HSG Wetzlar vor hoher Pokal-Hürde
Nur zehn Tage nach dem Aufeinandertreffen in der OPEL Handball-Bundesliga führt die Reise der HSG Wetzlar erneut zum SC Magdeburg. Am Mittwochabend (19 Uhr) sind die Grün-Weißen in der 2. Runde des DHB-Pokals beim Deutschen Meister gefordert. Die Mittelhessen erwartet damit eine der wohl schwierigsten Aufgaben, die der Wettbewerb zu bieten hat.
Wie hoch die Hürde in Magdeburg ist, hat die Mannschaft von HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson gerade erst am eigenen Leib erfahren. Beim Bundesligaduell am 13. September unterlagen die Wetzlarer dem SCM mit 30:38 (14:23). Vor allem die erste Halbzeit verlief aus Sicht der Grün-Weißen enttäuschend. Nach 23 Gegentreffern in den ersten 30 Minuten war die Partie bereits zur Pause nahezu entschieden.
Auch am vergangenen Sonntag gegen den VfL Gummersbach hatten die Wetzlarer Schwierigkeiten, von Beginn an den notwendigen Zugriff in der Defensive zu bekommen. Beim 33:36 in der Buderus Arena kämpften sich die Gastgeber nach deutlichem Rückstand zwar noch einmal heran, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.
„Wir müssen uns deutlich steigern gegenüber unserem Meisterschaftsspiel in Magdeburg vor zehn Tagen. Vor allem müssen wir uns in der Anfangsphase besser präsentieren. Das war auch am Sonntag gegen Gummersbach unser großes Problem. Wenn wir so schlecht starten, laufen wir der Musik von Beginn an hinterher“, sagt Rúnar Sigtryggsson.
Der SC Magdeburg ist stark in die neue Saison gestartet und musste erst am vergangenen Sonntag die erste Pflichtspielniederlage hinnehmen. Bei der MT Melsungen verlor die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert mit 34:37 (14:19). Dabei geriet der Deutsche Meister früh in Rückstand und leistete sich insgesamt 15 technische Fehler. Zwischenzeitlich lag der SCM mit neun Treffern zurück, ehe er sich in der Schlussphase noch einmal herankämpfte.
Sigtryggsson erwartet deshalb einen hochmotivierten Gegner: „Wie gut der SCM ist, haben wir gerade erst am eigenen Leib erfahren. Sicherlich werden die Magdeburger nach der Niederlage am Sonntag bei der MT Melsungen Wiedergutmachung betreiben wollen. Wir müssen uns also in Bestform präsentieren, um gegen dieses Kaliber dagegenhalten zu können.“
Personell müssen die Grün-Weißen weiterhin auf Jona Schoch verzichten, der aufgrund seiner Gehirnerschütterung ausfällt. Auch Torhüter Laszlo Bartucz steht wegen Rückenproblemen nicht zur Verfügung. Alois Mraz und Hendrik Pantel aus der eigenen U23 reisen mit der Mannschaft nach Magdeburg. Hinter dem Einsatz von Paul Kompenhans steht noch ein Fragezeichen.
Anwurf der Partie in Magdeburg ist am Mittwochabend um 19 Uhr. Dyn überträgt das Pokalspiel live und auf Abruf ab 18.45 Uhr.









