Schnelle Chance, es besser zu machen: HSG Wetzlar empfängt am Sonntag Berlin
Mit den Füchsen Berlin kommt am Sonntag (16.30 Uhr) eines der deutschen Top-Teams mit dem derzeit wohl besten Handballer der Welt in die Buderus Arena. Für die HSG Wetzlar ist das in der Bundesliga eine maximal große Herausforderung. Vor allem, weil die eigene Leistung nach wie vor sehr schwankend ist. 3400 Karten sind verkauft. Sitzplatztickets gibt es keine mehr. Stehplatzkarten sind noch zahlreich verfügbar – entweder im Online-Shop oder am Sonntag ab 15 Uhr an der Tageskasse.
Die Ausgangslage
Die Pokalpleite am Mittwoch in Balingen hat der HSG Wetzlar schon zugesetzt. Von einer „Schmach“ spricht Cheftrainer Frank Carstens und ergänzt: „Das war unsere größte Minusleistung der Saison.“ Die Gründe? „Wir haben einen ganz schwachen Auftritt in der Deckung hingelegt“, sagt der 53-Jährige, der sich diese Probleme aber nicht erklären kann. „Für mich kam das sehr überraschend.“ Zumal der erste Saisonsieg am vergangenen Sonntag beim TVB Stuttgart der Knotenlöser für die Wetzlarer sein sollte. So aber gehen sie nach der 32:34-Niederlage in Balingen mit einem großen Frusterlebnis in das Heimspiel gegen einen Kontrahenten, der zu den absoluten Top-Teams in Deutschland zählt.
Die Füchse Berlin haben bislang in der Liga drei Mal gewonnen und nur einmal verloren (bei der TSV Hannover-Burgdorf). Hinzukommt der Erfolg im Supercup gegen den SC Magdeburg, das Weiterkommen im Pokal und zwei Siege sowie eine Niederlage in der Champions League. Der Vizemeister hat seit dem 31. August schon ein strammes Programm hinter sich – und hat es überwiegend erfolgreich bewältigt. Verlassen können sich die Berliner weiterhin auf ihren Top-Star. Welthandballer Mathias Gidsel brilliert mit einer unfassbar hohen Wurfquote und führt vor diesem Spieltag die Torschützenliste der HBL an. Der Däne ist einfach ein Ass. Im Kader des Hauptstadtklubs stehen aber eine Vielzahl von Handballern, die internationalen Top-Ansprüchen genügen, so dass Frank Carstens völlig zurecht von einer „Herkulesaufgabe“ für seine Mannschaft spricht.
Die personelle Situation bei der HSG Wetzlar
Körperlich haben die Wetzlarer das Pokalspiel ohne größere Blessuren verdaut. Dass in einer vollgepackten Woche wie dieser der eine oder andere Spieler über kleinere Wehwehchen klagt, ist normal. Frank Carstens kann aber personell aus dem Vollen schöpfen.
Das sagt Wetzlars Trainer Frank Carstens
„Wir haben in Balingen nicht den Auftritt hingelegt, den wir wollten. Gut ist, dass es schnell wieder weitergeht und wir uns ein paar Tage später von einer ganz anderen Seite zeigen können. Die Berliner spielen seit eineinhalb Jahre mit höchster Konstanz und schaffen es fast immer, ans Limit zu kommen. Das ist ihre große Stärke, zumal der Kader in der Breite nicht so groß wie bei anderen Top-Teams in Deutschland. Wir haben in der vergangenen Saison zwei Mal gesehen, welchen Druck die Füchse in der Feldüberquerung machen können. Da brauchen wir ein gutes Rückzugverhalten. In der Deckung agieren die Berliner etwas offensiver als in der vergangenen Runde. In etwa so wie die TSV Hannover-Burgdorf, gegen die wir das in der ersten Hälfte sehr gut gemacht hatten. Daran sollten wir uns orientieren. Berlin fährt durch die Champions-League-Teilnahme schon jetzt ein hartes Programm. Da sehe ich unsere Chance – auch wenn es nach so einem Auftritt wie in Balingen komisch klingt. Berlin ist natürlich Favorit, aber wir haben uns schon das eine oder andere zurechtgelegt, wo wir sie packen wollen.“
So kann man das Spiel sehen
Dyn überträgt die Partie aus der Buderus Arena ab 16.15 Uhr. Den Stream kann man hier buchen und die Partie live oder auf Abruf anschauen.









