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Verletzungssorgen bei der HSG Wetzlar halten an

Doruk Pehlivan fällt mindestens zwölf Wochen aus / Rückkehr von Jona Schoch weiter ungewiss / Mittelhessen sondieren den Spielermarkt

 

Foto: Jenny Roeczey

Die Verletzungssorgen ziehen sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison der HSG Wetzlar in der OPEL Handball-Bundesliga. Noch bei keinem Pflichtspiel konnte der mittelhessische Erstligist auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch beim jüngsten Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart war die personelle Situation angespannt.

Während bei Kapitän Josip Simic kein längerfristiger Ausfall zu befürchten ist, müssen die Grün-Weißen auf Doruk Pehlivan und Jona Schoch weiterhin verzichten. Insbesondere bei Pehlivan herrscht nach eingehenden Untersuchungen nun Gewissheit: Der türkische Nationalspieler hat sich einen Riss des vorderen Syndesmosebandes zugezogen und fällt mindestens zwölf Wochen aus.

Die Verletzung erlitt der Rückraumspieler im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen, als er mit dem Fuß umknickte. Eingehende Untersuchungen in dieser Woche brachten nun die ernüchternde Diagnose. Nach Rücksprache mit Wetzlars Mannschaftsarzt Marco Kettrukat entschied sich der türkische Nationalspieler für einen operativen Eingriff. Dieser wurde bereits am Donnerstag von Dr. Oliver Neun in der BG Unfallklinik Frankfurt durchgeführt. Für die HSG Wetzlar bedeutet dies, dass sie voraussichtlich mindestens drei Monate auf den Rückraumspieler verzichten muss.

Weiterhin ungewiss ist der Zeitpunkt der Rückkehr von Jona Schoch. Der Rückraumspieler absolvierte lediglich die ersten drei Saisonspiele, da er sich auswärts beim TBV Lemgo bei einer Abwehraktion eine Gehirnerschütterung zuzog. Gegen Eisenach stand er noch auf dem Feld, seitdem aber fehlt Schoch. Seine Behandlung und die schrittweise Rückkehr zur sportlichen Belastung erfolgen nach einem klar definierten Stufenplan. Da es im Verlauf der Therapie jedoch immer wieder zu Rückschlägen kommt, lässt sich derzeit keine verlässliche Prognose abgeben, wann der Rückraumspieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und anschließend in den Spielbetrieb zurückkehren kann.

Etwas Entwarnung gibt es hingegen bei Kapitän Josip Simic. Der Kreisläufer hatte beim Auswärtsspiel beim HSV Hamburg einen Schlag auf die Wade bekommen und kämpft seitdem mit anhaltenden Beschwerden. Simic wird derzeit intensiv behandelt. Wann er wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen kann, hängt vom weiteren Heilungsverlauf ab. Ein längerfristiger Ausfall ist nach aktuellem Stand allerdings nicht zu befürchten. 

Angesichts der angespannten Personalsituation beschäftigt sich die sportliche Führung der HSG Wetzlar inzwischen auch mit möglichen Verstärkungen. „Der längerfristige Ausfall von Doruk trifft uns natürlich hart. Hinzu kommt, dass wir bei Jona nach wie vor nicht absehen können, wann er uns wieder zur Verfügung stehen wird. Deshalb sondieren wir aktuell intensiv den Spielermarkt und prüfen, ob es die Möglichkeit gibt, kurzfristig einen Spieler zu verpflichten, der uns sofort weiterhelfen kann“, schließt Wetzlars Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf eine Nachverpflichtung nicht aus. 

Nächstes Spiel

15.10.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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