Große Herausforderung beim Deutschen Meister
Nur sechs Tage nach dem umkämpften Unentschieden gegen den ThSV Eisenach wartet auf die HSG Wetzlar die nächste Aufgabe in der OPEL Handball-Bundesliga – und die könnte kaum anspruchsvoller sein. Am Sonntag um 15 Uhr (live bei Dyn und auf WELT.TV) gastieren die Grün-Weißen beim Deutschen Meister SC Magdeburg. In der mit rund 6.600 Zuschauern nahezu ausverkauften GETEC Arena trifft die Mannschaft von Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson auf einen der großen Titelfavoriten der laufenden Saison.
Eisenach abhaken – Blick nach vorne
Viel Zeit, dem verpassten ersten Saisonsieg hinterherzutrauern, bleibt der HSG Wetzlar nicht. Am Montagabend teilten sich die Mittelhessen beim Heimspiel gegen den ThSV Eisenach die Punkte. Nach einer guten ersten Halbzeit, in der vieles funktionierte und durchaus eine deutlichere Führung als das 15:12 möglich gewesen wäre, verlor die HSG nach dem Seitenwechsel zunehmend den Zugriff auf die Partie.
In der Schlussphase bewiesen die Grün-Weißen allerdings Moral und kämpften sich noch einmal zurück. Am Ende stand ein 31:31 auf der Anzeigetafel und damit nach den ersten drei Saisonspielen eine Bilanz von 1:5 Punkten. Die Aufgabe für die kommenden Wochen ist klar: Die bereits vorhandenen guten Phasen müssen stabilisiert und über einen deutlich längeren Zeitraum auf die Platte gebracht werden.
Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson richtet den Blick ohnehin nach vorne: „Das Spiel ist vorbei und wir müssen es abhaken. Wir dürfen daran jetzt keine Gedanken mehr verschwenden.“
„Eine der schwierigsten Aufgaben der Saison“
Denn schon die nächste Partie verlangt der HSG alles ab. Beim Deutschen Meister wartet auf die Grün-Weißen eine der höchsten Hürden, die die Handball-Bundesliga zu bieten hat.
„Magdeburg präsentiert sich sehr gut. Sie waren schon vor der Saison einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft und haben das zu Saisonbeginn bestätigt. Wir wollen dort versuchen, das Bestmögliche herauszuholen“, sagt Michael Allendorf, Geschäftsführer Sport der HSG Wetzlar.
Auch Sigtryggsson weiß um die Dimension der Aufgabe: „Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe, die man haben kann. Über die Klasse des SC Magdeburg brauchen wir nicht zu reden. Dort ist jede Position doppelt und sehr, sehr gut besetzt.“
Magdeburg meistert anspruchsvolles Auftaktprogramm
Dass der amtierende Deutsche Meister auch in dieser Spielzeit wieder zu den heißesten Titelanwärtern gehört, hat der Saisonstart eindrucksvoll unterstrichen. Dabei hatte es das Auftaktprogramm durchaus in sich. Zunächst musste der SCM auswärts beim VfL Gummersbach antreten, anschließend wartete das Heimspiel gegen Vizemeister Füchse Berlin. Beide Aufgaben löste Magdeburg erfolgreich.
Deutlich mehr Mühe hatte der SCM zuletzt beim Aufsteiger in Balingen. Dort entwickelte sich eine enge Partie, in der der Favorit bis zum Schluss gefordert war. In den entscheidenden Momenten zeigte Magdeburg jedoch seine Qualität und sicherte sich einen knappen Ein-Tore-Erfolg.
Damit ist der Deutsche Meister in der Handball-Bundesliga weiterhin ohne Punktverlust.
37:22 – Machtdemonstration zum Champions-League-Start
Erst am Mittwoch startete das Team von Trainer Bennet Wiegert in die Gruppenphase der Champions League. Gegen den norwegischen Klub Kolstad IF feierte der SCM vor heimischem Publikum einen souveränen 37:22-Erfolg.
„In dieser Partie haben sie wieder einmal gezeigt, wie stark sie sind“, sagt Sigtryggsson. „Sie nehmen keinen Gegner auf die leichte Schulter. Wenn sie ins Laufen kommen, können sie jede Mannschaft überrollen. Wir müssen alles, was wir haben, dagegensetzen.“
Alles entgegensetzen und die Herausforderung annehmen
Für die HSG wird es am Sonntag vor allem darum gehen, die guten Ansätze aus den bisherigen Saisonspielen möglichst lange auf die Platte zu bringen und sich auch in den druckvollen Phasen des Gastgebers nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Insbesondere das Magdeburger Tempospiel gilt es dabei so gut wie möglich zu unterbinden.
Personell gibt es im Vergleich zum Montag nach aktuellem Stand keine Veränderungen. Josip Simić fällt weiterhin aus, ansonsten steht Sigtryggsson voraussichtlich derselbe Kader wie gegen Eisenach zur Verfügung.
Dyn überträgt die Partie ab 14.45 Uhr live und auf Abruf. Zudem wird das Spiel ab 15 Uhr kostenfrei auf WELT.TV gezeigt.









