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Jasmin Camdzic: "Schauen nur auf uns und jeder auf seine Leistung!"

HSG Wetzlar tritt am Sonntag beim VfL Gummersbach an – Über 100 Fans begleiten Team ins Oberbergische

Bild: Oliver Vogler

Etwas mehr 110 Kilometer liegen zwischen Gummersbach und Wetzlar. Wenn es allein um die Distanz zwischen den beiden Städten ginge, wäre das Duell der beiden Traditionsvereine VfL Gummersbach und HSG Wetzlar ein waschechtes Derby der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Allerdings verhindert wahrscheinlich das gegenseitig notwendige Überschreiten der Landesgrenzen Hessen und Rheinland/Westfalen diesen Charakter für die Fans. Am Sonntag steht der insgesamt 45. Erstliga-Vergleich der beiden Teams in der Schwalbe Arena an. Ein aktuell ungleicher, denn während der starke Aufsteiger aus Gummersbach sein Saisonziel Klassenerhalt bereits frühzeitig realisiert hat, kämpft der Gast aus Mittelhessen als Tabellensechzehnter noch mit aller Macht um diesen. Anwurf der mit Spannung erwarteten Partie ist um 16.05 Uhr. Geleitet wird diese von den Unparteiischen Steven Heine und Sascha Standke. Die Spielaufsicht hat Ronald Klein. 

„Gummersbach kommt über die Mannschaft. Da muss man keine einzelnen Spieler hervorheben. Die sind sehr gut eingespielt, strahlen eine große Ruhe in jeder Situation auf dem Feld aus und wissen auch in jedem Moment, was sie zu tun haben. Sie sind ganz sicher kein normaler Aufsteiger“, beschreibt Wetzlars Trainer Jasmin Camdzic die Stärken der Gastgeber, bei denen der gebürtige Mittelhesse Dominik Mappes vor seinem Comeback nach einer Rippenverletzung stehen soll.

„Wir schauen aber wie zuletzt nur auf uns und jeder einzelne auf seine eigene Leistung“, so Camdzic weiter, dem am Sonntag bis auf den am Knie verletzten Rückraumspieler Jovica Nikolic alle Spieler zur Verfügung stehen sollten. Hinter dem erkrankten Kreisläufer Nikita Pliuto steht noch ein kleines Fragezeichen. „Für uns ist jedes Spiel wichtig. Wir freuen uns auf das Spiel in Gummersbach und dementsprechend wollen wir auch auftreten. Die Mannschaft hat gut trainiert. Wir haben ja bereits beim Sieg in Göppingen Adam Nyfjäll wieder in unser Spiel integriert. Jetzt soll auch Jonas Schelker eine Option auf der Spielmacherposition werden. Auch er hat in dieser Woche qualitativ richtig gut gearbeitet. Wir brauchen einfach jeden Mann.“

Und das auch auf den Rängen der Schwalbe Arena, in der über 100 Wetzlarer Anhängerinnen und Anhänger der Mannschaft den Rücken stärken wollen. „Die Unterstützung unserer tollen Fans ist enorm wichtig“, so Camdzic. „Auch das wird uns helfen, stabil bei uns zu bleiben und Gummersbach die Ruhe zu rauben, um das Spiel zu gewinnen.“

Bereits das Hinspiel Mitte September in Wetzlar war ein echter Handballkrimi, den die Oberbergischen letztlich knapp mit 30:29 für sich entschieden und so den insgesamt 27. Sieg im direkten Vergleich feiern konnten. Die letzten drei Aufeinandertreffen in Gummersbach konnten allerdings die Grün-Weißen für sich entscheiden, was auch für den Sonntag eine spannende Partie erwarten lässt.

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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