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HSG Wetzlar misst sich mit dem nächsten Top-Klub

Im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach wollen die Mittelhessen am Sonntag vor allem Leidenschaft aufs Feld bringen

Foto: Jenny Roeczey

Nach dem Auswärtsspiel beim SC Magdeburg wartet auf die HSG Wetzlar am Sonntag die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der OPEL Handball-Bundesliga. Um 16:30 Uhr empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson den VfL Gummersbach in der Buderus Arena. Gegen die Oberbergischen wollen die Grün-Weißen vor heimischem Publikum eine Reaktion zeigen – und aus den bislang immer wieder vorhandenen guten Phasen endlich einen möglichst konstanten Auftritt über 60 Minuten machen.

Die aktuelle Lage der HSG Wetzlar

Mit 1:7 Punkten ist die HSG nicht so in die neue Spielzeit gestartet, wie sie es sich vorgenommen hatte. Nach den Niederlagen gegen die SG BBM Bietigheim und beim TBV Lemgo Lippe sowie dem 31:31 gegen den ThSV Eisenach mussten sich die Mittelhessen zuletzt beim SC Magdeburg mit 30:38 geschlagen geben. Vor allem die erste Halbzeit, nach der Wetzlar bereits mit 14:23 zurücklag, entsprach dabei nicht den eigenen Ansprüchen. Nach der Pause zeigte die HSG zwar ein anderes Gesicht, die Hypothek aus den ersten 30 Minuten war jedoch zu groß.

Entsprechend klar formuliert Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf seine Erwartungen für Sonntag: „Da kommt eine enorme Qualität auf uns zu. Mit Alex Dujshebaev und Nikola Roganovic haben die Gummersbacher Weltklasse-Spieler dazubekommen. Ich wünsche mir, dass es unsere Mannschaft mal wieder schafft, die Arena anzuzünden. Das funktioniert aber nur, wenn man nicht noch einmal so wenig Bereitschaft zeigt, Zweikämpfe zu führen wie in Magdeburg. Der Weg muss sein, dass alle alles geben, dass wir volle Leidenschaft aufs Feld bringen. Was dann herausspringt, wird man sehen. Natürlich wollen wir etwas mitnehmen, wir kennen aber auch die Qualität des Gegners.“

Der Gegner: Gummersbacher Rückraum mit enormer Qualität

Der VfL reist seinerseits mit 3:5 Punkten nach Mittelhessen. Die bisherige Bilanz sollte allerdings nicht über die Qualität der Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson hinwegtäuschen. Nach der knappen Auftaktniederlage gegen den SC Magdeburg holte Gummersbach einen Punkt gegen die MT Melsungen und setzte mit einem Auswärtssieg bei den Rhein-Neckar Löwen ein Ausrufezeichen. Zuletzt unterlag der VfL bei den Füchsen Berlin mit 28:33.

Besonders im Rückraum verfügt der Traditionsverein über zahlreiche hochkarätige Optionen. Neben Nationalspieler Miro Schluroff, Linkshänder Kay Smits und Neuzugang Alex Dujshebaev sorgt insbesondere Nikola Roganovic für Aufsehen. Der 20-jährige Schwede hat nach vier Spieltagen bereits 30 Treffer erzielt und traf allein gegen die MT Melsungen 16-mal.

„Der VfL Gummersbach spielt einen sehr guten Handball. Die Rückraumspieler sind sehr variabel. Sie sind stark im Eins-gegen-eins, können aber auch von zwölf Metern werfen. Das macht die Aufgabe so anspruchsvoll“, sagt HSG-Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson. Gleichzeitig sieht der Isländer durchaus Möglichkeiten für seine Mannschaft: „Sicherlich hat man aber auch gesehen, dass bislang noch nicht alles so rund läuft wie gewünscht. Das gibt uns Möglichkeiten, die wir natürlich ergreifen wollen. Grundsätzlich brauchen wir eine deutlich bessere Leistung als zuletzt in Magdeburg.“

Eine zentrale Aufgabe wird dabei erneut die Arbeit in der Defensive sein. Gegen Eisenach hatte die HSG mit lediglich zwölf Gegentreffern in der ersten Halbzeit gezeigt, welches Niveau sie in der Deckung erreichen kann. Zuletzt fehlte es jedoch an der nötigen Konstanz. Gegen die individuell starken und variablen Gummersbacher soll die Abwehr wieder aggressiver agieren, die Zweikämpfe annehmen und den eigenen Torhütern damit bessere Voraussetzungen verschaffen.

Fragezeichen hinter Simic – Schoch fällt voraussichtlich aus

Personell gibt es vor dem Heimspiel noch Fragezeichen. Kapitän Josip Simic arbeitet nach seiner Bauchmuskelverletzung an seinem Comeback. „Josip Simic ist langsam ins Training eingestiegen. Bei ihm müssen wir schauen, ob es bis Sonntag klappt“, erklärt Sigtryggsson.

Bei Jona Schoch stehen die Zeichen dagegen auf Ausfall. Der Rückraumspieler hatte sich gegen Eisenach eine Gehirnerschütterung zugezogen. „Jona hat noch nicht wieder trainiert. Bei ihm gehe ich davon aus, dass er nicht rechtzeitig fit wird“, so der HSG-Coach.

Weltkindertag mit zahlreichen Aktionen in der Buderus Arena

Auch abseits des Spielfeldes lohnt sich am Sonntag ein früher Besuch der Buderus Arena. Passend zum Weltkindertag hat die HSG gemeinsam mit ihren Partnern ein umfangreiches Programm für die jüngsten Besucherinnen und Besucher vorbereitet.

Im Foyer warten unter anderem Ballontiere, Glitzertattoos und eine Malecke auf die Kids. An der Buderus-Torwand können die kleinen Handballfans selbst aktiv werden, das OBI-Maskottchen verteilt Süßigkeiten und bei gutem Wetter steht auf dem Vorplatz eine Hüpfburg bereit. Zudem erhält jedes Kind von der Buderus Arena eine Kugel Eis. Auch im HSG-Fanshop gibt es spezielle Angebote auf ausgewählte Kinder-Fanartikel. Während der Halbzeit werden zudem Kinder das Gewinnspiel bestreiten, bei dem ein HSG-Trikot gewonnen werden kann.

Sitzplätze ausverkauft – Stehplatzkarten noch erhältlich

Die Sitzplätze für das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach sind bereits komplett ausverkauft. Stehplatzkarten sind dagegen noch in ausreichender Zahl verfügbar.

Tickets gibt es online unter tickets.hsg-wetzlar.de. Am Spieltag öffnet die Tageskasse an der Buderus Arena um 15 Uhr. Anwurf der Partie ist um 16:30 Uhr.

Wer es nicht in die Buderus Arena schafft, kann die Begegnung live und auf Abruf bei Dyn verfolgen.

 

Letztes Spiel

20.09.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

33 : 36

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