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Alles begann mit "Eye of the tiger"

Wir stellen unsere Heimspiel-Helden vor: Folge 4 mit Hallensprecher Kai Brückmann

Foto: Emily Diehl

Eine volle Buderus Arena, packende Duelle und große Emotionen. Das ist es, was Heimspiele so besonders macht. Doch damit ein Spieltag überhaupt reibungslos über die Bühne geht, braucht es viele helfende Hände im Hintergrund. Menschen, die mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft ein wichtiger Teil der HSG-Familie sind.

Mit einer Mini-Serie von sechs Folgen möchten wir genau diesen Helferinnen und Helfern eine Bühne geben und ihnen die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen.

Folge vier mit Kai Brückmann

Seit einem Vierteljahrhundert ist er fester Bestandteil der Heimspiele der HSG Wetzlar – zunächst als Mann für die passende Musik, heute als Stimme in der Buderus Arena. Was 2001 mit CD-Playern, ersten Tor-Jingles und „Eye of the Tiger“ beim Einlauf begann, hat sich über die Jahre zu einer echten Leidenschaft entwickelt. Als Fan der ersten Stunde, Wegbegleiter vieler Entwicklungen und mittlerweile Hallensprecher erlebt Kai Brückmann die Spiele heute aus einer ganz besonderen Perspektive. Im Interview blickt der gebürtige Münchholzhäuser auf seine Anfänge zurück, erzählt von unvergesslichen Momenten rund um die HSG und gibt Einblicke in seinen Heimspiel-Alltag hinter dem Mikrofon.

1. Wie lange bist du schon Teil der Heimspiel-Helfer*innen und wann war Dein erster Einsatz für die HSG? 

Das ist schon ein bisschen länger her. 2001 habe ich angefangen mit dem ersten Heimspiel der Saison, für die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen Musik zu machen und habe da auch eingeführt, immer in den Pausen und in Spielunterbrechungen Musik einzuspielen. Wenn ein Tor gefallen ist, gab es die Tor-Jingles und beim Einlauf die Einlaufmusik – damals noch Eye of the Tiger. Das war schon eine ganz interessante Zeit damals, das ist gar nicht mehr mit heute zu vergleichen. Damals lief das Ganze noch über normale CD-Player, wie man sie auch von zuhause gekannt hat. Mitte der Saison haben wir dann auch richtige DJ-Player angeschafft, mit denen man dann einfach deutlich schneller war. Das ist nun schon einige Zeit her.

 

2. Was hat Dich ursprünglich dazu bewegt, Dich bei der HSG einzubringen, und was motiviert Dich bis heute, weiterhin Teil des Teams zu sein?

Was mich motiviert, das Ganze bis heute zu machen, also schon seit 25 Jahren, ist, dass ich in erster Linie auch einfach Fan von der Mannschaft bin. Schon viele Jahre vor meinem Engagement war ich mit bei den Spielen, auch auswärts. Dadurch hat es mich dann dazu hingerissen, bei der HSG ein bisschen mitzuhelfen. Zu einem tatsächlichen Engagement kam es dann durch einen Kneipenabend in Münchholzhausen mit Andi Klimpke, der mich danach fragte, ob ich auch mal Musik bei den Heimspielen der HSG machen möchte. Dazu kam, dass ich den damaligen Hallensprecher Wolfgang Heller unterstützt habe. Wir haben uns das Spiel quasi geteilt. 

Heute hat mein Bruder die Musik hauptsächlich übernommen und ich bin nun schon seit fast zwei Jahren der Hallensprecher der HSG-Heimspiele. Es macht einfach Spaß, besonders, wenn es so läuft, wie am letzten Sonntag.

 

 

3. Was ist Dein persönlich schönstes HSG-Erlebnis?

Da gibt es wirklich einige. Wir haben beispielsweise mal die Weihnachtsfeier für einen Sponsor gemacht. Die HSG-Spieler haben das Thekenpersonal gestellt und einige waren am Ende auch so weit, dass sie selbst auf den Theken getanzt haben. Wir hatten da schon unseren Spaß. Natürlich gibt es da auch die ein oder andere Anekdote von Saisoneröffnungsfeiern, die ich begleitet habe oder vom Umzug von Dutenhofen in die Wetzlarer Arena. Die ganzen Spiele zuhause gegen die Top-Mannschaften, vor allem auch gegen Kiel, sind die Dinge, die im Kopf bleiben. Im Allgemeinen sind es aber viele schöne Ereignisse rund um die HSG und man kann nicht sagen, dass man eins besonders hervorheben will. 

 

4. Wie gestaltet sich ein für Dich typischer Heimspieltag und welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche übernimmst Du dabei?

Die Vorbereitung startet natürlich schon vor dem Spieltag. In der Regel bekomme ich die Informationen von Arne Wohlfarth zur Verfügung gestellt und packe diese dann im Rahmen des Ablaufplans in meine Moderationskarten, schreibe noch etwas Text dazu und denke mir noch das ein oder andere selbst aus. Natürlich stimme ich mich im Vorfeld auch mit meinem Bruder ab, was wir noch machen und welche Aktionen wir noch fahren könnten.

Am Heimspieltag geht es dann spätestens 1,5 Stunden vor Spielbeginn los und wir finden uns in der Halle ein. Eine Stunde vor dem Spiel startet dann die technische Überprüfung, bei der alle Feinheiten für den Tag abgestimmt werden. Daran nehmen die Schiedsrichter und Offiziellen teil, auch von Heim- und Gastmannschaft. Hier wird nochmal alles durchgesprochen anhand des Zeitplans, was vor allem für die Übertragung auf Dyn wichtig ist. Während des Spiels und im Vorprogramm habe ich dann auch einen Knopf im Ohr und weiß immer genau wann ich wo zu sein habe. 

 

5. Was würdest Du jemandem sagen, der überlegt, sich ebenfalls zu engagieren? Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften sollte man mitbringen?

Die wichtigste Fähigkeit ist definitiv der Spaß an der Sache. Dann findet man auch für sich persönlich das ein oder andere, was man an einem Spieltag übernehmen kann. Es gibt so viele Sachen, die während eines Spieltags anfallen und dementsprechend viele Möglichkeiten sich einzubringen. Jeder der das macht, ist natürlich ein Stückchen näher an der Mannschaft und auch ein Stückchen mehr HSG-Familie.

Letztes Spiel

07.06.2026 - 15:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

30 : 31
Spielpresenter

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