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Diese Spieler starten am Wochenende in die Vorbereitung

Samstag Besuch beim Sommerfest des Fanclubs / Mittwoch öffentliches Training für alle Dauerkartenbesitzer

Grafik: HSG Wetzlar

Vergangene Woche postete Cyrill Akakpo ein erstes Foto aus seiner Wohnung in der Wetzlarer Altstadt. Kurz zuvor war bereits Nikola Grahovac in Mittelhessen unterwegs. Zwei kleine Szenen, die zeigen: Nach und nach trudeln die Spieler des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar wieder ein – vor allem die Neuzugänge. Denn auch wenn die Saison offiziell am 1. Juli begonnen hat, befinden sich viele Profis noch Zügen des Sommerurlaubs, ehe am Wochenende der Startschuss für die Vorbereitung fällt.

 Am Samstag versammelt sich das Team erstmals in Wetzlar, um nach der Einkleidung gemeinschaftlich das Sommerfest des Fanclubs „Grün-Weiß“ zu besuchen. Einen Tag später steht der offizielle Auftakt mit einem ausführlichen Teammeeting in der Buderus Arena an. Es folgen am Montag und Dienstag medizinische Checks und Leistungstests, ehe am Mittwoch (16. Juli), um 16 Uhr das erste Hallentraining in der Sporthalle Dutenhofen steigt – alle Dauerkarteninhaberinnen und -inhaber sind dazu herzlich eingeladen.

Doch wie sieht er eigentlich aus, der neue Kader der HSG Wetzlar? Hier kommt der Überblick – Position für Position:

Tor

Zwischen den Pfosten bleibt eine wichtige Konstante erhalten: Anadin Suljakovic, der in der Rückrunde mit zahlreichen starken Auftritten glänzte, steht auch in der neuen Spielzeit als Rückhalt im Tor. Der Bosnier kam 2019 zu den Grün-Weißen und ist längst ein Publikumsliebling. Neu hinzu kommen zwei Niederländer: Bart Ravensbergen, 32 Jahre alt, bringt reichlich Erfahrung aus der Bundesliga und der 2. Liga sowie aus seinen Einsätzen mit der Nationalmannschaft mit. Der Ex-Keeper der HSG Nordhorn-Lingen und zuletzt von Frisch Auf Göppingen wird sich mit Suljakovic bestens ergänzen. Mit Hendrik Pantel stößt ein 19-jähriges Torwarttalent aus der Jugend des THW Kiel dazu. Der niederländische Jugendnationalspieler soll sich über die U23 in der 3. Liga weiterentwickeln und erste Erfahrungen im Profi-Alltag sammeln.

Rückraum

Im Rückraum herrscht weitgehend Kontinuität – und das ist durchaus positiv. Mit Dominik Mappes, Stefan Cavor, Philipp Ahouansou, Jona Schoch und Justin Müller bleibt eine eingespielte und stabile Achse erhalten. Ergänzt wird sie durch zwei spannende Neuzugänge: Filip Vistorop (ThSV Eisenach) und der Mittelhesse Niklas Theiß (TV Hüttenberg) sind neu dabei.  Sie sollen frischen Wind in das Spiel der HSG Wetzlar bringen und dem neuen Trainerduo Momir Ilic/Vladan Jordovic neue taktische Möglichkeiten bieten.

Schwer planbar ist die sportliche Zukunft von Nemanja Zelenović, der sich nach seiner sehr schweren Knieverletzung in der Reha befindet. Bis Mitte August arbeitet er in Serbien an seinem Comeback, anschließend setzt er die Genesung in Deutschland fort. Mit einem Zweitspielrecht ist Tom Wolf ausgestattet, der aber erst einmal ausnahmslos beim Zweitligisten TuSEM Essen eingesetzt werden soll. Noel Hoepfner arbeitet nach seinem Kreuzbandriss im Knie hart am Comeback und wird nach seiner Rückkehr aufs Feld dem erweiterten Kader angehören. 

Kreis

Gleich zwei neue Gesichter gibt es am Kreis: Josip Šimić (1. VfL Potsdam) und Nikola Grahovac (KC Veszprem), beide kroatische Nationalspieler, sollen wichtige Aufgaben übernehmen – vorne wie hinten. Vor allem in der Abwehr erwartet das Trainerteam von den beiden viel. Mit 2,01 Metern ist Grahovac nach Philipp Ahouansou der zweitgrößte Spieler im Team. Komplettiert wird das Kreisläufer-Trio von Georg Löwen, der direkt im Anschluss an die vergangene Saison bei der U21-WM aktiv war und wichtige Erfahrungen bei diesem Turnier gesammelt hat. 

Außen

Auf der rechten Außenbahn gibt es mit Cyrill Akakpo einen vielversprechenden Neuzugang vom 1. VfL Potsdam. Er bringt taktische Variabilität mit, kann unter anderem auch in der Abwehr auf der Halbposition decken. Aktuell muss er jedoch noch wegen einer Daumenverletzung noch kürzertreten. Neu im festen Kader steht zudem Tizian Weimar, der vergangene Saison bereits zum erweiterten Aufgebot gehörte. Der junge Rechtsaußen stammt aus Dutenhofen und ist ein echtes Eigengewächs.

Auf der linken Außenbahn setzt das Trainerteam auf das Duo Ahmet Nafea und Leon Zacharias. Nafea kommt vom serbischen Top-Klub RK Vojvodina und ist ägyptischer Nationalspieler und dort die Nummer eins auf seiner Position. Auch er überzeugt durch seine Vielseitigkeit in der Defensive. Zacharias hat sich zuletzt unter Ilic stark präsentiert und sich seinen Platz im Kader erarbeitet.

Konsequenzen hat dies für Lukas Becher,  dem nahegelegt wurde, sich nach einem neuen Verein umzusehen. „Wir respektieren natürlich seinen Vertrag, der noch bis Juni 2026 läuft. Aber sportlich setzen wir auf Ahmed und Lion. Was das für Lukas bedeutet, ist ihm klar“, sagt Jasmin Camdzic, der Sportliche Leiter der HSG Wetzlar. Bis Becher einen neuen Arbeitgeber gefunden hat, werden die Mittelhessen ihren vertraglichen Verpflichtungen gerecht. Spielpraxis soll der 25-Jährige solange in der Drittliga-Mannschaft der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen sammeln.

Der Kader für die Saison 2025/2026 im Überblick (in Klammern die Rückennummer)

Tor: Bart Ravensbergen (1), Anadin Suljakovic (12)
Rückraum: Filip Vistorop (4), Dominik Mappes (7), Niklas Theiß (9), Philipp Ahouansou (19), Jona Schoch (22), Justin Müller (25), Stefan Cavor (77).
Außen: Cyrill Akakpo (20), Tizian Weimer (24), Lion Zacharias (50), Ahmed Nafea (79).
Kreis: Nikola Grahovac (2), Josip Simic (10), Georg Löwen (33).

Erweiterter Kader: Hendrik Pantel (16), Noel Hoepfner (17), Lukas Becher (18), Tom Wolf (26/Zweitspielrecht).

Verletzt: Nemanja Zelenovic (42)

Trainerteam: Momir Ilic (Cheftrainer), Vladan Jordovic (Co-Trainer/Torwarttrainer), Matthias Ott (Athletiktrainer).   

Nächstes Spiel

23.05.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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