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„Sieben auf einen Streich“ – Unsere Neuzugänge kurz vorgestellt

Von links: Vladan Lipovina, Lukas Becher, Jonas Schelker, Erik Schmidt

Unsere Wetzlarer Jungs starten mit einem runderneuerten und deutlich verjüngten Erstligakader in die Jubiläumssaison. Gleich sieben Spieler haben oder mussten die HSG Wetzlar zum Saisonende verlassen. Demgegenüber stehen ebenso viele hoffungsvolle Neuzugänge, zuzüglich des Schweizer Nationaltorhüters „Leo“ Grazioli, der zur sportlichen Weiterentwicklung jedoch zunächst einmal an den benachbarten Zweitligisten TV Hüttenberg ausgeliehen wurde.

Der Umbruch im Team hat zur Folge, dass fast die Hälfte der eingesetzten Spieler morgen erstmals für die HSG Wetzlar aufläuft und dementsprechend (an-)gespannt sein wird. Einzig Rückkehrer Vladan Lipovina, der Ende Juni kurzfristig für seinen am Kreuzband verletzten Landsmann und Freund Stefan Cavor verpflichtet wurde, hat das grün-weiße Trikot schon mal übergestriffen. 

Wir stellen Euch hier unsere Neuzugänge noch einmal kurz vor:

Vladan Lipovina (#5, Rückraum rechts, 29 Jahre)

Mit seinen 29 Jahren gehört der Familienvater bereits zu den ältesten und bundesligaerfahrensten Spielern im Kader von Trainer Ben Matschke. Heute bestreitet unsere Nummer 5 sein 219. Spiel in der stärksten Handball-Liga der Welt, in die der Montenegriner erstmals im November 2014 als ganz junges hoffnungsvolles Talent gewechselt war. Auch damals zur HSG Wetzlar. Nach einer weiteren Station in Dubai folgten Engagements des Linkshänders beim damaligen Erstligisten TV Hüttenberg, beim Champions League-Teilnehmer Rhein-Neckar Löwen und bei HBW Balingen-Weilstetten. Mit den Schwaben stieg der Shooter, der insgesamt 728 Bundesligatreffer auf dem Konto hat, im Juni aus der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga ab, was seine Rückkehr nach Wetzlar möglich machte.

Erik Schmidt (#8, Kreis, 29 Jahre)

Was viele, der neuverpflichteten Talente der HSG Wetzlar als heroisches Ziel haben, hat Erik Schmidt bereits erreicht: einen bedeutsamen Titel zu gewinnen. Im Jahr 2016 wurde der baumlange Kreisläufer Europameister mit Deutschland (u.a. mit den damaligen Wetzlarern Andreas Wolff, Steffen Fäth und Jannik Kohlbacher). 185-mal hat der gebürtige Mainzer bislang in der 1. Bundesliga gespielt, für Hannover, Magdeburg und den heutigen Gast aus Berlin. Dabei gelangen Schmidt insgesamt 300 Treffer. Auch mit HSG-Trainer Ben Matschke stand der überzeugte Veganer noch gemeinsam auf der Platte, bei der damaligen TSG Friesenheim in der 2. Liga. Nunmehr wechselt Schmidt vom Schweizer Meister Schaffhausen an die Lahn, allen voran, um der Abwehr der Mittelhessen die notwendige Stabilität zu verleihen. „Erik kann zentral in verschiedenen Deckungssystemen verteidigen. Er soll und muss in unserer jungen Mannschaft Führung übernehmen“, so Ben Matschke.

Jovica Nikolic (#10, Rückraum rechts, 20 Jahre)

Gerade einmal 20 Jahre alt ist Jovica Nikolic und wenn man mit den Handball-Experten auf dem Balkan spricht, dort eines der vielversprechendsten Talente auf der Position Rückraum rechts. Der serbische Linkshänder kam diesen Sommer vom HC Vojvodina nach Mittelhessen, mit dem der extrovertierte Junggeselle in der abgelaufenen Saison erneut souverän serbischer Meister wurde. Seitdem er 16 Jahre alt war, spielte Nikolic für die 1. Mannschaft. Bei der U19-Weltmeisterschaft wurde Nikolic im Jahr 2019 zum besten rechten Rückraumspieler gewählt. Ein Jahr später erhielt er die Auszeichnung „Bester Nachwuchsspieler der SEHA League“. Eine Leistenverletzung verhinderte die Teilnahme des explosiven Rückraumspielers mit der serbischen Nationalmannschaft an der EM im Januar. „Ich bin heiß darauf, die neue Herausforderung anzugehen und mit Wetzlar erfolgreich Handball zu spielen“, freut sich Nikolic auf das, was nun kommt.

