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HSG Wetzlar gewinnt den Krimi in Leipzig

Beim 25:24 feiern die Mittelhessen den ersten Saisonsieg / Abwehrumstellung bringt die Wende

Bild: Emily Diehl

Wie groß die Erleichterung bei den Spielern der HSG Wetzlar war, zeigte sich nach dem Schlusspfiff. Gemeinsam mit den mitgereisten Fans bejubelten die Mittelhessen im dritten Saisonspiel der Handball-Bundesliga freudestrahlend und tanzend den ersten Sieg. Mit 25:24 (12:13) setzten sich die Grün-Weißen in einem nervenaufreibenden Match knapp beim SC DHfK Leipzig durch und weisen nun mit 3:3-Punkten eine ausgeglichene Bilanz vor.

Der Spielverlauf

Die Wetzlarer konnten nur selten an ihre furchtlosen Auftritte gegen die beiden Top-Teams aus Flensburg und Kiel anknüpfen. Die zuletzt in Kiel fehlenden Dominik Mappes (Fußverletzung) und Jona Schoch (Gehirnerschütterung) waren zwar mit an Bord, beide aber noch nicht wieder in Vollbesitz ihrer Kräfte.  Zudem merkte man jedem einzelnen an, dass er wusste, dass in dieser Partie gegen die mit zwei Niederlagen gestarteten Sachsen mehr auf dem Spiel stand. Während die HSG-Deckung gut arbeitete, fehlte der Wetzlarer Offensive die Leichtigkeit und auch das Tempo der ersten Spiele. Weil es den Hausherren ähnlich ging, entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der der SC DHfK zumeist mit einem oder zwei Treffer in Front lag. Der Sportclub konnte sich – wie so oft in Duellen mit der HSG Wetzlar – auf seinen wurfgewaltigen Linkshänder Franz Semper verlassen, der insgesamt zehn Treffer erzielte. 

In der 39. Minute folgte ein Schockmoment. Auf der Tribüne musste eine Person medizinisch versorgt werden. Die Partie wurde beim Stand von 16:15 für Leipzig  für längere Zeit unterbrochen. Als die Person aus der Halle abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht wurde, ging es weiter – aber erst einmal wenig erbaulich für die Gäste. „Auf einmal waren die Beine schwer und wir kamen nicht in die Gänge“, gab Kreisläufer Josip Simic hinterher zu. 

Leipzig zog auf 19:15 weg (44.) und lag auch beim 20:16 noch mit vier Treffern in Front. Wetzlars Trainer Momir Ilic stellte die Deckung um. Ahmed Nafea agierte fortan als vorgezogener Spieler in einer 5:1-Variante – es war der entscheidende Schachzug. 

Auch wenn die Gäste sogar noch einige Chancen ausließen, so kamen sie zum 20:20-Ausgleich (53.) und gingen beim 23:22 durch Stefan Cavor in der 56. Minute erstmals wieder in Führung. Als dann Philipp Ahouansou das 24:22 (57.) und Ahmed Nafea 135 Sekunden vor dem Ende das 25:22 erzielte, schien es so, als sei der Auswärtssieg schon perfekt. Aber die Wetzlarer machten es noch einmal spannend, ließen beste Gelegenheiten von Links- und Rechtsaußen liegen und brachten bei den Hausherren die Hoffnung zurück. Weil aber der insgesamt starke Torwart Anadin Suljakovic glänzend gegen den freistehenden Lukas Krzikalla parierte und auch den direkten Freiwurf der Sachsen ganz am Ende abwehrte, war der Auswärtstriumph und der damit verbundene große Jubel perfekt.

Das sagt Trainer Momir Ilic

„Wir sind glücklich über den ersten Sieg und ich bin sehr zufrieden, dass meine Mannschaft so eine Schlussviertelstunde abgeliefert hat. Wir hatten durch einige Verletzungen und die generell hohe Belastung in dieser Woche schon einige Probleme. Man hat gesehen, dass wir nicht so viel Energie hatten. Die Abwehrumstellung beim Vier-Tore-Rückstand hat viel bewirkt. Das war der entscheidende Punkt, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben Charakter und Moral bewiesen. Das war sehr gut und macht mich sehr glücklich.“

Der Ausblick

In genau einer Woche steht das nächste Heimspiel für die HSG Wetzlar an. Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) kommt der TBV Lemgo Lippe in die Buderus Arena. Für dieses Spiel gibt es noch Sitz- und Stehplatzkarten und dazu einige Ticketaktionen – unter anderem für Familien. Buchung sind online unter tickets.hsg-wetzlar.de möglich und auf der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar in der Buderus Arena.

Das Stenogramm

Leipzig: Ebner, Mrkva (13 Paraden) – Piroch, Krzikalla, Binder (1), Mamic, Lönn (2), Khairi Nasralla (6), Peter, Bogojevic (1), Preuss, Gauer, Semper (10), Hinriksson (4/3), Hertzfeld, Koschek.
Wetzlar: Suljakovic (11 Paraden), Pantel (n.e.) – Grahovac (2), Vistorop (2), Mappes (1/1), Theiß (3), Simic (5), Ahouansou (4), Akakpo, Weimer, Müller, Löwen, Zacharias (n.e.), Cavor (4), Nafea (4/1).
Schiedsrichter: Heine/Standke (Wendeburg/Ronnenberg) – Zuschauer: 3713 – Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Nächstes Spiel

23.05.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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