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Das Streben nach Stabilisation

HSG Wetzlar will beim HC Erlangen mit guter Defensive überzeugen und muss sich im Angriff steigern

Bild: Jenniver Roeczey

Der 23. Spieltag steht für die HSG Wetzlar in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga an. Am Samstag, den 24. Februar ab 19 Uhr sind die Grün-Weißen in der Arena Nürnberger Versicherung beim HC Erlangen zu Gast. Über eine Woche hatte die Mannschaft von Trainer Frank Carstens Zeit, Wunden zu lecken und sich auf die Mittelfranken vorzubereiten.

Die letzten beiden Niederlagen haben Spuren hinterlassen. Vor allem die desaströse Heimpleite gegen die HBW Balingen-Weilstetten sorgte für Gesprächsstoff. Bei den Besuchern in der Buderus Arena und vor den Fernsehern, in den Sozialen Netzwerken und der Presse, vor allem aber bei den Spielern und im Trainerteam.

„Das letzte Spiel hat uns sehr beschäftigt. Gerade was den Blick in die Zukunft angeht, sprich, wie wir mit ähnlichen Situationen umgehen wollen“ erklärte Carstens. „Wir brauchen nach unserer Analyse deutlich mehr Sicherheit, wieder mehr Wiederholungen in unserem Angriffsspiel, darauf haben wir auch im Training direkt abgezielt. Die gesamte Woche lief unter dem Thema Kooperation im Angriff, miteinander spielen, Ball laufen lassen, Situationen erkennen, Entscheidungsverhalten, Passqualität, also alle Aspekte, die einen flüssigen, guten Ballfluss fördern.“

Die Angriffsleistung der letzten beiden Spiele erinnert an den Saisonbeginn, aber auch daran, dass die Mannschaft sich gefangen und verbessert hat. Ein Anknüpfen an die Leistung von vor Weihnachten ist also möglich. Das Spiel in Erlangen wird zeigen, ob sich die Spieler auf dem richtigen Weg befinden.

Mit dem HC Erlangen wartet ein Team auf die Wetzlarer Jungs, das seinen Erwartungen Jahr für Jahr ein Stück weit hinterherhinkt. Die Ziele in Erlangen werden hoch gesteckt und nur selten erreicht. Bis zur Weihnacht- und Europameisterschaftspause hatte das Team um den neuen Coach Hartmut Mayerhoffer nur magere 13 Punkte aus 18 Spielen geholt und stand zum Re-Start unter immensem Druck. „Wie sie das geregelt haben und wie sie mit dieser Drucksituation umgegangen sind, mit welcher Energie sie spielen im Moment, das ist schon besonders“, sagte Carstens.

Die Mittelfranken holten in den beiden Heimspielen gegen den TBV Lemgo und den HSV Hamburg vier Punkte und verkauften sich sehr gut bei der Niederlage in Flensburg. Erlangen kam gestärkt aus der Pause und bläst zum Angriff im Kampf um den Klassenerhalt. Bei einem Sieg ziehen sie nach Punkten mit den Grün-Weißen gleich, bei einem Spiel Rückstand.

Spieler wie Simon Jeppsson, Lutz Heiny und Youngster Stephan Seitz sind in hervorragender Verfassung. Vor allem die Rückraumreihe mit Heiny, Seitz und Nico Büdel ist auf das Spiel in der Kleingruppe und im Eins-gegen-Eins aus, hat eine hohe Passqualität und Durchsetzungsstärke. „Ich sehe gute Möglichkeiten, dass wir da eine Hand reinkriegen, das haben wir im Hinspiel nicht gut gemacht“, erklärte Carstens. „Das ist das eine, aber das viel spannendere Thema ist, vorne Tore zu erzielen. Das ist gegen Erlangen nicht ganz einfach, weil sie eine sehr gute Deckung haben und die beste Kreisverteidigung in der Liga. Da geht in der Mitte wirklich wenig. Es kommt extrem darauf an, dass wir gute Entscheidungen treffen und den Ballfluss hinbekommen. Dass wir entweder über die Außenposition werfen oder uns wirklich so gute Situationen im Rückraum erarbeiten, dass wir vernünftig zum Abschluss kommen können. Das wird für mich der wesentlich entscheidendere Punkt.“

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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