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Felix Danner:„Die Fans sind mit Herzblut dabei!“

+ Abschiedsinterview +

Bild: Oliver Vogler

13 Jahre trug er das Melsunger Trikot, im vergangenen Sommer wechselte dann ins schöne Mittelhessen. In Wetzlar organisierte der Routinier nicht nur die Abwehr, sondern auch die Mannschaftskasse der Wetzlarer Jungs. Nach 33 Spielen im grün-weißen Trikot zieht es den Familienvater zurück in seine Heimat, sodass er sich HBW Balingen-Weilstetten anschließt. Im Abschiedsinterview blickt er zurück auf seine Zeit an der Lahn.  

Hallo Felix, wie war Dein erster Eindruck als Du nach Wetzlar kamst und wie würdest Du die Saison bewerten? 

Das ist eine gute Frage. Ich habe direkt am Anfang gemerkt, dass in dieser Mannschaft richtig viel Potential steckt. Die Hinrunde war dann fantastisch, in der Rückrunde sind wir dann auch wegen des Spielplans nicht mehr so in den Flow gekommen, wie zu Beginn. In der Hinrunde haben wir alle paar Tage unseren Stiefel runtergespielt und wussten unsere Stärken einzuschätzen, da waren wir echt gut. Dann kamen große Pausen und diese sind ungünstig. Als Spieler möchte man immer möglichst viel spielen, denn Spiele sind einfach das beste Training. Wenn du nur trainierst, weiß man nicht, wo man steht. 

An welchen Moment denkst Du besonders gerne zurück?

An das Heimspiel gegen Melsungen (lacht). Ich hatte vor dem Spiel ein großes Kribbeln in mir und wusste nicht richtig, wohin mit meinen Gedanken. Ich war echt richtig nervös. Dass das Spiel dann so verlaufen ist, war dann umso besser. Es waren wieder Fans in der Halle und ich habe auch ganz gut gespielt, das hat mich sehr gefreut. Es waren allerdings auch noch mehr Highlights dabei. Ich habe in meiner Karriere bisher sehr selten mit zwanzig Toren gewonnen, wie gegen Hannover oder auch ein Sieg gegen den THW Kiel ist besonders. 

Was war Dein größter Rückschlag bei der HSG Wetzlar?

Das war das Heimspiel gegen den Bergischen HC. Wir wollten da weitermachen, wo wir aufgehört hatten, und dann kommt der BHC und gibt uns eine Packung mit. Das tat sehr weh, weil wir das Gefühl hatten, dass wir vorher gut gearbeitet haben. Ab da lief es leider nicht mehr so gut. 

In Deiner Freizeit hier in Wetzlar, mit welchen Mitspielern hast Du am meisten Zeit verbracht?

Mit Lenny Rubin und Alexander Feld! Die beiden haben mich direkt am Anfang gut aufgenommen. 

Auch wenn Du nur ein Jahr das Trikot der Grün-Weißen getragen hast, was wirst Du an der HSG Wetzlar am meisten vermissen?

Handkäse definitiv nicht (lacht). An diese mannschaftliche Geschlossenheit werde ich am meisten denken. Das mache ich auch nicht an einzelnen Personen fest, sondern einfach das gesamte Gefühl dieser Truppe. Das war überragend. 

Wie hast Du die Fans wahrgenommen?

Ich hatte am Anfang etwas Angst als Melsunger nach Wetzlar zu kommen, aber nach den ersten Gesprächen wurden mir diese Bedenken sehr schnell genommen. Ich habe zügig gemerkt, dass die Fans nicht nur mit Herzblut dabei sind, sondern auch sehr viel Ahnung haben. Sie sind immer zuvorkommend zu den Spielern. 

Wie verbringst Du jetzt den Sommer? 

Ich werde die Gunst der Stunde nutzen und mit meiner Familie mit einem Wohnwagen nach Südfrankreich fahren. Dann werden wir natürlich umziehen und ein kleines Häuschen in Balingen beziehen. 

Was wünscht Du dir für die Zukunft?

In erster Linie Gesundheit für meine Familie und mich. Das Wichtigste ist für mich Gesundheit und, dass es meiner Familie gut geht. Alles andere ergibt sich dann.

Was sind Deine Ziele für Balingen?

Natürlich könnte ich jetzt sofort Aufstieg sagen, aber wie eben gesagt. Das wird sich allein ergeben, wenn wir gut spielen. Ich möchte zeigen, dass ich zwar zum alten Eisen gehöre, aber noch nicht zu alt bin. Ich möchte meine Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben und hoffe, dass ich mit meiner Familie gut ankomme und wir einfach eine gute Zeit dort haben werden. 

Nächstes Spiel

01.09.2022 - 19:05 Uhr
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