Zum Hauptinhalt springen

HSG Wetzlar wartet weiter auf den ersten Saisonsieg

Grün-Weiße unterliegen dem HC Erlangen mit 30:34 / Drittes Pink-Game setzt wichtiges Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs

Foto: Oliver Vogler

Ernüchternder Abend für die HSG Wetzlar: Die Grün-Weißen haben auch im Heimspiel gegen den HC Erlangen den erhofften Befreiungsschlag verpasst und warten in der OPEL Handball-Bundesliga weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Rúnar Sigtryggsson musste sich den Franken am Donnerstagabend mit 30:34 (14:17) geschlagen geben und bleiben mit 2:16 Punkten Tabellenletzter.

Abseits des sportlichen Geschehens stand die Begegnung im Zeichen einer wichtigen Botschaft: Bereits zum dritten Mal veranstaltete die HSG Wetzlar ihr Pink-Game, um im Brustkrebsmonat Oktober auf die Erkrankung aufmerksam zu machen und für die Bedeutung der Früherkennung zu sensibilisieren. Rund um den Spieltag und auch im Nachgang werden Spenden und Erlöse gesammelt, die dem Verein Brustkrebs Deutschland e.V. zugutekommen.

Der Spielverlauf

Vor den Augen von Bundestrainer Alfred Gislason legten beide Mannschaften ein beeindruckendes Tempo vor. Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da stand es bereits 3:3. Anschließend beruhigte sich das Geschehen etwas, die Partie blieb zunächst jedoch ausgeglichen. Als Niklas Theiß, mit neun Treffern bester Torschütze der Begegnung, die Gastgeber in der 19. Minute mit 9:8 in Führung brachte, schien für die ganz in Pink angetretenen Wetzlarer noch alles möglich. Allerdings waren die Grün-Weißen zu diesem Zeitpunkt bereits mehrfach am wiedergenesenen Erlanger Schlussmann Rubens Pierre gescheitert.

In der Folge schlichen sich zunehmend Fehler in das Spiel der Hausherren ein, während die Gäste ihre Linie konsequent beibehielten. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt“, freute sich HCE-Trainer Johannes Sellin über den Auftritt seines Teams. Die Franken konnten sich nicht nur auf ihren starken Torhüter verlassen, sondern überzeugten auch mit einer stabilen Defensive und fanden im Angriff immer wieder passende Lösungen. So erspielten sie sich bis zur Halbzeit eine Drei-Tore-Führung.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich die ernüchternde Entwicklung aus Wetzlarer Sicht fort. Die Mittelhessen fanden kaum Mittel gegen die Gäste, die ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten. „Erlangen hat mit uns gemacht, was sie wollten“, ärgerte sich HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson. Nach dem 18:22 (37.) folgte eine besonders schwache Phase der Gastgeber: Innerhalb von knapp acht Minuten kassierten sie einen 2:7-Lauf und lagen beim 20:29 (46.) bereits nahezu aussichtslos zurück.

Immerhin zeigte der Tabellenletzte in der Schlussphase noch einmal Gegenwehr. Nach dem 24:32 (53.) gelang es den Grün-Weißen, den Rückstand zumindest etwas zu verkürzen und das Ergebnis am Ende mit 30:34 noch einigermaßen erträglich zu gestalten. An der deutlichen Niederlage und der Enttäuschung über den eigenen Auftritt änderte das allerdings nichts.

„Das Beste ist noch das Schlussresultat. Und das ist sehr bitter, dass man das bei einer 30:34-Heimniederlage sagen muss“, zeigte sich auch Michael Allendorf, Sport-Geschäftsführer der HSG Wetzlar, sichtlich enttäuscht. Seine selbstkritische Bilanz fiel entsprechend deutlich aus: „Wir waren heute weit davon entfernt, etwas Zählbares mitzunehmen.“

Das sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson

„Wir haben viel zu wenig Gegenwehr gezeigt. Einige Leistungen von uns waren auf ganz niedrigem Niveau. Erlangen war in allen Bereichen besser. Es war richtig enttäuschend. Wir haben als Mannschaft versagt.“

Der Ausblick

Für die HSG Wetzlar geht es in zehn Tagen mit einer schweren Auswärtsaufgabe weiter. Dann gastieren die Grün-Weißen bei den Füchsen Berlin. Das nächste Heimspiel steht am Sonntag, 1. November, auf dem Programm. Um 15 Uhr empfängt die HSG die MT Melsungen zum Hessenderby in der Buderus Arena. Für die Begegnung sind nur noch Stehplatzkarten erhältlich. Tickets gibt es online unter tickets.hsg-wetzlar.de sowie in der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar in der Buderus Arena (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

Das Stenogramm

Wetzlar: Ravensbergen (3 Paraden), Bartucz (3 Paraden), Pantel (n.e.) – Kirschner, Mappes (2), Theiß (9), Simic (3), Øverby, Piroch (3), Mraz (n.e.), Akakpo (2), Soler (6/3), Læsø (1), Löwen, Kompenhans (3), Nafea (1).
Erlangen: Pierre (13 Paraden), Ghedbane (1 Parade), Herceg (n.e.) – Bandlow (4/2), Nissen (5), Yannik Bialowas (3), Øverjordet (3), Firnhaber (7), Bissel, Morante (2), Lochman (1), Buck, Steinert, Kristjansson (5/4), Gebala (3), Gömmel (1).
Schiedsrichterinnen: Kuttler/Merz (/Ostrach/Oberteuringen) – Zuschauer: 3246 – Zeitstrafen: 12:6 Minuten.

Nächstes Spiel

25.10.2026 - 16:30 Uhr
Max-Schmeling-Halle

Premium-Sponsoren

Hauptsponsor

Premium-Sponsoren


Co-Sponsoren