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Auf die HSG Wetzlar wartet der nächste Brocken

Sechs Tage nach dem grandiosen Heimsieg gegen den THW Kiel sind die Mittelhessen am Samstagabend beim Tabellenzweiten TSV Hannover-Burgdorf gefordert.

Bild: Oliver Vogler

Nach dem 27:25-Coup am vergangenen Sonntag gegen den THW Kiel hat die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga das nächste Top-Team vor der Brust. Die Mittelhessen treten am Samstagabend (19 Uhr) beim Tabellenzweiten TSV Hannover-Burgdorf an.

Die Ausgangslage

Natürlich waren die Spieler der HSG Wetzlar nach dem Überraschungserfolg gegen die Kieler euphorisiert. Doch allzu lange konnten sich die Grün-Weißen mit diesem Glücksgefühl nicht aufhalten. Der Alltag geht schließlich weiter. Und an diesem Samstag wartet „ein nächster dicker Brocken“, wie es der Sportliche Leiter, Jasmin Camdzic, ausdrückt. Die TSV Hannover-Burgdorf mischt in der Bundesliga-Spitzengruppe voll mit. Tabellenplatz zwei nach 19 Spielen, nur acht Minuspunkte, zwei Zähler hinter Spitzenreiter MT Melsungen – das sind die wichtigsten Zahlen. Für Wetzlars Trainer Frank Carstens haben die Niedersachsen „viele Stärken und wenig Schwächen“. Außerdem lobt er: „Sie finden Lösungen für jede Situation.“ 

Mit Siegen gegen Leipzig (24:23) und in Stuttgart (35:27) sind die Burgdorfer nach der WM-Pause gut aus den Startlöchern gekommen und haben natürlich Blut geleckt, um im Konzert der Top-Teams weiter lange mitzuspielen. Dass es der Klub geschafft hat, einen so begehrten Spieler wie Renars Uscins bis 2027 zu halten, zeigt, welch gute Entwicklung die TSV in den vergangenen Jahren und speziell seitdem Trainer Christian Prokop im Amt ist genommen hat. Neben dem Linkshänder, der mit 140 Treffern der beste Torschütze des Teams in dieser Saison ist, haben die Recken mit Kreisläufer Justus Fischer, den Rückraumspielern Marian Michalczik und Lukas Stutzke sowie Torwart Joel Birlehm weitere deutsche Nationalspieler in ihren Reihen. „Viel wird über diese deutsche Achse gesprochen“, sagt Carstens und ergänzt: „Das geschieht natürlich zu Recht. Aber es gibt weitere sehr wertvolle Spieler im Kader der TSV. Jonathan Edvardsson etwa ist ein Antreiber, ein absoluter Mentalitätsspieler.“ Der 27-jährige Schwede war es übrigens, der in der Hinrunde einer der Schlüsselakteure beim Erfolg der Hannoveraner in Wetzlar war. Während die HSG nämlich im ersten Durchgang alles im Griff hatte und mit 16:13 vorne lag, kippte die Begegnung nach Wiederbeginn rasch zugunsten der Gäste, die angeführt von Edvardsson einen fulminanten Auftritt hinlegten und mit 36:25 triumphierten.  

Die personelle Lage der HSG Wetzlar

Linksaußen Lion Zacharias fällt wegen seiner Fußverletzung weiter aus. Der gegen Kiel in den Kader gerückte Ben Lubbadeh spielt am Samstag bei der eigenen U23 in Gelnhausen, so dass die HSG nur mit 15 Spielern nach Hannover fahren wird.

Das sagt Wetzlars Trainer Frank Carstens

„Hannover-Burgdorf offenbart wenig Schwächen. Im Kern ist diese Mannschaft mit Trainer seit über drei Jahren zusammen und hat eine echte Tiefe entwickelt. Das Team zeichnet einen guten Mix aus erfahrenen Spielern und jungen Akteuren aus. Ihre offensive, aggressive 6:0-Deckung fordert den Gegner permanent. Von daher wird unsere Passqualität entscheidend sein. Wir dürfen die Bälle nicht leichtfertig verlieren. Wir haben in dieser Woche an unserem Entscheidungsverhalten gearbeitet, denn das war gegen Kiel in der Schlussphase nicht gut. Was gegen Kiel herausragend funktioniert hat, war unser Deckungsverhalten gegen den gegnerischen Kreisläufer. Ich hoffe, dass wir das am Samstag wiederholen können, denn die Kreisläufer der TSV haben ebenfalls viel Qualität.“

So kann man die Partie sehen

Der Streamingdienst Dyn überträgt das Spiel live und auf Abruf ab 18.45 Uhr aus der ZAG-Arena. Hier kann man die Übertragung buchen. 

Letztes Spiel

07.09.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

31 : 31

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