Rückraumspieler Doruk Pehlivan wechselt zur HSG Wetzlar
Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat den nächsten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Der türkische Nationalspieler Doruk Pehlivan wechselt vom Zweitligisten HC Elbflorenz nach Mittelhessen. Bei den Grün-Weißen unterschrieb der 27 Jahre alte Rückraumspieler einen ligaunabhängigen Zweijahres-Vertrag.
„Doruk hat in Dresden eine sehr gute Zweitliga-Saison gespielt. Gerade in den vergangenen Wochen hat er mit seinen starken Leistungen in Angriff und Abwehr dazu beigetragen, dass Elbflorenz so gut dasteht“, so Wetzlar Geschäftsführer Sport, Michael Allendorf. „Doruk passt sehr gut in unser neues Konzept. Er ist ein kompletter Spieler auf beiden Seiten des Spielfelds und wir freuen uns, dass er sich trotz weiterer Interessenten aus der 1. Bundesliga für uns entschieden hat und das unabhängig von der Ligazugehörigkeit."
Pehlivan zählt zu den auffälligsten Spielern der 2. Bundesliga. Für den Tabellendritten HC Elbflorenz erzielte der 2,01 Meter große Rückraumakteur in dieser Saison bislang in 30 Partien 119 Treffer und bereitete weitere 65 Tore vor. Auch in der Defensive setzt der in der Nähe von Ankara geborene Kapitän der türkischen Handball-Nationalmannschaft Akzente: Kein Spieler der 2. Bundesliga blockte bislang mehr Würfe als Pehlivan – nämlich 24.
Seine erste Station im Ausland hatte der Rechtshänder in der Saison 2018/2019 beim österreichischen Erstligisten HC Fivers Margareten. 2019 schloss er sich dem polnischen Spitzenklub Vive Kielce an, ehe er zwischen 2020 und 2023 zweimal an GWD Minden ausgeliehen wurde. In insgesamt 50 Bundesliga-Partien erzielte Pehlivan in dieser Zeit 133 Tore. Im Oktober 2023 heuerte er schließlich beim HC Elbflorenz an.
„Nach drei tollen Jahren in Dresden war es für mich an der Zeit für Veränderung“, so Doruk Pehlivan. „Daher bin ich froh, dass meine sportliche Zukunft jetzt geklärt ist und ich zukünftig das Trikot der HSG Wetzlar tragen kann. Nach den persönlichen Treffen mit den Verantwortlichen des Klubs und den Eindrücken in Wetzlar weiß ich, dass ich zu einem absolut professionell geführten Verein wechseln werde, mit einem klaren Plan für die Zukunft. Ich habe das Gefühl, dass sich in Wetzlar etwas Positives entwickeln kann."
Geklärt ist mittlerweile auch die Zukunft von zwei Spielern der HSG Wetzlar. Filip Vistorop wird sich nach nur einer Saison ab Sommer einer neuen Herausforderung widmen. Sein ursprünglich bis 2027 laufender Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen zum 30. Juni 2026 vorzeitig aufgelöst.
Auch Justin Müller hat sich entschieden, die HSG Wetzlar nach der laufenden Spielzeit zu verlassen und seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der 30-Jährige kehrt ins Rheinland zurück und wird künftig für die HSG Krefeld Niederrhein, momentan Tabellen-16. der 2. Bundesliga, auflaufen.
„Ich hatte in den vergangenen Wochen sehr gute, offene Gespräche mit Justin. Wir haben über alle Eventualitäten gesprochen, auch über die Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit“, erklärt Michael Allendorf. „Leider hat er sich gegen unser Angebot entschieden. Das gehört zum Profisport dazu und muss man akzeptieren. Umso wichtiger ist es zu sehen, dass Justin, obwohl seine Entscheidung gegen uns gefallen ist, einer der Spieler ist, der unser Spiel gerade nach vorne bringt."











