Der Deutsche Meister ist zu stark
Der Deutsche Meister war einfach zu stark. Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat am Mittwochabend in der Potsdamer MBS Arena gegen die Füchse Berlin mit 30:35 (15:19) verloren und ist damit in der zweiten Runde aus dem DHB-Pokal ausgeschieden.
Der Spielverlauf
Die Mittelhessen starteten mutig in die Partie und lagen beim 3:2 in der vierten Minute erstmals in Führung. Doch es sollte auch das einzige Mal sein, dass die Wetzlarer an diesem Abend vorlegten. Denn danach übernahmen die Füchse zunehmend die Kontrolle. Während die HSG ihre Chancen nicht konsequent nutzte, agierten die Gastgeber im Angriff sehr effizient. Mit hohem Tempo, schnellem Balltransport und gefährlichen Gegenstößen setzten die Berliner die Grün-Weißen permanent unter Druck, sodass es für Abwehr wie Torhüter enorm schwer war, Zugriff zu finden. Beim 13:8 (17.) lagen die Füchse erstmals deutlicher vorne und hielten diesen Vorsprung bis zum 18:13. Zur Pause führte der Favorit schließlich mit 19:15.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig an der Statik des Spiels. Berlin hielt das Tempo hoch und baute den Vorsprung beim 24:18 (37.) erstmals auf sechs Treffer aus. Die HSG, die keineswegs enttäuschte, steckte jedoch nicht auf und verkürzte durch Stefan Cavor in der 46. Minute noch einmal auf 23:27. Doch immer dann, wenn die Grün-Weißen die Chance hatten, noch näher heranzukommen, verhinderten technische Fehler oder Fehlwürfe ein engeres Spiel. Spätestens als Fabian Wiede in der 52. Minute zum 33:26 für den Deutschen Meister traf, war die Partie entschieden.
Das sagt Trainer Momir Ilic
„Ich hatte es ja schon im Vorfeld gesagt: Wenn wir gegen einen solch guten Gegner bestehen wollen, muss bei uns alles funktionieren. Das hat es aber leider nicht. Wir haben uns zu viele technische Fehler und auch in manchen Phasen wieder zu viele Fehlwürfe geleistet. Ich bin aber trotzdem nicht unzufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft, zumal sie auch wieder bis zum Schluss gekämpft hat. Das ist ein wichtiges Signal für die kommenden Spiele in der Bundesliga. Wir gehen weiter unseren Weg und arbeiten intensiv.“
Der Ausblick
Am kommenden Donnerstag ist die HSG Wetzlar wieder in der Liga gefordert und tritt beim Bergischen HC an. Vier Tage später findet in der Buderus Arena das nächste Heimspiel statt. Am Sonntag, 12. Oktober 2025, empfangen die Mittelhessen um 18 Uhr den HSV Hamburg. Karten für diese Begegnung gibt es entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der Geschäftsstelle des Klubs in der Buderus Arena.
Das Stenogramm
Berlin: Ludwig (n.e.), Milosavljev (14 Paraden) – Wiede (2), Darj (5), Andersson (6), Arino, Gröndahl (2/1), Gidsel (7), Freihöfer (7/3), Langhoff (2), West av Teigum (3), Günther (1), Marsenic.
Wetzlar: Suljakovic (bis 14. und bei einem Siebenmeter/1 Paraden), Hendawy (8 Paraden) – Grahovac, Vistorop (5), Mappes (3/1), Simic (2), Ahouansou (6), Akakpo (4), Weimer, Müller, Löwen, Zacharias (1), Cavor (6), Nafea (3).
Schiedsrichter: Kern/Kuschel (Bellheim/Kandel) – Zuschauer: 1596 (in Potsdam) – Zeitstrafen: 2:8 Minuten – Disqualifikation: Cavor (Wetzlar) wegen Foulspiels (58.).









