Zum Hauptinhalt springen

Pokal-Aus beim Deutschen Meister

HSG Wetzlar unterliegt beim SC Magdeburg mit 28:38 / Sonderlob von SCM-Coach Wiegert für HSG-Torwart Hendrik Pantel

Foto: Katja Müller

Die HSG Wetzlar ist in der zweiten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Die Mittelhessen unterlagen am Mittwochabend im Duell zweier Teams aus der OPEL Handball-Bundesliga beim Deutschen Meister SC Magdeburg mit 28:38 (14:19).

Der Spielverlauf

Personell musste die HSG Wetzlar bereits vor dem Spiel schlechte Nachrichten verkraften. Dass Torhüter Laszlo Bartucz (Rückenprobleme) und Rückraumspieler Jona Schoch (Gehirnerschütterung) die Reise an die Elbe nicht antreten würden, war bereits im Vorfeld klar. Doch auch Paul Kompenhans, der vor zehn Tagen bei der 30:38-Niederlage im Ligaspiel in der GETEC-Arena im zweiten Durchgang so furchtlos aufgetrumpft hatte, musste passen. Der Spielmacher plagt sich noch mit den Nachwirkungen eines grippalen Infekts herum. Dafür rückten mit Keeper Hendrik Pantel und Alois Mraz zwei Spieler aus der eigenen U23 in den Kader, die schon am vergangenen Sonntag bei der Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach mit dabei waren.

Acht Minuten waren gespielt, da drückte Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson bereits zum ersten Mal auf den Buzzer. Seine Mannschaft lag mit 1:4 zurück und benötigte eine frühe Ansprache. Die zeigte Wirkung. In der Folge wurde zumindest kurzfristig das Angriffsspiel der Mittelhessen besser. Im Sieben gegen sechs fanden sie Lösungen und kamen zu guten Abschlüssen. Kapitän Josip Simic verkürzte auf 6:8 (11.).

Doch anschließend schlichen sich immer mehr Fehler in die Offensive ein. Die Gäste verloren zu viele Bälle leichtfertig und liefen den Hausherren damit ins offene Messer. Gleich fünfmal traf der Deutsche Meister ins verwaiste Gehäuse der Wetzlarer. So stand nach exakt 16 Minuten eine 13:7-Führung des Favoriten auf der Anzeigetafel. „Mit dem Sieben gegen sechs konnte uns die HSG nicht überraschen. Ich hatte mir gedacht, dass sie das von Beginn an probieren wird. So waren wir darauf eingestellt“, sagte Magdeburgs Coach Bennet Wiegert hinterher.

Immerhin schafften es die Grün-Weißen, den Rückstand bis zur Pause noch einmal auf fünf Treffer zu verkürzen. Das lag auch an Hendrik Pantel, der in der Schlussminute des ersten Durchgangs gleich zwei Siebenmeter parierte.

Nach Wiederbeginn entwickelte sich eine Partie, die der Favorit aus Magdeburg souverän kontrollierte, auch wenn sich beim Deutschen Meister ebenfalls einige technische Fehler einschlichen. Nach 45 Minuten traf Omar Ingi Magnusson zum 29:22. Beim 34:25 durch Albin Lagergren lagen erstmals neun Treffer zwischen den beiden Kontrahenten, am Ende waren es zehn.

Bei der HSG Wetzlar sammelte Dominik Mappes vor dem wichtigen Ligaspiel am Sonntag beim HC Hamburg Selbstvertrauen. Mit sieben Feldtoren war er gemeinsam mit dem ebenfalls siebenmal erfolgreichen Tristan Kirschner bester Werfer seines Teams.

Auch die beiden U23-Spieler der Wetzlarer durften sich in der Schlussphase noch über persönliche Erfolgserlebnisse freuen. Alois Mraz erzielte beim 26:34 (56.) seinen ersten Treffer bei den Profis. Hendrik Pantel wehrte mehrere Würfe ab, kam insgesamt auf sieben Paraden und erhielt anschließend sogar ein Sonderlob von Bennet Wiegert. „Ich möchte Hendrik loben. Weil das ist beeindruckend. Jahrgang 2006. Er hatte schon gegen Gummersbach tolle Paraden. Da geht auch mir das Herz auf, selbst wenn ich die Interessen des SC Magdeburg vertrete.“

Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson

„Das Sieben gegen sechs hatte uns im Ligaspiel gut geholfen, deswegen haben wir es heute von Beginn an probiert. Aber das ist uns nicht gut gelungen. Wir haben zu viele einfache Pässe direkt in die Hände der Magdeburger gespielt und direkt Gegentore bekommen. Das hat uns in der ersten Halbzeit das Genick gebrochen. In der zweiten Hälfte war der SCM weiterhin die bessere Mannschaft. Wir haben viel probiert, auch wenn nicht alles geklappt hat. Mich hat aber gefreut, dass wir eine Torhüterleistung hatten. Aber es gibt weiter viel zu tun. Wir müssen vor allem an der Stabilität arbeiten.“

Das Stenogramm

Magdeburg: Mandic (14 Paraden/2 Tore), Kuzmanovic (n.e.) – Musche (3), Claar (5), Thielicke (1), Vind, Kristjansson (2), Pettersson (2), Magnusson (6/4), Serradilla, Jonsson, Weber (1), Lagergren (3), Mertens (2), Saugstrup (8), Bergendahl (3).
Wetzlar: Ravensbergen (8 Paraden), Pantel (ab 48. und bei 3 Siebenmetern/7 Paraden) – Kirschner (7/2), Mappes (7), Theiß (2), Simic (2), Overby, Piroch, Mraz (1), Pehlivan (5), Akakpo, Soler (2), Laeso (1), Löwen (1),  Nafea.    
Schiedsrichter: Bona/Frank (Remscheid/Radevormwald) – Zuschauer: 4318 – Zeitstrafen: 0:12 Minuten.

Letztes Spiel

27.09.2026 - 18:00 Uhr
Sporthalle Hamburg

37 : 32

Premium-Sponsoren

Hauptsponsor

Premium-Sponsoren


Co-Sponsoren