Lukas Becher (#18, Linksaußen, 22 Jahre)

Teil des von den Verantwortlichen der HSG Wetzlar eingeleiteten Verjüngungsprozesses ist auch Lukas Becher. Der 22-jährige Linksaußen kommt von TuSEM Essen an die Lahn und nimmt im grün-weißen Kader den Platz von Maximilian Holst ein. Mit 1,90 Meter verfügt Becher, genau wie sein neuer Gespannpartner und Europameister Emil Mellegard, über Gardemaß für einen Außenspieler. Der liierte Sportmanagement-Student erzielte in der Erstliga-Spielzeit 2020/2021 insgesamt 61 Tore für TuSEM Essen. Vergangene Saison waren es 88 Feldtore in der 2. Liga. „Wir können mit Lukas auf einen sehr disziplinierten und intelligenten Spieler zählen, der in der Abwehr variabel einsetzbar ist. Er bringt einiges an Talent mit und wir sind überzeugt davon, dass Lukas Entwicklung noch nicht zu Ende ist und er bei uns die nächsten Schritte machen wird“, sagt Coach Ben Matschke.

Jonas Schelker (#21, Rückraum mitte, 22 Jahre)

In seinem Heimatland, der Schweiz, gilt Jonas Schelker als einer der hoffnungsvollsten Spielmacher und in der Nationalmannschaft bereits als möglicher Nachfolger der eidgenössischen Legende Andy Schmid, der ebenfalls große Stücke auf Schelker hält. Mit seinem Wechsel zu HSG Wetzlar will der 22-jährige mit deutschen Wurzeln (seine Mutter ist Deutsche) den nächsten Karriereschritt machen. Schelker kommt vom Schweizer Spitzenclub Schaffhausen an die Lahn. Mit den Kadetten, für die der 1,82 Meter große Rechtshänder seit der Jugend spielte, wurde er in der vergangenen Saison Schweizer Meister. „Jonas ist ein sehr talentierter, junger Spielmacher mit einem großen Spielverständnis“, beschreibt HSG-Coach Ben Matschke den Neuzugang. „Er ist torgefährlich und sehr stark im Eins-gegen-Eins. Mit seiner positiv ansteckenden Art wird er auf und neben dem Feld eine Bereicherung sein.“

Hendrik Wagner (#28, Rückraum links, 25 Jahre)

25 Jahre alt ist Hendrik Wagner, der in diesem Sommer vom Zweitligisten Eulen Ludwigshafen zur HSG Wetzlar gewechselt ist. Die Verpflichtung des wurfgewaltigen Modelathleten, der im erweiterten Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft steht, war früh klar und für Trainer Ben Matschke besonders, schließlich trainierte Matschke den Rechtshänder bereits in Ludwigshafen. Wagners Stern ging in der Saison 2020/2021 in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga auf, als er 182 Tore erzielte, auf Platz 14 der Torschützenliste landete und für seine außergewöhnlichen Leistungen mit dem „Kretzsche des Jahres 2021“ ausgezeichnet wurde. Es folgten das Debüt in der Nationalmannschaft und die coronabedingte Nachrücker-Teilnahme an der EM in der Slowakei im Januar dieses Jahres.

Radojica Cepic (#34, Rückraum links, 20 Jahre)

Er wurde im Juli 2002 geboren, ist somit ebenfalls gerade einmal 20 Jahre alt und trotzdem bereits Nationalspieler seines Heimatlandes Montenegro. Die Rede ist von Radojica Cepic, den seine Mitspieler der Einfachheit halber kurz „Cep“ rufen. Bis zum Ende der abgelaufenen Saison spielte der spielintelligente Rechtshänder noch bei RK Celje und wurde mit dem Traditionsverein slowenischer Meister. Für Aufsehen sorgte der bescheidene Junggeselle bei der EM im Januar, als er mit gerade einmal 19 Jahren die meiste Einsatzzeit aller montenegrinischen Spieler hatte und in Abwehr und Angriff seinen Mann stand. Bei der HSG Wetzlar soll „Cep“ behutsam aufgebaut werden, um auf absehbare Zeit mal in die Fußstapfen von Olle Forsell Schefvert (jetzt RN Löwen) zu treten. „Radojica kann im Angriff auf der halblinken Position und bei Bedarf auf der Mitte eingesetzt werden. Dazu besitzt er die Fähigkeiten im Mittelblock zu decken“, beschreibt der Sportlicher Leiter Jasmin Camdzic das Talent.

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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