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HSG Wetzlar verliert nach bitterer Schlussphase in Hamburg

Knapp sieben Minuten vor dem Ende steht es 30:30, am Ende unterliegen die Mittelhessen mit 32:37.

Foto: Thorge Huter

Die HSG Wetzlar muss weiter auf den ersten Saisonsieg in der OPEL Handball-Bundesliga warten. Beim HC Hamburg unterlagen die Grün-Weißen am Sonntagabend mit 32:37 (17:16). Dabei war die Mannschaft von Trainer Rúnar Sigtryggsson über weite Strecken der Partie mindestens auf Augenhöhe und hatte beim 30:30 knapp sieben Minuten vor dem Ende noch alle Chancen auf Zählbares. Eine folgenschwere Schwächephase in der Crunchtime kostete den Mittelhessen jedoch die Möglichkeit auf die ersten Auswärtspunkte der Saison. Bester Wetzlarer Werfer war Niklas Theiß mit elf Treffern.

Der Spielverlauf

Die Mittelhessen, die weiterhin auf Jona Schoch (Gehirnerschütterung) und Laszlo Bartucz (Rückenprobleme) verzichten mussten, erwischten in der Hamburger Sporthalle den besseren Start und führten mit 3:0 (3.). Doch die Gastgeber fanden zunehmend besser in die Begegnung und drehten die Partie. Beim 7:5 hatte sich der HC Hamburg erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeitet, beim 11:8 lagen drei Tore zwischen den beiden Teams. 

Doch es entwickelte sich das erwartbar umkämpfte Duell zweier Mannschaften, die beide noch auf ihren ersten Saisonsieg warteten. Mal hatte Hamburg Vorteile, dann übernahm wieder die HSG das Kommando. Vor allem gegen Ende des ersten Durchgangs gelang es den Grün-Weißen, das Blatt noch einmal zu wenden. Mit einer knappen Ein-Tore-Führung ging Wetzlar schließlich in die Kabine.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten wiederum die Gastgeber. Hamburg erhöhte das Tempo, nutzte seine Möglichkeiten und übernahm erneut die Führung. 22:20 hieß es nach 38 Minuten, 29:26 nach 50 Minuten. Doch abschütteln ließ sich die HSG Wetzlar nicht. Die Mittelhessen blieben in Schlagdistanz und kämpften sich wieder heran. Als HSG-Keeper Bart Ravensbergen ins verwaiste Gehäuse der Norddeutschen traf, stand es etwas weniger als sieben Minuten vor Schluss 30:30. Alles war noch offen. 

Doch ausgerechnet jetzt erwischte die HSG ihre schwächste Phase des Abends.

Beide Mannschaften gingen mit dem siebten Feldspieler ins Risiko. Während Hamburg daraus Kapital schlagen konnte, häuften sich auf Wetzlarer Seite plötzlich die Fehler. Ein Siebenmeter blieb ungenutzt, zwei Anspiele an den Kreis fanden ihr Ziel nicht, dazu kamen ein Fehlwurf aus dem Rückraum und ein weiterer Ballverlust auf Rechtsaußen.

Fehler, die Hamburg konsequent bestrafte – alleine zwei Mal mit Treffern ins leere Wetzlarer Tor. Vier Mal in Folge waren die Hansestädter erfolgreich und machten aus dem 30:30 bis zur 58. Minute ein 34:30. Damit war eine Partie entschieden, in der für die HSG Wetzlar lange Zeit deutlich mehr möglich gewesen war.

Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson

„Wir hätten natürlich gerne den ersten Sieg eingefahren, aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass das nicht geklappt hat. Wir hatten in der ersten Halbzeit anfangs Probleme im Angriff. Das änderte sich dann mit der Einwechslung von Paul Kompenhans. Mit ihm hatten wir mehr Tiefe und sind wieder in Führung gegangen. Leider hat er sich in der zweiten Halbzeit verletzt und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Ab dann sind wir in alte Muster verfallen, waren zu ungefährlich, haben uns zu viele technische Fehler geleistet und auch das Sieben gegen Sechs hat nicht gut funktioniert. Hamburg hat jeden technischen Fehler von uns mit einem Gegentreffer bestraft. Das war dann einfach zu viel für uns.“

Der Ausblick

Schon am Freitagabend sind die Wetzlarer wieder gefordert. In der heimischen Buderus Arena empfangen die Grün-Weißen die Rhein-Neckar Löwen. Anwurf ist um 19 Uhr. Stehplatzkarten gibt es unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle. 

Das Stenogramm

Hamburg: Haug (5 Paraden), Nowottny (1 Parade) – Gadza, Norlyk (9), Kofler (6), Jörgensen (4), Axmann, Geenen (4), Andersen (7/1), Beyer (3/1), Olafsson (n.e.), Daling (n.e.), Unbehaun (n.e.), Schmidt (1), Hadzic, Hovde (3).
Wetzlar: Ravensbergen (13 Paraden/1 Tor), Pantel – Kirschner (3/1), Mappes (2), Theiß (11), Simic (2), Overby, Piroch (1), Pehlivan (1), Akakpo (n.e.), Soler (4), Laeso (4), Löwen, Kompenhans (3), Nafea (n.e.).
Schiedsrichter: Blümel/Linker (Berlin/Recklinghausen) – Zuschauer: 2403 – Zeitstrafen: 2:6 Minuten. 

 

Letztes Spiel

27.09.2026 - 18:00 Uhr
Sporthalle Hamburg

37 : 32

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