würfe, im Angriff agierten die Grün-Weißen wieder konsequenter. Der Lohn war der 18:18-Ausgleich kurz vor der Pause, ehe Coburg mit einer knappen 19:18-Führung in die Kabine ging.

Nach Wiederbeginn zog der HSC zunächst wieder auf drei Treffer davon (21:18, 32.). Danach stabilisierte sich die HSG-Deckung jedoch merklich. Nach knapp 40 Minuten brachte Nikolaj Laeso die Mittelhessen erstmals seit dem frühen 4:3 wieder in Führung (25:24). Fünf Minuten später lag der Bundesligist bereits mit vier Toren vorne (31:27) und spielte zudem in Überzahl.

Doch wie schon in den beiden anderen Turnierpartien gegen den TV Hüttenberg und Pfadi Winterthur gelang es den Wetzlarern nicht, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. „Daran müssen wir unbedingt arbeiten und uns verbessern“, merkte Sigtryggsson an. Die Grün-Weißen ließen zwei Tempogegenstöße ungenutzt, leisteten sich zudem zwei technische Fehler und brachten ihren Kontrahenten damit noch einmal zurück ins Spiel. Neuneinhalb Minuten vor Schluss verkürzte der Zweitligist auf 30:32.

In der Schlussphase hatte die HSG Wetzlar allerdings noch einmal mehr zuzusetzen als ihr Gegner. Die Mittelhessen zogen auf 36:31 (57.) davon und ließen sich den Erfolg nicht mehr nehmen. Mit dem 38:33-Endstand war der dritte Sieg im dritten Spiel und damit der Turniersieg beim 35. Linden Cup perfekt.

Bei aller Kritik am vor allem defensiv lange fehlerhaften Auftritt zog Rúnar Sigtryggsson nach der Turnierwoche insgesamt aber ein positives Fazit: „Ich wollte Fortschritte sehen und die habe ich gesehen. Wir sind in dieser Woche weitergekommen und haben uns insgesamt gut präsentiert.“

Wetzlar: Ravensbergen (ab 11.), Bartucz – Kirschner (2), Mappes (2), Theiß (7), Simic (6), Overby (3), Piroch (2), Pehlivan (1), Akakpo, Schoch, Laeso (4), Löwen (n.e.), Kompenhans (1), Nafea (10/1).   

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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