Sigtryggsson legt Hauptaugenmerk auf die Abwehr
Für Handball-Bundesligist HSG Wetzlar steht die erste längere Reise der Saisonvorbereitung an. Am Mittwochvormittag machen sich die Mittelhessen auf den Weg in Richtung französische Alpen, wo sie am Freitag und Samstag an einem hochkarätig besetzten Turnier in Chambéry teilnehmen. Zuvor legt die HSG einen Zwischenstopp in der Schweiz ein und trifft am Mittwochabend (19 Uhr) in einem Testspiel auf die Kadetten Schaffhausen.
Nach dem Sieg beim Linden Cup hatte die Mannschaft am Sonntag einen freien Tag, seit Montag wird wieder trainiert. In den kommenden Tagen warten anspruchsvolle Gegner auf die Grün-Weißen. Der Fokus liegt dennoch ganz auf der eigenen Mannschaft – auch deshalb, „weil wir keine aktuellen Videos unserer Kontrahenten haben“, erklärt HSG-Trainer Rúnar Sigtryggsson.
Entsprechend klar ist die Zielsetzung für die kommenden Testspiele. „Wir werden den Schwerpunkt auf unsere Abwehr legen“, sagt der Isländer. Dort sieht Sigtryggsson aktuell noch das größte Verbesserungspotenzial. Beim Linden Cup kassierte die HSG in allen drei Partien jeweils mindestens 30 Gegentreffer.
Mit den Kadetten Schaffhausen wartet am Mittwochabend einer der erfolgreichsten Klubs des Schweizer Handballs. Seit 2005 feierten die Kadetten insgesamt 15 Meisterschaften. In der vergangenen Saison mussten sie sich allerdings im Playoff-Finale dem HC Kriens-Luzern geschlagen geben. Neuer Trainer in Schaffhausen ist der Norweger Jonas Wille, der zuletzt die Nationalmannschaft seines Heimatlandes betreute.
Am Donnerstagvormittag absolvieren die Wetzlarer noch eine Trainingseinheit im hochmodernen Trainingskomplex der Kadetten, ehe es gegen Mittag weiter nach Chambéry geht.
Dort trifft die HSG am Freitag um 18 Uhr zunächst auf den gastgebenden französischen Erstligisten. Je nach Ausgang der Partie spielen die Schützlinge von Sigtryggsson am Samstag entweder gegen Montpellier HB oder Chartres Métropole HB.
Die Qualität des Teilnehmerfeldes ist hoch: Montpellier belegte in der vergangenen Saison den dritten Platz in Frankreichs höchster Spielklasse, Chambéry wurde Fünfter. Chartres sicherte sich als Tabellen-14. mit lediglich einem Punkt Vorsprung den Klassenerhalt.









