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HSG Wetzlar will an der Elbe den Bock umstoßen

Zwei Teams, die noch auf den ersten Saisonsieg warten, treffen aufeinander: Die Mittelhessen gastieren am Sonntag um 18 Uhr beim HC Hamburg.

Foto: Emily Diehl

Für die HSG Wetzlar steht am Sonntagabend ein wichtiges Auswärtsspiel in der OPEL Handball-Bundesliga auf dem Programm. Um 18 Uhr gastieren die Grün-Weißen in der Sporthalle Hamburg beim Handball Club Hamburg. Beide Mannschaften haben nach fünf Spieltagen jeweils einen Punkt auf dem Konto und warten noch auf ihren ersten Saisonsieg. Während die Hamburger zuletzt mehrfach nur knapp an einem Erfolg vorbeigeschrammt sind, will die HSG die positiven Ansätze aus dem Pokalspiel beim SC Magdeburg mitnehmen und endlich mehr Konstanz in ihr Spiel bekommen.

Das Ergebnis war am Ende deutlich, dennoch hatte HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson bei der 28:38-Pokal-Niederlage am Mittwochabend beim Deutschen Meister auch Fortschritte seiner Mannschaft gesehen. Im Vergleich zum Ligaspiel an gleicher Stelle zehn Tage zuvor präsentierten sich die Mittelhessen über weite Strecken verbessert. Ein großes Manko blieb allerdings die Fehlerquote: Insgesamt 17 technische Fehler leistete sich die HSG – gegen eine Mannschaft wie Magdeburg eine Hypothek, die kaum zu kompensieren ist.

„Es war insgesamt nicht so schlecht, wie es aussieht, wenn man nur das Endergebnis sieht. Die technischen Fehler haben uns das Genick gebrochen, weil Magdeburg das zumeist direkt mit eigenen Treffern bestraft hat“, blickt Sigtryggsson zurück. „Insgesamt waren es 17 technische Fehler. Das ist zu viel. Hier müssen wir uns sofort wieder verbessern. Aber in der Analyse hat man auch gesehen, dass wir viele Dinge besser gemacht hatten als noch zehn Tage zuvor im Ligaspiel gegen Magdeburg. Darauf müssen wir aufbauen und uns weiter kontinuierlich steigern.“

Genau diese Steigerung soll am Sonntag in Hamburg sichtbar werden. In den ersten Wochen der neuen Saison fehlte es den Mittelhessen noch an der nötigen Konstanz. Gute Phasen wechselten sich zu häufig mit schwächeren ab, auch individuell gelang es bislang zu selten, die vorhandene Qualität über 60 Minuten gleichzeitig auf die Platte zu bringen. In Hamburg soll nun der nächste Schritt folgen.

Die Ausgangslage verleiht der Partie zusätzliche Brisanz. Wie die HSG wartet auch der Handball Club Hamburg noch auf seinen ersten Sieg in der laufenden Bundesliga-Runde. „Es ist noch jung in der Saison. Aber für beide Mannschaften wäre es wichtig, den ersten Sieg in der Liga zu landen“, sagt Sigtryggsson. „Für mich fühlt es sich nicht gut an, noch ohne Sieg dazustehen. Ein Erfolgserlebnis würde zwangsläufig eine gewisse Erleichterung bringen.“

Aus HSVH wird HCH

Für die Gastgeber begann die neue Saison auch mit einem neuen Namen. Aus dem Handball Sport Verein Hamburg wurde vor der Spielzeit der Handball Club Hamburg. Sportlich blieb die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen bislang zwar ebenfalls ohne Sieg, war dem ersten doppelten Punktgewinn allerdings bereits mehrfach sehr nahe. Gegen den TVB Stuttgart gab es beim 34:34 den bislang einzigen Zähler. In Hannover unterlag der HCH lediglich mit 28:30, gegen Frisch Auf Göppingen mit einem Treffer Unterschied und zuletzt bei der SG Flensburg-Handewitt mit 34:37.

Gerade der Auftritt in Flensburg unterstrich die Qualität der Hamburger. Nicolaj Jørgensen ragte dabei mit zwölf Treffern heraus, elf davon erzielte er aus dem Feld. Der Rückraumspieler nimmt im Angriffsspiel der Hanseaten eine zentrale Rolle ein.

„Die Hamburger verfügen über eine sehr gute erste Sieben. Das hat man zuletzt in der Liga im Auswärtsspiel in Flensburg gesehen“, warnt Sigtryggsson. „Nicolaj Jørgensen ist der Go-to-guy des Teams. Ihn müssen wir in den Griff kriegen. Aber mit Oliver Norlyk und Elias Kofler haben sie weitere sehr starke Rückraumspieler. Sie spielen einen sehr schnellen, intensiven Handball. Da kommt einiges auf uns zu. Aber wir haben das Potenzial dagegenzuhalten und müssen uns keineswegs verstecken.“

Erschwert wird die Situation der Hamburger durch den langfristigen Ausfall von Moritz Sauter, der aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlt. Zudem musste der HCH im Sommer den Abgang von Jacob Lassen zu den Rhein-Neckar Löwen verkraften und damit einen seiner konstantesten Angreifer der vergangenen Jahre ersetzen.

Unter der Woche gelang den Hamburgern allerdings ein wichtiges Erfolgserlebnis. Im DHB-Pokal setzte sich der HCH am Dienstag mit einem Treffer Vorsprung beim Zweitligisten HC Elbflorenz durch und zog in die nächste Runde ein.

Personelle Fragezeichen bei der HSG

Bei der HSG Wetzlar bleibt die personelle Situation vor der Reise in den Norden angespannt. Jona Schoch wird aufgrund seiner Gehirnerschütterung weiterhin fehlen. Bei Torhüter Laszlo Bartucz, der zuletzt aufgrund von Rückenproblemen passen musste, und Spielmacher Paul Kompenhans, der das Pokalspiel wegen der Nachwirkungen eines grippalen Infekts verpasst hatte, gibt es dagegen Hoffnung. Beiden geht es besser. Ob ein Einsatz am Sonntag bereits sinnvoll ist und sie die Reise nach Hamburg antreten, wird kurzfristig entschieden.

Der Streamingdienst Dyn überträgt die Partie live und auf Abruf ab 17.45 Uhr. Hier kann man die Übertragung buchen.

Letztes Spiel

27.09.2026 - 18:00 Uhr
Sporthalle Hamburg

37 : 32

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